Das war’s – Laufen im Jahr 2014

Veröffentlicht am 04.01.2015 | 3 Kommentare

Laufblogger beim Traillauf im Harz

Nachdem nun wirklich (fast) alle 2014-Jahresrückblicke veröffentlicht wurden, komme ich wie gewohnt etwas später hinterher…

Ein abwechslungsreiches Laufjahr

Nach einer leichten Waden-Verletzung am Jahresanfang hatte ich mir Ende April dann plötzlich Oberschenkelprobleme eingefangen, die mir ein wenig die Freude an den Frühjahrswettkämpfen getrübt haben. Anfang Juni, als Andreas V., Klaus und ich unsere Marathonvorbereitung für Berlin und Frankfurt begannen, war dann aber alles wieder in Ordnung.

Bremsen verfolgen Läufer

Eigentlich hatte ich mich ja ohne konkreten Trainingsplan auf den Marathon vorbereiten wollen, aber dann erstellte ich Klaus zuliebe doch einen Plan für uns drei. Und so zogen wir denn unser gemeinsames Training durch – von stechenden Bremsen gejagt…

Läufer an Tankstelle

… auf langen Läufen bei 30 Grad (mit Abkühlung an der Tankstelle)…

Nach 20 Kilometern durch den strömenden Regen

… und auch stundenlang (wie hier auf dem Foto mit Eyyüp, den wir in diesem Jahr neu kennenlernten) durch den strömenden Regen!

Grafik mit den verschiedenen Pace-Abschnitten und der Endbeschleunigung

In diesem Laufjahr habe ich auch mit 36 Kilometern meinen bisher längsten Marathon-Trainingslauf gemacht – und das auch noch recht flott.

Laufen auf verschneitem Parkweg

Und ganz am Jahresende war mir dann auch noch ein schöner Winterlauf durch den Freizeitpark Marienfelde vergönnt. So tolle „Wintersportbedingungen“ haben wir in Berlin ja nicht allzu oft.

Wettkämpfe

startblog-f-Läufer auf Höhe des S-Bahnhofs Potsdam-Babelsberg

Aufgrund der erwähnten Oberschenkelprobleme bin ich den ersten Wettkampf des Jahres – den Potsdam-Drittelmarathon – langsamer angegangen und entsprechend entspannt gelaufen. Auch mal schön.

Glückliche Läufergruppe im Berliner Olympiastadion

Bis zum Big 25 in Berlin hatten sich die Oberschenkelprobleme immer noch nicht verzogen, aber gemeinsam mit dem ebenfalls angeschlagenen Klaus lief ich für die Verhältnisse ein sehr ordentliches Rennen. Wir waren auf jeden Fall sehr zufrieden im Olympiastadion angekommen, wo wir auf Monika und Lisa – die ihr 25-km-Debüt gelaufen war – warteten.

Zieleinlauf startblog-f beim Frankfurter Stadtlauf 2014

Relativ verletzungsfrei aber mit spürbarem Trainingsrückstand startete ich beim Frankfurter Stadtlauf (10 km) für das Samsung Running Team, zu dem neben einigen Bloggern und Aktions-Gewinnern auch 800-m-Olympiasieger Nils Schumann gehörte.

Zweiter Team-Läufer am ende seiner 5-km-Runde

Da ich in meinen bisherigen zehn Wettkampf-Jahren zuvor noch nie über 5 km gestartet war, lief ich bei der 5-x-5-km-Team-Staffel im Berliner Tiergarten automatisch Bestzeit. Allerdings mit einer aufgrund der Temperaturen sehr bescheidenen Zeit. Die 5 Kilometer werden definitiv nicht meine Lieblingsdistanz.

Es geht stetig auf und ab

Gemeinsam mit Andreas V. bin ich auch zum ersten Mal beim Tollensesee-Halbmarathon gestartet. Auf dieser Strecke kommen so einige Höhenmeter zusammen, aber es war „erholsam“ mal nicht durch eine Stadt, sondern durch eine schöne Landschaft zu laufen. Da ich aufgrund meiner immer noch unterschwellig vorhandenen Rest-Verletzung vorsichtig gestartet war, konnte ich auf der zweiten Hälfte beschleunigen und viele Läufer überholen, was ein ungewohntes aber beglückendes Erlebnis war.

Läufer-Feld vor dem Start des Tegle-Halbmarathon 2014

Der Mercedes-Halbmarathon in Tegel gehört zu meinen obligatorischen Herbst-Wettkämpfen. In diesem Jahr lief ich ihn aus dem Marathontraining heraus nicht ganz so schnell wie sonst, war aber trotzdem zufrieden. Es muss nicht immer Bestzeit sein.

Zieleinlauf beim Frankfurt-Marathon 2014

Nachdem ich den Frankfurt-Marathon im vergangenen Jahr krankheitsbedingt hatte absagen müssen, hat es 2014 mit meinem Frankfurt-Marathon-Debüt geklappt, und ich durfte endlich auch über den roten Teppich der Festhalle ins Ziel laufen. Andreas V. und ich genossen ein sehr entspanntes „Marathon-Drumherum“ (Hotel in direkter Nähe des Startbereichs und mit Late-Check-out). Die angepeilte Bestzeit verpasste ich nur knapp, war aber trotzdem zufrieden, vor allem, da es mir gelungen war, die zweite Hälfte nur etwas mehr als 3 Minuten langsamer als die erste zu laufen.

