Buchstabenlauf – Die 1. Etappe

Veröffentlicht am 01.05.2008 | 4 Kommentare

Buchstabenlauf, Etappe 1
Heute vor 5 Jahren habe ich begonnen zu laufen, mit zwei Runden im Marienfelder Gutspark. Ein gutes Datum, um meinen Buchstabenlauf im Rahmen der XT Wings Challenge zu starten. Hartmut hatte angeboten, gemeinsam mit mir zu laufen und so fuhren wir dann um 10 Uhr bei strömendem Regen los zum Ausgangspunkt der 1. Etappe, dem Olympiastadion…

Anfahrt bei RegenKarte der 1. Etappe
Auf dem Olympischen Platz angekommen, habe ich erst einmal kurz die heutige Strecke auf meiner eigens angefertigten Karte erläutert, das Handy das GPS-Signal finden lassen und los ging es. Der Regen hatte inzwischen zwar etwas nachgelassen, war aber immer noch lästig. Die XT-Wings-Salomon-Schuhe sind eigentlich nicht für solche Straßenstrecken gemacht, liefen sich aber erstaunlich gut. Wie es sich für richtige Trailschuhe gehört, sind sie sehr robust und stabil und dadurch natürlich auch etwas schwerer als gewohnt. Aber nach kurzer Eingewöhnungszeit fiel mir das fast nicht mehr auf und ich fühlte mich recht wohl in den Schuhen (einen Halbmarathon würde ich trotzdem darin nicht laufen wollen ;-).

Hunde und Läufer an der WaldbühneRelief und Läufer
Unser erster Fotohalt war an der Waldbühne, wo uns gleich mehrere Wachhunde laut bellend empfingen. Zwei Fotos gemacht, noch schnell geprüft, ob der „Sports Tracker“ auf dem Handy noch aktiv ist und weiter ging es. Dadurch, dass man hin und wieder die Karte zücken musste oder mal wieder ein Foto gemacht hat, hatte die ganze Aktion mehr etwas von einem Orientierungslauf als von einem „normalen“ Dauerlauf.

SportgeländeVerwaister Pool am Rande des WegesDie geplante Route sollte uns eigentlich in einem mehr oder weniger eleganten „D“ um das Olympiastadion führen, aber nach 2,5 km erwartete uns eine Überraschung: die Straße war durch einen Zaun abgesperrt! Glücklicherweise war aber die Tür im Zaun nicht abgeschlossen und so konnten wir, nach kurzem Plausch mit einem Bekannten, den Hartmut getroffen hatte (man kann wirklich nirgendwo mit ihm auftauchen, ohne dass er jemanden kennt…) unseren Weg jenseits des Zauns fortsetzen. Die Friedrich-Friesen-Allee, auf der wir jetzt liefen, führt an Sportplätzen entlang und als wir nach rechts in den Gutsmuthsweg einbogen, kamen wir auch an dem Sportgelände vorbei, auf dem wir uns im letzten Jahr nach dem 25-km-Lauf erholt hatten.

Hertha BSC beim Training
Nun waren wir fast fertig mit unserem gelaufenen „D“, aber erneut versperrte uns ein Zaun den Weg. Und dieses Mal war die Tür verschlossen… Mist! Es half alles nichts, wir mussten von der geplanten Route abweichen – nix mit Schönschrift! – und nach einer Alternative suchen. Und wie wir so ein wenig orientierungslos durch die Gegend laufen, bemerken wir plötzlich, dass neben uns ja Hertha BSC trainiert. Trainer Favre schießt die Ecken und die Spieler bemühen sich mehr oder weniger erfolgreich den Ball im Tor unterzubringen. Ist jetzt nicht unser Problem, weiter geht es.

Olympischer PlatzIdyll unterhalb der Straße
Nach einem kleinen Umweg sind wir wieder auf dem Olympischen Platz angelangt und das „D“ ist – mit einem deutlichen „Zacken“ verunziert – größer als geplant, aber immerhin fertig geworden. Kurz meinen Rucksack, der doch etwas genervt hat, beim Auto abgeladen und die Verbindungsstrecke zum nächsten Buchstaben angetreten. Das sollte jetzt ein wunderbar deutliches „E“ werden.

