Das war’s – Laufen im Jahr 2011

Veröffentlicht am 02.01.2012 | 7 Kommentare

Läufer vor dem Start

Nun ist es vorbei, das Laufjahr 2011. Für mich mal wieder Zeit, einen ausführlichen Blick auf die vergangenen 12 Monate zu werfen. Man vergisst sie ja so schnell, die schönen und auch die weniger schönen Laufmomente…

Regen? Welcher Regen?

Läufer am Start des Berlin-Halbmarathon

Im Laufe des Jahres waren auf vielen Läufer-Blogs und in Lauf-Zeitschriften immer wieder Berichte von verregneten Wettkämpfen zu lesen. Und wir startblog-f-Läufer haben uns immer wieder gewundert, denn sobald wir an der Startlinie eines Wettkampfes standen, strahlte die Sonne stärker als uns lieb war.

Der Hammer in dieser Hinsicht war gleich unser Saisonauftakt beim Berlin-Halbmarathon, denn wir liefen am heißesten 3. April seit Beginn der Wetteraufzeichnung! Richtige Regenläufe gab es in den weiteren Monaten relativ selten, und wenn dann in moderater Form im Training.

Mein Läufer-Highlight 2011: Lauftraining mit GPS-Uhr

Laufuhr Garmin Forerunner 305

2011 war mein erstes Laufjahr mit GPS-Laufuhr (Garmin Forerunner 305) sowie Erfassung und Auswertung der Läufe am Computer mit rubiTrack. Besonders das Intervalltraining und die Tempodauerläufe wurden dadurch meiner Meinung nach wesentlich effektiver, da ich immer im „richtigen“ Tempo unterwegs war und auch anhand meiner Herzfrequenzdaten Trainingserfolge beobachten konnte.

Grafik rubiTrack mit Zwischenzeiten

Deutlich in Erinnerung ist mir zum Beispiel ein Tempodauerlauf in Dänemark, nach dem ich mir aufgrund der Daten sicher war, dass ich ein Halbmarathon-Tempo von 4:40 min/km im nächsten Wettkampf laufen kann.

Wettkämpfe – Bestzeiten und Kreislaufprobleme

Läufer mit Medaillen im Olympiastadion

Das Wettkampf-Jahr 2011 begann für mich wunderbar. Beim sehr warmen Berlin-Halbmarathon war ich trotz der Temperaturen mit 1:44:36 so schnell wie noch nie im Frühjahr, und beim Drittelmarathon in Potsdam konnte ich mich dann über meine erste Bestzeit des Jahres freuen: mit 1:02:40 war ich sogar 2:42 Minuten schneller als im Vorjahr!

Drei neue Bestzeiten

Anfang Mai wurde dann der Traum vom Durchbruch der 2-Stunden-Schallmauer beim BIG 25 wahr, und ich lief (trotz wieder recht warmer Temperaturen) nach 25 Kilometern mit 1:59:23 (ebenfalls Bestzeit) über die Ziellinie im Olympiastadion. Ein wenig wurde meine Freude allerdings durch kurz darauf einsetzende starke Wadenkrämpfe getrübt, weshalb ich das erste (zufällige) Treffen mit den RunningTwins Marek und Henrik nicht so richtig genießen konnte.

Läufer im Wald

Ganz neu für uns alle war im Sommer der 27-km-Lauf um den Scharmützelsee, den ich Seite an Seite mit Andreas IV. lief. Eine schöne Strecke, die wir bestimmt nicht zum letzten Mal gelaufen sind. Das Wochenende darauf stand ich dann mit Hartmut beim Deich- und Salzwiesenlauf an der Ostsee am Start. Die Wetterbedingungen waren ideal und ich hatte auf den letzten Kilometern zufälligerweise mit dem „Blauen“ einen hervorragenden Tempomacher. Ergebnis: 1:37:48, meine neue Halbmarathon-Bestzeit!

Kreislaufprobleme

Grafik mit Zwischenzeiten

Damit endete allerdings auch meine Erfolgsserie vorerst, denn beim Mercedes-Halbmarathon in Tegel Anfang September wollte ich wohl einfach zuviel. Wiederum war es verhältnismäßig warm und ich lief einfach zu schnell los, was zur Folge hatte, dass ich auf den letzten drei Kilometern deutlich einbrach und im Ziel dann mit argen Kreislaufproblemen bei den Sanitätern landete.