Highlights

Viktor Röthlin und startblog-f im Gespräch

Anfang Mai durfte ich bei einem Lauftraining mit Marathon-Europameister Viktor Röthlin dabei sein und die neue TomTom Runner Cardio testen, die mich seitdem bei jedem Lauf begleitet.

Läuferinnen und Läufer des Samsung Running Teams beim Stadtlauf Frankfurt

Kurz darauf folgte ein weiteres Highlight: Das Samsung-Run5-Wochenende in Frankfurt mit Nils Schumann, der uns nicht nur im Wettkampf begleitete, sondern auch bei zwei gemeinsamen Lauftrainings das Lauf-ABC und Yoga näher brachte.

Laufblogger-Gruppenfoto im Harz 2014

Sehr toll war das Laufblogger-Camp im Harz, bei dem uns nicht nur 10.000-m-Europameister Jan Fitschen aus seinem neuen Buch vorlas, sondern wir uns auch über Ernährung, Training und Wettkämpfe austauschten, gemeinsam das WM-Spiel Deutschland : Ghana sahen und als Höhepunkt – im wahrsten Sinne – einen Lauf hinauf auf den Brocken machten.

Der Weg zum Brocken wird nebelig

Da kamen natürlich reichlich Höhenmeter zusammen! Es war auch sehr lustig, das letzte Stück im dichten Nebel an dick vermummten Spaziergängern hinauf zur Spitze  zu laufen.

Lichtgrenze an der East Side Gallery

Gegen Ende des Jahres gab es noch einen privat organisierten Lauf entlang der Lichtgrenze – leuchtenden Ballons, die anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls über 15 Kilometer quer durch Berlin den ehemaligen Verlauf der Mauer markierten. Eine tolle Atmosphäre, die ich gemeinsam mit Läuferinnen und Läufern aus Ex-Ost und Ex-West erleben durfte.

Sightseeing-Läufe

Gruppenbild der Läufer nach dem Sightseeing-Lauf um den Senftenberger See

Mitte März zeigte uns – Monika, Klaus und mir – Laufblogger Heiko bei einer Laufrunde um den Senftenberger See sein schönes Laufrevier.

Läufer zwischen den Säulen des Brandeburger Tors

Einen Monat später machten Andreas V., Klaus und ich einen Lauf zum Brandenburger Tor und zurück. Eine Strecke über insgesamt 30 Kilometer, die ich irgendwann zuvor alleine ausgetestet hatte.

Eddy und startblog-f

Mitte August, bei einem kurzen Heimatbesuch, hat mir Laufblogger Eddy mal eine andere Seite von Bremen gezeigt.

Laufstrecke Sightseeing-Lauf in London

Absolutes Sightseeing-Highlight des Jahres aber war mein Sightseeing-Lauf entlang der Themse in London. Ich war zu früher Stunde gestartet und hatte die Stadt und viele ihrer Sehenswürdigkeiten (fast) für mich.

Mein Laufjahr 2014 in Zahlen

Grafik Laufjahr 2014: Kilometer im Monat

2014 hatte ich zwar insgesamt 300 Laufkilometer weniger als im Vorjahr auf der Uhr, aber dank der im Marathontraining wieder eingeführten Kraftgymnastik-Einheiten doch 13 Stunden mehr Sport gemacht!

199 Läufe
2400 Kilometer
76 Kraftgymnastik-Einheiten
294 Stunden (davon 63 Stunden Gymnastik)

90 Läufe 5-10 km
59 Läufe 10-15 km
13 Läufe 15-20 km
18 Läufe 20-30 km
9 Läufe 30-40 km

7 Wettkämpfe

Alle Artikel mit vielen Fotos der Wettkämpfe und Sightseeing-Läufe findet ihr im startblog-f-Archiv-2014

Danke an alle Läuferinnen und Läufer, mit denen ich 2014 gelaufen bin, es hat richtig Spaß gemacht mit euch!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

3 Kommentare zu “Das war’s – Laufen im Jahr 2014”

  1. Marek sagt:

    Hey Andreas,
    summa summarum ein tolles Jahr für dich, wenn ich mir die Bilder+Zahlen so anschaue. Genau wie bei mir kamen 2400km zusammen und das finde ich mit den Wehwehchen sehr ordentlich. Mit deiner Erfahrung werden auch dieses Jahr wieder viele Kilometer gesammelt werden, ich wünsche dir viel Spaß und viel Erfolg dabei (wir werden davon lesen :-))!!!

    LG Marek von den Running Twins

  2. Laufhannes sagt:

    63 Stunden Gymnastik? Mein lieber Mann, da ist aber jemand fleißig!

    Auch wenn das Jahr mit leichten Problemen begann, am Ende kam ja doch etwas Gutes heraus! Der rote Teppich in Frankfurt muss wohl einfach irgendwann mal sein ;-)

    Alles Gute für das neue Jahr!

  3. Andreas sagt:

    @Marek
    Danke, Marek, ich finde 2400 km reichen eigentlich auch, deine waren allerdings schneller als meine ;-) Ich drücke dir die Daumen für ein verletzungsfreies 2015!

    @Hannes
    Auch dir ein erfolgreiches neues Jahr! Die Gymnastikstunden habe ich fast ausschließlich in der Marathonvorbereitung gesammelt (und in der Verletzungspause als Ausgleich), im „normalen“ Laufalltag kann ich mich dann schon nur noch selten überwinden ;-)

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