Straßenschild MarathonalleeFotohalt an der Marathonallee
Da wir ja nicht wie in der Schule mit dem Füller, den Stift hochheben und an anderer Stelle wieder weiterschreiben konnten, bedeutete „E“ natürlich, dass man bis zum Ende des obersten Querbalkens läuft, dort wieder umdreht und bis zum mittleren Balken zurückläuft. Der wird auch wieder bis zum Ende gelaufen, dann wird gewendet und wieder zurück, um den untersten Balken in Angriff zu nehmen. Man sieht schon: Buchstabenlaufen ist nichts für Ungeduldige… Der mittlere Balken des „E“ war die Marathonallee und das gab ein prächtiges Foto: Hartmut, ein BMW und das Schild „Marathonallee“ – mehr kann man nicht in ein Bild packen ;-)

Torten für Läufer?U-Bahnhof Neu-Westend
An der obersten Spitze des „R“, unseres nächsten Buchstabens, hatte ein Café leckere Torten im Schaufenster. Aber das hat uns wirklich nur eine Sechzigstel für das Foto abgelenkt, wir hatten ja eine Mission zu erfüllen… Der Regen hatte inzwischen vollständig aufgehört, aber bewölkt und recht dunkel war es nach wie vor.

Skulptur an der Heerstraße
Kurz vor der Vollendung des „R“ kamen wir an die Heerstraße, an der wir eine Skulptur (ein Läufer?) umrundeten und wieder den Rückweg antraten. Jetzt hatten wir zwar das Buchstaben-Pensum für die erste Etappe geschafft, mussten aber natürlich wieder zum Auto zurück. Um nicht allzuviel Chaos auf der vom GPS aufgezeichneten Route zu haben, bewegten wir uns nun auf den bereits gelaufenen Straßen zurück zum Olympischen Platz.

Straßenschild Olympische StraßeOlympische Ringe an der Brücke
Ein netter Nebenaspekt dieser 1. Etappe war übrigens die Tatsache, dass wir in wenigen Tagen, am Sonntag, hier beim 25-km-Lauf von Berlin starten werden. Es war heute gewissermaßen ein „Anlaufen“.

Am Ziel vor dem Olympiastadion
Und weil in dieser Gegend alles „Olympia“ ist, fällt mir zum Abschluss noch der olympische Gedanke ein: „Dabei sein ist alles.“ Eine prima Überleitung, um Hartmut an dieser Stelle noch einmal für das „Dabei-sein“ zu danken. Ist doch schöner, zu zweit im Regen zu laufen…

» Fotos dieser 1. Etappe des Buchstabenlaufs in besserer Qualität auf flickr.com
» Berlinkarte mit den Standorten der Fotos auf flickr.com
» Luftbild mit dem Buchstabenlauf in höherer Auflösung (917k)

PS: In Kürze hänge ich an diesen Bericht auch noch den Link zu den GPS-Aufzeichnungen der Strecke an, das habe ich wegen kleiner technischer Schwierigkeiten in der Eile nicht mehr hinbekommen.

Kategorien

Buchstabenlauf, Lauferfahrungen, Laufevents

4 Kommentare zu “Buchstabenlauf – Die 1. Etappe”

  1. klaus & moni sagt:

    Wir sind schwer beeindruckt: dass nächste Mal sind wir dabei!

  2. CO2-Schleuder sagt:

    Ich kann mich der Meinung von Moni und Klaus nur anschliessen. Die Präsentation ist einfach genial. Da muss deine Firm aufpassen, dass du nicht abgeworben wirst. Gibt es eigentlich einen Preis für denjenigen der den Lösungssatz zuerst errät ? Ich glaube ich bin schon sehr nahe an der Lösung :-)

  3. webmaster@startblog-f.de sagt:

    Ich freue mich schon drauf, die nächste Etappe (voraussichtlich am 10.05.08) mit euch zu laufen.

    Einen Preis für das frühzeitige Erraten gibt es übrigens nicht, ich freue mich aber, wennn möglichst viele mitraten…

  4. Gerd sagt:

    Hi Andreas, nun ist dein erster Lauf auf der Challenge auch im Netz. Sehr ausführlich und sehr informativ!
    Ich hoffe Du bist mit dem Equipment genauso zufrieden wie ich. Leider hat der GPS Empfang in dichten Waldgebieten ein wenig Probleme. Aber sonst macht es schon richtig Spaß mit dem Nokia. Und die Qualität der Bilder ist Klasse!

    Gruß Nach Berlin vom „virtuellen“ Lauf nach Berlin ;-)
    Gerd
    http://www.diro-online.com/wordpress

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