„Noch schneller, noch flexibler, noch schöner.“ – Interview mit dem rubiTrack-Entwickler Markus Spoettl

Veröffentlicht am 18.02.2011 | 2 Kommentare

GPS-Lauf-Software rubiTrack

Nachdem ich hier auf startblog-f vor kurzem rubiTrack, eine Software für Läufer und andere GPS-Sportler vorgestellt habe, war ich doch neugierig auf den Menschen hinter der Software und habe dem Entwickler Markus Spoettl einige Fragen gestellt…

Laufen Sie selber oder treiben Sie einen anderen Sport?

Ja, ich laufe, zwischen 40 und 50 km pro Woche. Bin aber keine Events gelaufen, abgesehen von einem Staffelmarathon vor ein paar Jahren. Ich plane heuer einen Marathon. Ich fahre auch gerne mit meinem Dahon Mu, aber streng freizeitmässig.

Ihre persönlichen sportlichen Bestleistungen?

Keine, jedenfalls keine wettkampfmässigen.

Haben Sie für Ihr eigenes Training auch eigene „Gruppen“ (Filter) angelegt und wenn ja, welche?

Ich filtere vor allem per Multi-Selektion.

Wie lange hat die Entwicklung von rubiTrack gedauert, bis die erste Version marktreif war?

Das waren 2008 ca. 6 Monate für v1, die Entwicklung hat seither nie aufgehört und es sind daraus mittlerweile 1,5 Fulltime-Jobs geworden.

Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zum PC-Konkurrenten SportTracks?

Ich denke rubiTrack zeichnet sich durch die Liebe zum Detail und die Durchdachtheit der Features aus. Wir legen sehr grossen Wert darauf, dass die Features in rubiTrack für die Benutzer einfach zu bedienen sind, schön aussehen und dabei nicht an Tiefe zu verlieren. Form und Funktion.

rubiTrack ist momentan nur für den Mac verfügbar. Gibt es Pläne, zukünftig auch eine PC-Version anzubieten?

Sehr unwahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt.

Es gibt eine lebhafte Diskussion über die Erfassung und Verarbeitung von GPS-Höhendaten. Können Sie kurz zusammenfassen, wie rubiTrack die Höhendaten erfasst und verarbeitet?

rubiTrack zeigt lediglich an, was das GPS aufgezeichnet hat. Das Problem dabei ist, das die Höhendatenaufzeichnung im GPS extremen Fehlern unterworfen ist, vor allem bei schlechtem Empfang. Das Problem lässt sich lindern, indem die Höhendaten geglättet werden, was rubiTrack tut. Weiter gibt es die Möglichkeit die Höhendaten mit Hilfe von öffentlich zugänglichen Datenbanken zu korrigieren. Das ist geplant.

Wie darf man sich die Testumgebung vorstellen? Haben Sie diverse Laufuhren und Macs zur Verfügung oder greifen Sie auf Testpersonen zurück?

Beides. Wir haben einen Querschnitt der gängigsten Fitness-Geräte direkt zum Testen, aber bei weitem nicht alle verfügbaren (man denke an die Unzahl verschiedener GPS Tracker). Glücklicherweise sind die Synchronisationsmethoden der Geräte in den einzeln Serien mittlerweile halbwegs „stabil“, d.h. werden vom Hersteller nicht ständig neu erfunden. Das erleichtert die Sache erheblich. Wir bekommen auch sehr viel Unterstützung von unseren Usern, die uns bei Problemen mit Daten Ihrer Geräte versorgen.

Wie sind Sie zur Software-Entwicklung gekommen?

Dazu kann ich nur sagen, der C64 hat ein Feuer entfacht. Jetzt kennen Sie auch mein Alter :)

Im Forum und in meinem Artikel gibt es einige Verbesserungsvorschläge. Mit welchen Neuerungen darf man in der nächsten Version rechnen?

Schwierige Frage, wir sprechen ungern über ungelegte Eier. Nur soviel: Noch schneller, noch flexibler, noch schöner.

Danke, Markus Spoettl, für die Blicke hinter die Kulissen der rubiTrack-Entwicklung. Ich wünsche weiterhin viel Spaß bei der Optimierung der Software und hoffe, dass Sie auch in Zukunft so engagiert für Ihre Kunden im Forum da sind wie bisher.

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauftypen

2 Kommentare zu “„Noch schneller, noch flexibler, noch schöner.“ – Interview mit dem rubiTrack-Entwickler Markus Spoettl”

  1. Laufhannes sagt:

    Und ich sag auch „Danke!“ für dieses interessante Interview!

  2. Ingo Lukas sagt:

    sag mal markus, könnte es ein das wir uns kennen?

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