Marathon-Abbruch

Inwieweit das Einfluss auf meinen Berlin-Marathon hatte, kann ich nicht sagen, aber nachdem ich meiner Familie zuliebe in recht moderatem Lauftempo gut gelaunt gestartet war, fühlte ich mich ab Kilometer 22 plötzlich schlapp und müde, was sich auf den folgenden Kilometern auch nicht mehr besserte, so dass ich schließlich bei Kilometer 24 zum ersten Mal einen Marathon abbrechen musste. Eine ziemlich deprimierende Erfahrung.

Ein perfektes Marathon-Erlebnis im zweiten Versuch

Marathon-Läufer mit Medaillen

Um das so gut begonnene Wettkampf-Jahr nicht mit einer großen Enttäuschung zu beenden (und die eigentlich gute Marathon-Vorbereitung nicht ganz vergeblich gemacht zu haben), schloss ich mich spontan Ende Oktober Andreas V. beim Lübeck-Marathon an. Die ehrgeizigen Zeitziele der Marathon-Vorbereitung waren unwichtig geworden, es sollte ein schönes gemeinsames Marathon-Erlebnis werden.

Und das wurde es auch! Nach ziemlich genau 4 Stunden liefen wir zusammen über die Ziellinie und ich hatte noch nie zuvor einen Marathon bestritten, bei dem ich über die gesamte Distanz so Herr der läuferischen Lage war. Keine Bestzeit, aber trotzdem ein perfekter Marathon und genau der gelungene Abschluss des Wettkampf-Jahres, den ich mir gewünscht hatte.

Laufend Neues entdecken

Läufer an einer Brücke

Auch 2011 haben wir startblog-f-Läufer uns bemüht, nicht immer die selben Strecken zu laufen und so manche schöne neue Laufroute entdeckt. Vor allem Andreas V. zeigte uns regelmäßig neue Lauf-Landschaften, z.B. bei unseren Läufen nach Schönefeld, nach Schloss Britz und zur Gropiusstadt, nach Teltow und nach Nikolassee und zum Jahresabschluss noch beim Spree-Sightseeing-Lauf.

In der Marathon-Vorbereitung habe ich unsere traditionelle Großbeeren-Runde um etwas Neu(lauf)land ergänzt und auch in Bremen und Dänemark neue Laufstrecken gesucht und gefunden.

Und die bereits zuvor erwähnten Lauf-Wettkämpfe am Scharmützelsee und in Lübeck waren natürlich ebenfalls tolle Erlebnisse auf neuen Strecken.

Läufertypen

7 Läufer laufen nebeneinander auf einer Straße

Neben den bereits aus den Vorjahren bekannten „ständigen Mitläufern“ Klaus (mit dem ich 101 gemeinsame Läufe bestritt), Monika, Andreas V. (der seinen Streak 2011 immer weiter hochschraubte), Andreas II. und Hartmut und den eher sporadischen Mitläufern Sylvia, Andreas III., Andreas IV. und Oliver, kamen 2011 sogar noch einige Läuferinnen und Läufer hinzu.

Sabine, die wir bereits im letzten Jahr kennen gelernt hatten, war auf vielen langen Läufen der Marathon-Vorbereitung dabei, zu denen gegen Ende des Sommers auch Romain, Jeanette und Becky stießen. Absoluter Zufall war, dass Nadin, die bereits lange Zeit im gleichen Marienfelder Laufrevier unterwegs war, gegen Ende des Jahres durch die Marathon-Staffel auf uns aufmerksam wurde, und seitdem gern gesehener „Laufgast“ bei uns ist.

Keine Mitläufer aber Laufbekanntschaften waren 2011 Markus Spoettl, der Entwickler der Software rubiTrack, und Per, der dänische Berlin-Marathon-Läufer, der ebenso wie ich bei Kilometer 24 ausgestiegen war und mich auf meinem Weg zurück zum Start begleitete.

startblog-f 2011

Kaum erkennbarer Pfad im Freizeitpark

Auch im Jahr 2011 hat es mir viel Freude bereitet, hier auf startblog-f über meine Lauferlebnisse zu berichten. Neben den Foto-Berichten von Trainingsläufen und Wettkämpfen gab es auch den einen oder anderen Artikel über Dinge, die mich in diesem Jahr sehr interessiert haben, wie z.B. die ausführlichen Artikel über Plyometrisches Training und über den Crosslauf oder meine Test-Berichte der Knitido-Marathon-Zehensocken und der Laufschuhe Saucony ProGrid Mirage.

