Lauf-Blog für Läuferinnen und Läufer der F-Klasse

Das war’s – Laufen im Jahr 2022

Veröffentlicht am 03.01.2023 | 2 Kommentare

Läufer auf einem Weg, der von den Seiten dicht bewachsen ist

Das Laufjahr 2022 brachte wieder etwas Laufnormalität zurück. Zwar war (und ist) Corona noch nicht vorbei, aber im Laufalltag gab es zumindest keine besonderen Einschränkungen mehr. Mal abgesehen vom Masketragen vor und nach Laufevents und dass mich nach zwei Jahren das große C doch noch erwischt hatte. Leider torpedierte Corona in diesem Jahr auch das Intervalltraining mit Klaus und das Marathontraining mit Nia und Klaus. Eine Konstante waren immerhin die Freitagsläufe mit Andreas IV. und die Sonntagsläufe mit der größeren Gruppe. Schön war auch, dass in diesem Krisenjahr (Klima, Corona, Ukraine-Krieg, Inflation, Energiekrise… puh!) der Zusammenhalt der Läuferinnen und Läufer nicht verloren ging: Hartmut war ab und zu wieder mit dabei, Andreas V. und Eyyüp begleiteten uns in ihren Verletzungspausen auf dem Fahrrad, und der Jahresendlauf mit den Marienfelder Läufern wurde zu einem gemeinsamen Highlight!

Wettkämpfe

Wettkämpfe verlieren in meinem Läuferleben so langsam an Wichtigkeit, Ehrgeiz wird nur noch sparsam dosiert. Trotzdem ist es nach wie vor ein tolles Erlebnis, gemeinsam mit anderen an den Start zu gehen: ob beim S25 Berlin, dem Potsdamer Schlösserlauf-Halbmarathon oder dem Halbmarathon in Reinickendorf. Bestzeiten gibt es bei mir schon lange nicht mehr, aber mit Blick auf den Altersleistungs-Rechner war ich sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

S25 Berlin – 25-km-Lauf am 15.05.2022

Gruppenbild vor dem Start des S25 Berlin

Mitte Mai ging ich zum 15. Mal an den Start des S25 Berlin. Mit mir dabei waren Marie, Nicklas, Lisa, Jakob, Josefine, Monika und Klaus

Lauffreunde mit umgehängten Medaillen nach dem gemeinsamen Zieleinlauf

Klaus und ich gingen nach Corona-Erkrankung bzw. Rippenprellung und entsprechendem Trainingsdefizit mit heruntergeschraubten Erwartungen aber guter Laune gemeinsam auf die Strecke und kamen nach 2:24:05 gesund und zufrieden ins Ziel.

17. Potsdamer Schlösserlauf Halbmarathon am 12.06.2022

Läufer, im Vordergrund ist noch ein Teil eines Radfahrers zu sehen

Das Tollste am Potsdamer Schlösser-Halbmarathon war eigentlich, dass Andreas V., der wegen einer Verletzung nicht starten konnte, mich am Rande auf dem Rad begleitete. Zumindest einen kleinen Teil der Strecke am Anfang und am Ende. Das motivierte und ich lief erstaunlich konstant das geplante Tempo zwischen 5:35 und 5:40 min/km durch und kam mit einer Zeit von 1:58:39 ins Ziel.

23. Halbmarathon Berlin-Reinickendorf am 04.09.2022

startblog-f-Gruppenbild mit Läuferinnen und Läufern vor den Fenstern des Ernst-Reuter-Saals

Auch beim Halbmarathon Reinickendorf war ich 2022 zum 15. Mal dabei, dieses Mal zusammen mit Eyyüp, Monika, Klaus, Lisa und Jakob.

Zuschauer wartet auf leerem Parkstreifen, während sich ein Läufer nähert

Und wieder mit wunderbarer Unterstützung von Andreas V., der uns wechselnd an zwei Punkten mit Kuhglocke und Tröte am Streckenrand erwartete. Klaus und ich liefen gemeinsam in konstantem Tempo, waren sogar von Anfang an mit 5:18 min/km schneller als die geplanten 5:25 min/km. Die Zielzeit von 1:51:41 war immerhin laut Altersleistungsrechner mein achtbester von inzwischen 33 Halbmarathons. Auch die anderen waren gut und gesund ins Ziel gekommen, so dass wir am Ende noch gemeinsam die sommerliche Biergarten-Atmosphäre vor dem Rathaus genießen konnten.

