Lauf-Blog für Läuferinnen und Läufer der F-Klasse

Das war’s – Laufen im Jahr 2020

Veröffentlicht am 01.01.2021 | 0 Kommentare

Corona-Maske im Herbstlaub am Wegesrand

Das Laufjahr 2020 war anders. Nennen wir es einfach mal neutral „anders“. Nach mildem Winter mit ein paar schönen gemeinsamen Läufen, stellte sich ab März die Frage „Wie laufe ich in Corona-Zeiten?“, die ich für mich mit: allein, früh und weit draußen beantwortete. Damit die Solo-Laufzeit nicht allzu langweilig wurde, dachte ich mir ein paar besondere Laufstrecken und Läufe aus. Nacheinander wurden alle Wettkämpfe des Frühjahrs abgesagt und man richtete sich gedanklich auf ein einsames Läufer-Jahr ein…

Läuferin und Läufer am Verpflegungspunkt

Ab Mitte Mai durfte man immerhin wieder zu zweit laufen und ab Anfang Juni in Berlin sogar zu fünft („aus mehreren Haushalten“). Dadurch hatten wir dann doch einen verhältnismäßig entspannten gemeinsamen Laufsommer, den Eyyüp und ich für unser Ultra-Training und den abschließenden Ultra-Lauf nach Potsdam nutzten – „with a little help from our friends“ Andreas V., Monika und Klaus.

Im November wurde es mit dem „Lockdown light“ dann wieder dunkel, ruhig und einsam auf meinen Laufstrecken. Ab Mitte Dezember folgte nahtlos der harte Lockdown. Für mich die Zeit und Gelegenheit, meine bisher höchste Jahreskilometerzahl aus dem Jahr 2016 zu toppen.

Wettkämpfe

Kurz und knapp: coronabedingt keine. Bei einigen war ich bereits angemeldet, davon habe ich einem Teil meine Startgelder gespendet, bei anderen wurde die Anmeldung auf nächstes Jahr übertragen. Auf virtuelle Wettkämpfe hatte ich irgendwie keine Lust.

Highlights

Es war nicht alles schlecht im Corona-Jahr 2020. Natürlich gab es durch die Lockdowns und Verhaltensregeln viele, viele einsame Laufkilometer, aber es gab auch einige sehr schöne gemeinsame Lauferlebnisse.

Sightseeing-Lauf in Bremen

Läufer im Bremer Schnoor

Direkt vor dem ersten März-Lockdown machte ich einen spontanen Sightseing-Lauf in Bremen mit Felix und Marie.

Ultra-Training im Sommer

Läufer und Binnenschiff am Teltowkanal

Der Sommer stand für Eyyüp und mich im Zeichen des Trainings für unseren privaten 50-km-Ultra-Lauf. Von Woche zu Woche wurde der lange Lauf länger und die Strecken schöner. Irgendwann liefen wir dann wie selbstverständlich unseren ersten Marathon im Training und den zweiten Marathon gleich einen Sonntag später. Zur Belohnung gab es häufig nach bewältigter Strecke eine Cola bei uns im Garten.

Läufer-Gruppe

Um trotz der großen Laufdistanzen auch Laufzeit mit den anderen verbringen zu können, machten Eyyüp und ich meist einen „Vorlauf“ zu zweit, bevor in wechselnden Konstellationen Monika, Klaus, Andreas V. sowie die beiden „Neuen“ Sonja und Manuel dazustießen.

Erwähnt werden muss vielleicht noch, dass es ein sehr warmer Laufsommer war, so dass wir beiden „Ultras“ häufig um kurz nach 6 Uhr bei Temperaturen schon etwas über 20 Grad starteten.

Ach ja, und Mitte Juli musste ich leider eine kleine Verletzungspause von zwei Wochen einlegen, aber das konnte die Lauffreude dieses Sommers auch nicht trüben.

Marienfelde goes Street Art

Unser Berliner Stadtteil Marienfelde wurde 800 Jahre alt, und ich organisierte für befreundete Marienfelder Läufer*innen einen Sightseeing-Lauf zu den neun Paste-ups, die anlässlich dieses Jubiläums im Stadtteil zu bestaunen waren. Toll war, dass sich einer der beiden Künstler*innen bereit erklärt hatte, mit uns zu laufen und Details zum Projekt „Marienfelde goes Street Art“ zu erläutern. Fast noch toller war, dass einige Läufer*innen bei diesem kleinen Event dabei waren, die ich lange nicht gesehen hatte.