Insgesamt 136 Artikel gab es 2011 auf startblog-f. Aber ebenso wichtig wie das Schreiben war mir auch, die Erlebnisse so manch anderer Lauf-Blogger lesend zu verfolgen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Läufer-Gemeinschaft gegenseitig unterstützt, anfeuert oder tröstet.

Und fast hätte ich es vergessen: Im Frühjahr haben wir Marienfelder es endlich auch geschafft, uns ein startblog-f-Laufshirt zuzulegen!

Mein Laufjahr 2011 in Zahlen

Grafik Laufkilometer 2011

Mein Lauf-Jahrespensum 2011 betrug auf 198 Läufen stattliche 2648 km und somit so viele Kilometer wie nie zuvor. Darüber hinaus habe ich ergänzend zum Lauftraining 40 Mal Kraftgymnastik gemacht. Wie man an der Grafik mit meinen Wochen-Laufkilometern sieht, habe ich mich bemüht, auf jeweils drei ansteigende Belastungswochen eine Regenerationswoche mit geringerem Umfang folgen zu lassen, sicherlich ein Grund dafür, dass ich trotz intensiveren Trainings verletzungsfrei geblieben bin.

Alles in allem ein perfektes Laufjahr mit nur kleinen Schönheitsfehlern! Im kommenden Laufjahr werde ich zwar mit ähnlicher Intensität und Freude weiter trainieren, es aber, was die Wettkämpfe angeht, ruhiger angehen lassen. Man muss nicht in jedem Jahr neue Bestzeiten aufstellen.

Ich danke allen Mitläuferinnen und Mitläufern für die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse. Ich hoffe, wir sehen uns auch 2012 auf so manchem Laufkilometer!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen, Laufevents

7 Kommentare zu “Das war’s – Laufen im Jahr 2011”

  1. Eddy sagt:

    Was für ein toller Jahresrückblick – und was für tolle Bilder dazu: da kann ich Dir nur gratulieren, wirklich großes Kino! Was die Zahlen betrifft, so bist Du 2011 rund 500 km mehr gelaufen als ich. Das möchte ich dieses Jahr steigern. Bin schon auf unsere Statistiken in einem Jahr gespannt…

    Hab ein tolles (Lauf-) Jahr – wir lesen uns!

  2. Laufhannes sagt:

    Das letzte gemeinsame Bild sieht richtig gut aus :D

    – und die Wochenkilometer, größtenteils gut strukturiert. So darf es ja gerne weitergehen ;-)

  3. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Eddy
    Na, mit deinem New-York-Super-Highlight kann das natürlich nicht ganz mithalten ;-) Aber 500 km mehr schaffst du bestimmt, denn genau deinen Stand hatte ich dann vor einem Jahr. Guck einfach mal, wie es läuft. Ganz sutsche, wie der Bremer sagt ;-)

    @Hannes
    Die Verteilung der Balken ist nicht ganz nach Lehrbuch, da man ja durch den Alltag oft zu Improvisationen gezwungen wird. Aber im Großen und Ganzen war das schon sehr gut und ja, ich hoffe, dass ich das so weiterführen kann…

  4. Flo sagt:

    Na das hört sich doch einem tollen Jahr 2011 an!? Ich hoffe, dass 2012 noch besser wird!

  5. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Flo
    Danke, wenn es halbwegs so bleibt (verletzungsfrei und mit viel Spaß im Training und halbwegs akzeptablen Wettkampfzeiten) bin ich schon äußerst zufrieden…

  6. Din sagt:

    Wirklich eine schöne Zusammenfassung; das hört sich nach einem tollen Laufjahr an, nochmal Glückwunsch zu den PBs! Sieht natürlich auch auf den schönen Bildern nach beeindruckenden Momenten aus.
    Dann mal sehen, wie es bei euch so weiterläuft; jetzt bin ich ja etwas näher am Geschehen, wenn nicht sogar ab und an mitten drin.
    Liebe Grüße

  7. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Din
    Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn du 2012 „ab und an mitten drin“ wärst ;-)

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