13. Mercedes-Halbmarathon in Tegel am 04.09.2011

Veröffentlicht am 05.09.2011 | 12 Kommentare

Läufer-Gruppe mit teurem Auto

Gestern waren Monika, Sabine, Andreas V., Klaus, Romain und ich beim Mercedes-Halbmarathon in Tegel am Start. Wie immer ein schöner Lauf, aber leider war es wieder für mich zu warm…

Laufschuh mit rotem Lauf-Chip

Auf jeden Fall war ich so unklug, mit Blick auf meine gute Vorbereitung die Temperaturen völlig außer acht zu lassen. Die neuen Lauf-Chips (bisher gab es immer in die Startnummer integrierte Transponder) hatten noch „Viel Erfolg!“ gewünscht und so lief ich die ersten Kilometer gleich zügig los: 4:35 min/km im Schnitt über die ersten Kilometer. Das war mir dann doch ein wenig zu riskant und so versuchte ich das Tempo etwas zu drosseln. Weil es aber so gut lief, lag die reduzierte Laufgeschwindigkeit bis etwa Kilometer 15 immer noch bei etwa 4:40 min/km. Und dann wurde mir klar, dass es immer wärmer geworden war und dass es jetzt ziemlich hart werden würde…

Grafik mit Lauf-Tempo

Ich versuchte, noch mehr Tempo rauszunehmen, lief die nächsten 3 Kilometer im Schnitt von 4:55 min/km, aber ich hatte eindeutig überzogen. Folge war, dass ich zum Ende mehrfach Gehpausen einlegte, um mich zu erholen. Als das Ziel noch einen Kilometer entfernt war, beschloss ich, jetzt ohne Gehpause durchzutraben – und kam erst wieder richtig zu mir, als ich im Ziel bei den Sanitätern gelandet war!

Ein desaströses Ende! Den letzten Kilometer habe ich überhaupt nicht mehr wahrgenommen, bin quasi auf „Autopilot“ gelaufen. Die folgende Stunde habe ich dann abseits des Trubels apathisch dagesessen, umsorgt von meinen Freunden und mehreren Sanitätern, und versucht, meinen Kreislauf wieder in den Griff zu bekommen. Ein wirklich besch… Gefühl!

Da mir so etwas bereits zwei Mal bei Wettkämpfen passiert ist, wird es so langsam Zeit, sich ernsthaft Gedanken zu machen, ob ich mir bei warmem Wetter selber Startverbot erteile, ob ich deutlich vom persönlichen Bestzeit-Bereich wegbleibe, oder ob es denn in Zukunft überhaupt Wettkämpfe sein müssen. Wie gesagt, die Gedanken rotieren…

PS: Noch einmal von dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an meine Freunde, die sich wirklich toll um mich gekümmert haben (und nebenbei gesagt das Rennen wesentlich klüger angegangen sind ;-)

PPS: Meine Zielzeit habe ich frustbedingt erst einen Tag später nachgesehen: 1:41:35…

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Laufevents

12 Kommentare zu “13. Mercedes-Halbmarathon in Tegel am 04.09.2011”

  1. Pierle sagt:

    Das war nicht das Wochenende für Höchstleistungen. Egal wessen Wettkampfbericht man liest, alle hatten mit dem Wetter zu kämpfen.

    Ich hoffe, dass du dich gut erholt hast.

    LG Carsten

  2. Hanna sagt:

    Mach dir nix draus, das passiert den Allerbesten! Es ist nicht so leicht, die eigene Kraft richtig einzuschätzen, wenn alles so gut läuft: Vorbereitung, Fitness, alles super…

  3. ultraistgut sagt:

    Das zweite Mal schon, das ist bestimmt eine Überlegung wert, an solchen Tagen das Laufen auf Zeit zu lassen, bestimmt möchtest du nicht ein zweites Mal bei den Sanitätern landen.

    Gesundheit hat immer Vorrang – vor allem !!

  4. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Carsten
    Danke, ich bin sogar heute morgen wieder eine Runde gelaufen. Die Beine fühlen sich ganz gut an, aber ansonsten waren sämtliche Akkus völlig leer. Geht aber nun wieder aufwärts.

    @Hanna
    Ich war halt so gut vorbereitet, dass ich dachte, das geht schon, das Wetter ist nicht sooo schlimm. Fataler Irrtum.

    @Margitta
    Wie recht du hast mit deinem letzten Satz! Und meine Einstellung zum Laufen auf Zeit werde ich ohnehin noch einmal überdenken. Man sollte das Laufen doch genießen – das kann durchaus zügig sein, aber eben nicht grenzwertig…

  5. Gerd sagt:

    Diese Zeiten bei dem Wetter! Respekt.
    Da habe ich von Anfang ein bisschen langsamer gemacht! ;-)

  6. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Gerd
    …und damit wesentlich vernünftiger gehandelt!

  7. Running Twin Marek sagt:

    Was muss ich denn da von dir lesen – du machst Sachen ey! Ich komme mit warmen Temperaturen in Wettkämpfen auch wenig klar – das ist für uns einfach kein Bestzeitwetter. Ich hoffe, du hast dich wieder gut erholt und machst das nächste Mal etwas langsamer am Anfang. Tempo machen kannst du doch am Ende immer noch :-) Naja zum marathon wird es ja hoffentlich nicht so warm. Wo bleibt das Jan-Ulrich-Wetter?

  8. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Marek
    Dein Wort in Wetter-Gottes Ohr was das Marathon-Wetter angeht! 14 Grad und leichter Niesel wäre schön… ;-) Und einen halben Kilometer vor dem Ziel darf dann die Wolkendecke aufgehen und die Sonne scheinen…

  9. Supermario72 sagt:

    Hallo Andreas,

    oje – ich kann das nur zu gut nachempfinden! Aber trotzdem Glückwunsch zu dieser Zeit, die sich allemal sehen lassen kann!

    Bin auch am 04.09. gelaufen. Den Kölner Halbmarathon direkt am Rhein-Energie-Stadion. Zum Glück konnte man bei diesem Lauf selbst entscheiden, ob man bei 14km, 21km oder gar 28km jeweils mit offizieller Wertung Schluß macht.

    Ich wollte ursprünglich 21km laufen und das sogar noch auf PB-Kurs! Aber mir ging es genau wie Dir. Konnte das Tempo aufgrund der Hitze nicht halten. Also bei 14km schon raus! Zum Glück! Bericht gibt es in meinem Blog.

    Ich glaube, man hätte an diesem Wochenende einfach einen schönen Dauerlauf im angenehm fordernden Tempo draus machen sollen …. ;-)

    Erhol Dich gut!

    Grüße aus Köln!
    Mario

  10. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Supermario72
    Ja, das hört sich tatsächlich sehr bekannt an für mich… Ich hab einfach das Wetter total unterschätzt. Du hast wirklich recht: man hätte einen fordernden Tempodauerlauf draus machen sollen und auf Bestzeiten pfeifen!

  11. Johannes sagt:

    Hey, ich finde es krass, wie du (neben allem Fachlichen) am Ende einfängst, wie die Gedanken rotieren. Das kenn ich mittlerweile auch, dabei geht es doch um „nichts“, nachdem Laufen ja nur ein Freizeithobby ist. Eigentlich. Aber Ehrgeiz pfeift auf die Ratio.

  12. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Johannes
    Ja, eigentlich geht es um nichts, und doch ist es verdammt schwierig, im „genau richtigen“ Tempo zu laufen (was neben der gemachten Vorbereitung und Form auch das Wetter und die Tagesform berücksichtigt).

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