Highlights

Intervalltraining

Läufer in der Dunkelheit an einer beleuchteten Autostraße

Um die guten alten Zeiten etwas wiederzubeleben, kamen Klaus und ich Anfang des Jahres auf die Idee, wieder Intervalltraining zu machen. Das hielten wir – bei steigenden Umfängen – auch recht gut durch, aber dann grätschte uns Corona rein und die gute Vorbereitung für den Drittelmarathon und den S25 war dahin. Trotzdem: Mittwochs um 6 Uhr morgens 1.000er in 4:50 min/km zu laufen, hat uns wunderbar aus dem eingefahrenen Lauftrott gebracht!

Freitagsläufe

Läufer auf gewundenem Weg vor Sonnenaufgang hinter schwarzen Baumsilhouetten

36 Mal! Die Freitagsläufe mit Andreas IV. (und manchmal auch mit Klaus) sind 2022 zur festen Institution geworden und läuteten bereits um 5:50 Uhr in der Frühe das Wochenende ein. Nach den 10 Kilometern am Freitagmorgen wurde auch der verbleibende Rest der Arbeitswoche mit guter Laune abgespult.

Urlaubsläufe

Läuferin auf Uferweg, vorbei an einem sonnenbeschienenen Baum

Im März genoss ich es, in Bremen bei sonnigem Frühlingswetter mit Marie um den Vahrer See zu laufen.

Blick vom Fuß der Kaskaden hinauf zum Herkules

Im August hatte ich das Vergnügen, in Kassel einen Sonntagslauf hinauf zum Herkules zu machen. 350 Höhenmeter mit zahlreichen Treppenstufen durch den Bergpark Wilhelmshöhe – traumhaft!

Fischerboot mit roten Fahnen auf dem Sandstrand im Gegenlicht der aufgehenden Sonne

Mal wieder in Göhren auf Rügen laufen – da geht mir das Herz auf! Vor allem auf meiner Lieblingsstrecke, die Strandpromenade am Meer entlang immer weiter und über den Hochuferweg mit seinem ständigen Auf und Ab bis zum Schwarzen See, der mich wie immer still und einsam in den frühen Morgenstunden erwartete.

Kirschblütenläufe

Prächtig rosa blühende Kirschblüten

Als Ersatz für den coronabedingt für mich ausgefallenen Potsdam-Drittelmarathon machte ich einen Lauf zu den blühenden Kirschbäumen bei uns im Berliner Süden.

Läuferin und Läufer vor blühendem Kirschbaum

Und weil es so schön war – und die Bäume noch nicht in voller Blüte –, folgten auf den ersten noch zwei weitere Kirschblütenläufe mit den Freundinnen und Freuden an den Folge-Wochenenden.

Neuland-Läufe

Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, plante ich bei den Sonntagsläufen mit den startblog-f-Läufern die eine oder andere bisher unbekannte Passage ein.

Im Vordergrund großer Findling mit aufschrift „Johann-Baptist-Gradl-Grünanlage“, im Hintergrund Laufgruppe auf Parkweg

Bei 20 Grad am frühen Morgen lief ich im Sommer mit Monika, Klaus und Eyyüp eine Strecke, die uns über den Mauerweg zum Teltowkanal und dann über den Ostpreußendamm und die Osdorfer Straße zu einem versteckten Eingang der Johann-Babtist-Gradl-Grünanlage führte.

Läufer auf eng bewachsenem Waldpfad, im Hintergrund ein Jägerstand

Mit Eyyüp bog ich mal nach den Weinbergsfichten und dem Plattenweg Richtung Kleinbeeren in den Wald auf der anderen Seite der Birkholzer Straße ein.

Laufgruppe auf schmalem Pfad zwischen Büschen und Bäumen

Spannend war auch der Abstecher durch den Wald zum Zehnrutengraben in Teltow, den ich Mitte August mit Monika, Nia, Klaus und Eyyüp entdeckte.

Marathontraining mit Nia und Klaus

Läuferin und Läufer in blauen Laufshirts, begleitet von Radfahrerin auf einem schmalen Waldpfad

Nia wollte im Herbst ihren ersten Marathon laufen, Klaus hatte sich angeboten, sie dabei zu begleiten – und ich hatte einen Marathon-Trainingsplan erstellt und war natürlich (ebenso wie Eyyüp) auch mit von der Partie. Zumindest im Training.

