8 aus 30.000 – als Zuschauer beim Berliner Halbmarathon 2014

Veröffentlicht am 30.03.2014 | 10 Kommentare

Läufer-Trio beim Berliner Halbmarathon 2014

Beim Lotto heißt es „6 aus 49“, aber wer jemals versucht hat, seine Freunde bei einem Lauf-Großevent im vorbeiströmenden Pulk zu entdecken, der weiß, dass die Wahrscheinlichkeit nur unwesentlich größer als ein Lottogewinn ist. Ich bin heute 15 km zum Berliner Halbmarathon 2014 hin- und danach auch 15 km wieder zurückgelaufen und habe es als Zuschauer immerhin auf „8 aus 30.000“ gebracht…

Berliner Halbmarathon 2014

Da ich leider etwas verspätet kurz hinter dem Brandenburger Tor an der Strecke ankam – mehr dazu am Ende dieses Artikels – waren meine ganz schnellen Freunde leider schon durch. Der erste den ich entdeckte, war André, aber der war schon vorbei, bevor ich etwas sagen, geschweige denn fotografieren konnte. Umso mehr habe ich mich dann gefreut, als Lisa, Monika und Klaus strahlend auf mich zuliefen!

Läufer auf der Straße des 17. Juni

Etwas später wurde wiederum ich selber entdeckt, denn urplötzlich tauchte Walter vor mir auf und begrüßte mich. Ich war so perplex, dass es nur noch für ein Rücken-Foto gereicht hat ;-)

Läuferin winkt beim Berliner Halbmarathon 2014

Bei Manu war es ähnlich: sie entdeckte mich, bevor ich sie bemerkte. In diesem Fall hat die Reaktionszeit aber glücklicherweise zu einem schönen Foto gereicht ;-)

Die führenden Frauen beim Berliner Halbmarathon 2014

Da es mich schon etwas wurmte, dass ich es nicht ganz rechtzeitig an die Strecke geschafft hatte, beschloss ich spontan, zu Plan B überzugehen und lief vom Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz und von dort zur Philharmonie (ca. km 16,5 der Halbmarathon-Strecke). Dort liefen gerade die beiden führenden Frauen durch.

Die Halbmarathon-Führungsfrauen auf Höhe der Berliner Philharmonie

Wenn man die Teilnehmer eines Halbmarathons sieht, fällt es manchmal schwer, zu erkennen, welche „Leistungsklasse“ da gerade an einem vorbeiläuft. Zu unterschiedlich sind die Laufstile und Läufer, und ich weiß nicht, wie oft ich beim Anblick einer Person gedacht habe: „Wie kommt der/die denn jetzt hier hin? Das kann doch nicht sein?“ Deshalb oberster Merksatz: Beurteile niemals eine Läuferin oder einen Läufer nach ihrem/seinem Aussehen! (Soll ja auch ganz praktisch für den Alltag neben der Laufstrecke sein, solch ein Motto ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn – Worauf ich hinaus will ist, dass man es meist am Aussehen oder dem Laufstil nicht erkennen kann, wie schnell jemand ist, aber wenn man die Spitzengruppe sieht, dann gilt das nicht: Der Wow-Effekt ist sofort da, da gibt es kein Vertun: die sehen schnell aus, die bewegen sich schnell, die sind schnell!

Sbrina Mockenhaupt beim Berliner Halbmarathon 2014

Apropos Spitzenläufer: Kurz darauf sauste auch schon „Mocki“ an mir vorbei!

Trommelgruppe am Streckenrand

Um einen besseren Überblick zu haben und vielleicht doch noch ein paar Freunde entdecken zu können, lief ich noch ein Stück weiter zur Kreuzung bei der Neuen Nationalgalerie, wo eine Trommelgruppe mächtig Stimmung machte.

Läufer auf Höhe der Neuen Nationalgalerie

Ich hatte Glück! Nachdem ich mir schon fast die Augen verbogen hatte vor lauter Anstrengung, sah ich Hartmut und brüllte ihm irgendetwas Anfeuerndes hinterher.

Jubelnder Läufer beim Berliner Halbmarathon 2014

Und weitere konzentrierte Minuten später dann noch eine „Entdeckung“: Barfußläufer Bernd, den ich eigentlich nur einmal im Jahr bei der Running-Twins-Marathonstaffel sehe. Da werden es ja dieses Jahr gleich zwei Begegnungen ;-)

Grüßender Halbmarathon-Läufer

Ich hatte so gehofft, noch Andreas IV., Sven und Thomas zu sehen, aber die müssen mir irgendwie „durchgerutscht“ sein. Immerhin sah ich zum Abschluss André, den ich ja am Brandenburger Tor zu spät entdeckt hatte, noch einmal.

Nach fast eineinhalb Stunden an der Strecke wurde es nun wirklich Zeit, den Rückweg anzutreten.

