Als Zuschauer beim Berlin-Marathon 2010

Veröffentlicht am 26.09.2010 | 3 Kommentare

Zuschauer und Läufer an der Yorckstraße

Heute fand der 37. Berlin-Marathon statt und ich war in diesem Jahr leider nur als Zuschauer dabei. Immerhin hatte ich meine 42,195 Kilometer ja bereits letzte Woche beim Bremen-Marathon absolviert und konnte mir das Treiben daher ganz entspannt ansehen…

Zuschauer und Läuferfeld

Heike, Peter, Monika, Andreas V. mit seinen Kindern, Doro und ich hatten uns gemeinsam bei tristem Regenwetter aufgemacht, um unsere Marathon-Läufer Hartmut, Klaus und Andreas IV. anzufeuern.

Kind mit Schild und Läufer

Unsere erste Station war die Yorckstraße, ungefähr bei Kilometer 20.

Zuschauer mit Fahnen

Die Stimmung an der Strecke war gut und viel früher als wir erwartet hatten, war plötzlich Hartmut an uns vorbeigesaust. Nach dem Halbmarathon vergangene Woche in Bremen, wollte er ja eigentlich „nicht ganz so schnell“ laufen heute ;-)

Läufer und Zuschauer

Nach einiger Zeit – wir hatten uns bereits alle die Augen am unaufhörlich dichten Läufer-Meer verrenkt – erblickten wir auch Klaus und Andreas IV.! Großes Hallo, freudige Begrüßung im Vorbeilaufen und weg waren sie.

Läufer-Wiedersehen an der Yorckstraße

Auch sie lagen sehr gut in der erwarteten Zeit, vor allem Klaus, der aus Zeitgründen in diesem Jahr so gut wie überhaupt keine langen Läufe gemacht hatte. Würde er dieses Tempo ohne „richtige“ Marathon-Vorbereitung bis zum Ende durchhalten können?

Sabrina Mockenhaupt beim Berlin-Marathon

Wir machten uns auf und fuhren weiter zum Potsdamer Platz, Kilometer 38. Für unsere Läufer waren wir natürlich viel zu früh dort, bekamen aber immerhin so noch als „Vorprogramm“ Sabrina Mockenhaupt auf dem Weg zu ihrer neuen Bestzeit (um 1 Sekunde verbessert) zu Gesicht.

Läufer am Potsdamer Platz

Bald wurde das Feld nach den vereinzelten Läufern zu Beginn immer dichter. Und auch die Zuschauer standen mit ihren Schirmen so dicht, dass man kaum etwas zu sehen bekam.

Zuschauer mit Schirmen

Leider waren viele Leute so unvernünftig – ahnungslos? rücksichtslos? – dass sie den Läufern immer näher rückten und die Strecke unnötig eng machten.

Zuschauer am Potsdamer Platz

Gespannt hielten wir nach unseren drei Läufern Ausschau. Und tatsächlich: Hartmut kam bald in einer fantastischen Zwischenzeit an uns vorbei, war eindeutig auf Bestzeit-Kurs.

Zuschauer feuern die Läufer an

Für Andreas IV. und Klaus habe ich dann noch einmal alles gegeben und meine kleinen Motivationsbanner („Ist doch kein Kindergeburtstag!“ ist ein bei uns Marienfelder Läufern legendärer Spruch von Hartmut) hochgehalten bis mir fast die Arme abgefallen sind.

Läufer am Potsdamer Platz

Andreas IV. haben wir wohl leider am Potsdamer Platz übersehen, aber Klaus tauchte irgendwann zwischen den Läufern aller Nationen auf (im Foto verdeckt hinter dem Mann mit der Mütze) und wurde unter lautem Jubel auf die verbleibenden 4 Kilometer geschickt.

Wir Marienfelder Zuschauer hatten somit unseren Teil beigetragen und konnten uns zufrieden und mit klammen Fingern auf den Weg nach Hause machen.

Gratulation an Hartmut für die neue Bestzeit!

Gratulation an Andreas IV. für den sehr locker und schnell gelaufenen ersten Marathon!

Gratulation an Klaus für das Kunststück, einen Marathon ohne Vorbereitung in einer unter diesen Bedingungen unglaublichen Zeit zu laufen!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Laufevents

3 Kommentare zu “Als Zuschauer beim Berlin-Marathon 2010”

  1. klaus sagt:

    Servus Andreas,
    vielen Dank für die prompte Lieferung Deines neuesten Artikels über den 37. Marathon in Berlin.
    Auch bei strömendem Regen kann man laufen, wenn die Motivation groß genug ist. Die Temperaturen für uns Zaungäste waren ja eher frostig, für die Läufer aber besser als an einem warmen Spätsommertag.
    Im nächsten Jahr laufen wir wieder mit!!!
    Gratulation an die drei Aktiven, die weder Mühen noch Wetter gescheut haben, diesen Lauf zu absolvieren. Hoffentlich ist Hartmut heute mal mit seiner Leistung zufrieden.

    Beste Grüße Monika

  2. dies ist der echte klaus sagt:

    Vielen Dank für die super Unterstützung: allein das Wissen, dass bei KM38 Freunde warten, mobilisiert nochmal die verbleibenden Kräfte! Die Bedingungen waren ok. Bis KM30 hatte ich zudem mit Andreas IV angenehme Begleitung, der – im Gegensatz zu mir – das letzte Viertel leichtfüßig davon schwebte. startblog-f live an der Piste: das ist Spitze!

  3. Andreas IV sagt:

    Hallochen,

    da muss ich unbedingt auch noch was schreiben.
    Erst einmal DANKE DANKE DANKE, dass Ihr trotz des miesen Wetters zur Strecke gekommen seit – ich fand das Wetter gar nicht sooooo schlimm :-).
    Dann noch einmal DANKE an Klaus und Ernesto, mit denen das Warten bei Regen und in kurzen Ärmeln echt kurzweilig war. Das gemeinsame Laufen mit Klaus war super und meine Aufregung legte sich so bei Kilometer 10. Aber Klaus – das süsse Zeug aus den kleinen Tüten kannst Du im nächsten Jahr behalten ;-).
    Tja, ich glaube ich bin schon ein bisschen „marathoninfiziert“. Naja, wie habe ich hier gelesen: „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“.
    In diesem Sinne – danke nochmal an Alle. Mein erster Marathon war echt ein Erlebnis!!
    Andreas IV

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