Läufer am Teltowkanal, ein wenig kann man das Wasser sehen

Krankheitsbedingt hatten wir dann aber mittendrin unseren Marathon-Trainingsplan für ein paar Wochen pausieren müssen. Ungünstig, denn so mussten wir uns erst wieder langsam von Sonntag zu Sonntag an die langen Distanzen heranarbeiten und brachten es am Ende nur auf einen einzigen 30-km-Lauf. Der war aber wiederum sehr schön, denn wir schauten einfach spontan bei Klaus’ Vater vorbei.

Langer Lauf zum Marathon

Jubelnde Supporterin begrüßt Läufer im hellblauen Shirt

Wie so oft liefen Monika und ich dann Ende September wieder vom Berliner Süden zum Berlin-Marathon an die Strecke, um „unsere“ Läuferin und „unseren“ Läufer anzufeuern.

Läuferin und Läufer in hellblauen startblog-f-Laufshirts

Das hat auch sehr gut geklappt: Nia finishte überglücklich ihren ersten Marathon, und wir anderen waren fast ebenso happy und stolz auf sie!

Teamgeist

Laufgruppe auf breitem Feldweg zwischen jungen Baumreihen

Was mich in 2022 sehr gefreut hat, war, dass ab und zu Freundinnen und Freunde der „Trainingsgruppe 1“ sonntags bei uns vorbeischauten…

Läufer und Radfahrer auf dem Plattenweg zum Hexenhäuschen

… und dass Andreas V. und Eyyüp uns in ihren jeweiligen Verletzungsphasen hin und wieder auf dem Rad begleiteten. Nicht zu vergessen Manuela, die bei einem langen Lauf nach Diedersdorf radelnd dabei war.

Jahresendlauf

Läufer-Gruppenfoto in Winterlandschaft

Winterlich weiße Landschaft, Temperaturen von -7 Grad, einen anfangs vermissten und dann zufällig wiedergefundenen Läufer, so einige Höhenmeter zum „Alpengipfel“, leckere Nussecken…

Drei Läufer – alle drei tragen eine neongelbe Laufjacke und eine orange-rote Mütze

… und eine gut gelaunte Gruppe von Marienfelder Läufern – was will man mehr zum Ende des Laufjahres?

Mein Laufjahr 2022 in Zahlen

Laufjahr 2022: Kilometer im Monat

Mit über 2.200 Kilometern eigentlich ein ganz gutes Laufjahr von den Umfängen, mit einer deutlich sichtbaren „Corona-Lücke“ im April. Viele der Läufe bin ich auch schneller als sonst gelaufen. Da das gemeinsame Marathontraining mit Nia und Klaus leider nicht so konsequent wie geplant umgesetzt werden konnte, entfielen – wie 2021 – fast alle sehr langen Läufe und es gab nur einen 30er. Was das ewige Thema Kraftgymnastik angeht, waren es 2022 bei mir zwar weniger Einheiten als im Vorjahr, aber immerhin insgesamt 5 Stunden mehr. Ergänzt wurde das „Projekt Rumpfstabilität“ noch durch erste Einheiten auf der Rudermaschine. Soll ja ein sehr effektives Training für den ganzen Körper und vor allem meine Schwachpunkte, die Schulter-, Bauch- und Rückenmuskulatur, sein. Zu all dem kamen noch 2.972 Kilometer Radfahren im Alltag.

187 Läufe
2.202 Kilometer
45 Kraftgymnastik-Einheiten
253 Stunden (davon 35 h Gymnastik)

3 Läufe < 5 km
58 Läufe 5-10 km
86 Läufe 10-15 km
26 Läufe 15-20 km
13 Läufe 20-30 km
1 Lauf 30+ km

3 Wettkämpfe

Alle Artikel mit vielen Fotos meiner Läufe findet ihr im startblog-f-Archiv-2022

Wie immer ein großes Dankeschön an alle Läuferinnen und Läufer für die schönen gemeinsamen Laufkilometer!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen, Laufevents

2 Kommentare zu “Das war’s – Laufen im Jahr 2022”

  1. Andreas IV sagt:

    Hallo Andreas,
    sehr schöner Rückblick auf das Jahr.
    Unglaublich was sportlich alles bei Dir los war und das trotz Corona.
    Danke für den tollen Bericht. Das Lesen war eine Freude.
    Wir sehen uns an den kommenden Freitagen ;-)
    Gruß
    Andreas IV

  2. Andreas sagt:

    Danke, schön, dass du so oft dabei warst!
    Bis Freitag!

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