Mein langer Lauf zum Berliner Halbmarathon 2014

Grafik mit Kilometerzeiten: Langer Lauf zum Berliner Halbmarathon 2014 und wieder zurück

Wie eingangs erwähnt, habe ich aber nicht nur anderen beim Laufen zugesehen, so ein bisschen bewegt habe ich mich auch ;-)

Ich bin nämlich von zuhause aus dem Berliner Süden an die Strecke und wieder zurück gelaufen. Eigentlich sollte es ja ein langer, langsamer Lauf werden, aber am Ende war ich doch wieder schneller als gewollt unterwegs. Wenn man die Grafik mit den Kilometerzeiten sieht, fällt auf, dass es in der Mitte einen deutlich schnelleren Kilometer gibt. Wann kommt es schon mal vor, dass man bei einem 30-km-Lauf zwischendurch einen Kilometer in 4:34 min/km einlegt?

Die Erklärung ist einfach: Ich bin die Strecke zum Brandenburger Tor ja bereits Ende letzten Jahres gelaufen, und meine GPS-Aufzeichnungen hatten mir etwas mehr als 13 km für den Hinweg gezeigt. Und so hatte ich dann auch meinen Zeitplan darauf ausgelegt. Nach 13 km hatte ich heute aber gerade mal den Landwehrkanal hinter mir gelassen und geriet entsprechend in Panik! Allen Leuten gesagt, dass ich an der Strecke stehe, und dann bin ich nicht da… Also das Tempo deutlich angezogen und mit hängender Zunge – nach über 14 km – an die Strecke gekommen, in der Hoffnung, dass noch nicht alle durch sind.

Ein ereignisreicher, sportlicher Sonntagvormittag!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen, Laufevents

10 Kommentare zu “8 aus 30.000 – als Zuschauer beim Berliner Halbmarathon 2014”

  1. Manu sagt:

    Du warst ja richtig fix mit Deinem Bericht! Und ein paar richtig tolle Schnappschüsse hast Du gemacht. Vielen lieben Dank auch für das Foto von mir! Habe mich gefreut Dich heute an der Strecke zu sehen!

  2. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Manu
    Manchmal macht es auch Spaß, am Rande der Strecke zu stehen ;-) War schön, euch alle „in action“ zu sehen. Freut mich, dass dir die Fotos gefallen, ein Glück, dass du laut gerufen hast, sonst gäbe es auch nur ein Rückenfoto von dir ;-).

  3. Joshly sagt:

    ui schöne Bilder hast du gemacht und selber auch nen Wahnsinnslauf hingelegt. Bist du schon wieder so weit, dass du gefahrenfrei so lang laufen kannst nach deiner Wadengeschichte?
    Wieso bist du denn nicht den HM mitgelaufen?
    LG

  4. ultraistgut sagt:

    Was für ein herrliches Wetter in Berlin
    und 30.000 Läufer
    warum bist du nicht mitgelaufen
    dass es dann schwer ist
    Einzelne auszumachen und zu fotografieren
    kann ich mir gut vorstellen
    trotzdem ist es dir gelungen !

  5. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Joshly
    Die Wade ist wieder perfekt. Zwischendurch hat sich mal das Knie gemeldet, wahrscheinlich wegen der Umstellung auf die Einlagen, aber insgesamt wird es immer besser! Hat ja auch lange genug gedauert…

    @Margitta
    Genau wegen der 30.000 bin ich nicht mitgelaufen ;-) Ähnlich wie beim Berlin-Marathon ist mir das in letzter Zeit zu viel Hype: Anmelde-Versteigerung, hohe Preise, zehntausende Läufer… Vielleicht nächstes Jahr wieder, mal sehen.

  6. Andreas IV sagt:

    Hi,
    das war einer der schönsten Läufe. Wirklich entspannt, einfach die Athmosphäre geniessen. Leider haben wir Dich Andreas verpasst, aber vielleicht klappt es im kommenden Jahr – nebeneinander durch das Brandenburger Tor zu laufen :-)
    Allen Läufern – herzlichen Glückwunsch! Allen Unterstützern am Strassenrand – vielen Dank. Das hat echt Spass gemacht!
    Andreas IV

  7. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Andreas IV.
    Na, schauen wir mal, wie es mit dem nächsten Jahr wird. Klingt aber nicht schlecht ;-)

  8. andreasV. sagt:

    Glückwunch allen finishern und dem rasenden Reporter ;-)

  9. Eddy sagt:

    Sauber, Deine Fotos! Und je länger man liest und bloggt, um so häufiger sieht man auch ein bekanntes Gesicht. :-)

  10. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Andreas V.
    Letztes Jahr sind wir ja noch gemeinsam an die Strecke gelaufen… Und nächstes Jahr?

    @Eddy
    Stimmt. Mal abwarten, wann ich alle 30.000 kenne und fotografiere ;-)

Kommentare sind geschlossen.