Ultra-Lauf nach Potsdam und zurück

Zwei Läufer mit Trink-Rucksäcken auf schmalem Asphaltweg im Wald

Unbestreitbar das Highlight des Jahres war unser Ultra-Lauf über 51 Kilometer nach Potsdam und zurück. Eyyüp und ich belohnten uns für die vielen Trainingskilometer mit einem Lauf, an den wir noch lange denken werden.

Läufer und Radbegleiter auf schmalem Uferweg

Die Landschaft – der Königsweg durch den Düppeler Forst! die Griebnitzseepromenade! der Park Babelsberg! die Exklave Steinstücken! die Parforceheide! der Südwestkirchhof Stahnsdorf! – und der Support unserer Freunde waren einmalig. Andreas V. begleitete uns die gesamte Strecke auf dem Rad und wurde sogar einmal als Sanitäter tätig, als ich mir bei einem Sturz das Knie aufschürfte.

Läuferin und Läufer im Gegenlicht der Sonne, die durch die Bäume strahlt

Monika und Klaus stießen später dazu und begleiteten uns laufenderweise ab Kilometer 32. Eine willkommene Abwechslung und Unterstützung vor allem für mich, da ich ab diesem Zeitpunkt begann stark nachzulassen.

Streckenplan des Ultralaufs von Marienfelde nach Potsdam und zurück

Auf einem letzten Zwischenstopp versorgte uns dann auch noch Eyyüps Familie mit allem, was man sich nach über 45 Kilometern als Läufer so wünschen kann. Und 6 Kilometer später hatten wir es geschafft – unser Laufereignis 2020!

Spontaner Panke-Lauf

Laufgruppe läuft über eine Panke-Brücke

Ende Oktober schlugen Monika und Klaus spontan vor, einen Lauf von Pankow nach Marienfelde zu machen. So fuhren wir frühmorgens mit dem ÖPNV zum Bürgerpark Pankow und folgten von dort der Panke bis nach Berlin-Mitte, machten ein bisschen läuferisches Sightseeing im Regierungsviertel und liefen weiter bis nach Hause in Marienfelde. Eine schöne aktion!

Jahresendläufe

Läufer an einem Spargelfeld im Sonnenaufgang

Der traditionelle Jahresendlauf mit den vielen Marienfelder Lauffreundinnen und -freunden konnte leider im Corona-Lockdown nicht wie gewohnt stattfinden. Ein kleiner Trost war es aber, dass ich es noch hinbekam, einige von ihnen (Monika und Klaus, Eyyüp, Andreas V. und Andreas IV.) vor den Feiertagen noch auf Einzelläufen zu sehen.

Mein Laufjahr 2020 in Zahlen

Laufkilometer im Jahr 2020 pro Monat

Als ich Anfang Dezember bemerkt, dass meine bisherigen Laufkilometer nahe an meine bisherige Jahresbestzahl herankamen, setzte ich mir das Ziel, in diesem Jahr diesen persönlichen Rekord zu übertreffen. Da ich aber auch ab Heiligabend eine Laufpause einlegen wollte, blieben nicht mehr viele Lauftage, um das zu erreichen. Am Ende habe ich mein Ziel erreicht und das Laufjahr mit 2.735 Laufkilometern abgeschlossen. Auf dem Rad war ich im Alltag 2.775 Kilometer unterwegs, also „nur“ fast genauso viel. Warum? Weil durch das Corona-Homeoffice im Frühjahr viele Rad-Kilometer ins Büro entfielen.

197 Läufe
2.735 Kilometer
22 Kraftgymnastik-Einheiten
287 Stunden (davon 14 h Gymnastik)

5 Läufe < 5 km
40 Läufe 5-10 km
97 Läufe 10-15 km
21 Läufe 15-20 km
25 Läufe 20-30 km
6 Läufe 30-40 km
2 Läufe 40-50 km
1 Lauf 50+ km

0 Wettkämpfe

Alle Artikel mit vielen Fotos meiner Läufe findet ihr im startblog-f-Archiv-2020

Wie immer ein großes Dankeschön an alle Läuferinnen und Läufer für die schönen gemeinsamen Laufkilometer!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

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