Lauf-Blog für Läuferinnen und Läufer der F-Klasse

Erster Kirschblütenlauf des Jahres

Veröffentlicht am 26.04.2022 | 0 Kommentare

Prächtig rosa blühende Kirschblüten

Den rbb-Drittelmarathon hatte ich ja für mich abgesagt. Aber als kleinen Trost wollte ich vergangenes Wochenende zumindest einen schönen Solo-Lauf machen, wenn die anderen in Potsdam schon ohne mich starten würden. Also habe ich mir mal die Kirschblüte im Berliner Süden angesehen…

Läufer im blauen Laufpullover vor gelbem Rapsfeld

Natürlich habe ich dabei auch wieder viel fotografiert. Zuerst ein Selfie für die Ukraine!

Feldweg in der Morgensonne

Auf den Trampelpfaden parallel zum Berliner Mauerweg…

Schmaler Pfad, umstanden von weiß blühenden Sträuchern und Bäumen

… lief ich in Richtung meines ersten Kirschblüten-Highlights, dem Japaneck.

Pfad entlang eines Eidechsenzauns, am Rand hängen rosa Kirschblüten

Entlang des schmalen Pfads am Zaun der Ausgleichsmaßnahme konnte ich die ersten Kirschblüten entdecken.

Blick durch Zaun auf senkrecht aufgestellte Baumstämme in der Ferne

Die Ausgleichsmaßnahme ist noch ziemlich im Werden…

Senkrecht aufgestellte Baumstämme im Gegenlicht

… und öde und leer, wo es mal grün und üppig werden soll.

Gerodete sandige Fläche neben dem Berliner Mauerweg

Schade nur, dass für die Maßnahme etliche Bäume neben dem Mauerweg gerodet wurden. Die Begründung stand auf dem Schild: Damit die Zauneidechsen den Weg von ihrem alten Areal ins neu angelegte Gebiet finden, müssen die wärmeliebenden Tierchen mit offenem, sonnenbestrahlten Gelände gelockt werden. Naja.

Kirschbaumallee am Berliner Mauerweg mit rosa Kirschblüten

Bei der Kirschblütenallee am Japaneck angekommen…

Rosa Kirschblüte

…stellte ich leicht enttäuscht fest, dass die Bäumchen hier im schattigen Teltow noch nicht so weit waren, wie bei uns in der windgeschützteren sonnigen Großstadt.

Vier Spuren von Trampelpfaden an der Kirschbaumallee

Da war noch deutlich Potenzial für rosa Blütenpracht. Hier sollten wir einfach nächste Woche noch einmal als Laufgruppe herkommen.

Asphalttrasse die im hintergrund gerade von einem Fuchs gekreuzt wird

Auf der Rückseite der ehemaligen „Parks Range“ war ich nicht allein – ein Fuchs überquerte den Asphaltplatten-Weg, nachdem er mich zuvor aus der Ferne misstrauisch beäugt hatte.

Banner am Zaun, das über die Natuschutzmaßnahmen zur Umsiedlung von Zauneidechsen aufklärt

Auf einer Plane warb das Immobilien-Unternehmen des hier entstehenden Quartiers „Neu Lichterfelde“ für die Maßnahmen zum Schutz der Zauneidechsen.

Bauplane an Zaun im Gegenlicht mit Schatten von Baum und Ästen

Gut bewacht wird das streng naturgeschützte „Reptil des Jahres 2020“ auch.

Banner mit Illustration einer Fußball spielenden Eidechsen-Familie

Ob die Tiere in ihrem neu angelegten Areal aber tatsächlich Fußball spielen dürfen, möchte ich mal bezweifeln.

Graffiti-besprühtes Häuschen, daneben Schild und Banner zum geschützten Gebiet

Auf jeden Fall können sie nicht sagen, man hätte sie nicht über ihr zukünftiges Zuhause informiert – Banner und Schilder überall!

Baustelle an der Osdorfer Straße

Ich war nun auf dem Weg zur nächsten Kirschblüten-Station und überquerte dabei die Osdorfer Straße. Für Menschen wurden die Bäume am Straßenrand nicht gerodet, im Gegenteil: hier wurde ihnen das Überqueren erheblich erschwert. Zauneidechse müsste man sein.

Schild mit vielen Firmen

Kleine Anreize zum Überqueren gab es immerhin.

Holzmännchen macht Gymnastik auf Hinweispfahl

Nun war mein nächster Lauf-Stopp schon ausgeschildert. Und ein kleines Holzmännchen machte Früh-Gymnastik auf dem Schilderpfahl.

Holzlatten einer Parkbank in blau und gelb

Erstaunlich, wie Farb-Wahrnehmung funktioniert – es braucht nicht viel, um gedanklich von einer harmlosen Parkbank direkt zum grausigen Weltgeschehen zu kommen.

Hecke und rote Parkbänke, dahinter rosa blühende Kirschbäume

Rosa ist da momentan eine viel beruhigendere Farbe. Ich war nun am Lilienthal-Denkmal angelangt.

Lilienthal-Denkmal im Gegenlicht

Klar, ich bin längst noch nicht wieder fit, aber natürlich musste ich die Treppen zum Denkmal hoch…

Blick von oben auf die blühenden Kirschbäume und den Schattenwurf des Lilenthal-Denkmals inkl. des Fotografen

… um mir den Blick von oben auf die rosa Wölkchen zu gönnen (Fotograf mit im Bild!).

Rosa blühende Kirschbäume im Park des Lilienthal-Denkmals

Die Bäume hier waren schon deutlich weiter als die am Mauerweg…

Läufer vor rosa Kirschblüten

… und posierten bereitwillig mit dem Läufer für ein kleines Erinnerungsfoto.

Trampelpfad zwischen Birken

Auf dem Parkweg lief ich dann zurück, bog nach rechts auf die Hildburghauser Straße ab…

Kirschblüten im Gegenlicht der aufgehenden Sonne

… und entdeckte vor einem Wohnhaus einen weiteren Kirschbaum in voller Blüte und Gegenlicht.

Alter Kioskwagen mit Graffiti beschmiert

Spontan entschied ich, dass mein Lauf nicht mit verwitterten Graffitis enden sollte und plante noch einen finalen Schlenker ein…

Dorfaue Marienfelde mit Dorfkirche im Gegenlicht

… der mich zur Marienfelder Dorfkirche

Rosa Kirschbäume an der Heilandsweide

… und anschließend zur letzten Kirschblüten-Station meines Laufs brachte,…

Rosa blühende Bäume und Kinderschaukel

… den Kirschbäumen an der Heilandsweide.

Ein wirklich sehr schöner „Reha“-Lauf, der mich ein wenig darüber hinweg tröstete, dass ich am nächsten Morgen nicht mit Nia, Andreas V. und Klaus an der Glienicker Brücke auf den Startschuss warten konnte.

Läuferin und Läufer an der Glienicker Brücke beim Drittelmarathon

PS: Danke an Andreas V. für das Foto – nächstes Mal bin ich hoffentlich wieder dabei!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

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