Laufbloggercamp 2019 Burgscheidungen – neues Schloss und neue Strecken

Veröffentlicht am 26.09.2019 | 10 Kommentare

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Drei Läufe, eine Kanu-Tour und eine Menge Spaß – das Laufbloggercamp war auch 2019 wieder ein voller Erfolg! Nachdem wir uns die letzten zwei Jahre in Schloss Balgstädt getroffen hatten, übernachteten wir dieses Mal in der Fahrradpension Mavi in Burgscheidungen – nur wenige Kilometer von  Balgstädt entfernt und direkt neben Schloss Burgscheidungen

Freitag, 20.09. – Ein erster Lauf in der neuen Gegend

Am Freitag trafen im Laufe des späten Nachmittags fast alle ein. Leider hatten zwei Läufer kurzfristig absagen müssen. Heimo stieß etwas später dazu, und so liefen Daniel, Eddy, Martin, Thomas und ich erst einmal zu einer kurzen Runde los, um die Gegend etwas zu erkunden.

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Nach 8 Kilometern und vielen angeregten Unterhaltungen (Welche Events bist du dieses Jahr schon gelaufen? Welche hast du noch geplant?) waren wir wieder zurück und konnten auch schon bald darauf Heimo begrüßen.

Nach einem Essen in der Pizzeria in Laucha ließen wir den Abend in der Pension ausklingen – bei Bier, Haferkeksen und Weingummis im größten unserer Zimmer, einer Mischung aus Präsidentensuite und Yellow Submarine mit Blaulicht.

Samstag, 21.09. – Lauf nach dem Frühstück

Da die Kanu-Tour am Samstag erst um 11:30 Uhr starten sollte, nutzten wir die Zeit davor noch für einen kleinen Lauf nach dem Frühstück. Unser erstes Ziel war das Schloss Burgscheidungen, das nur wenige hundert Meter entfernt „auf dem Berg“ stand.

Im Gegensatz zu Schloss Balgstädt, ist Schloss Burgscheidungen ein „richtiges“ Schloss, mit Säulen, Statuen und allem Drum und Dran.

Wir genossen den Ausblick über die Landschaft…

… machten ein kleines Gruppenfoto…

… und hatten Spaß auf dem Single-Trail…

… der uns an zahlreichen Statuen vorbei…

… durch den Schlossgarten führte.

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Unten angekommen gab es noch ein Gruppenfoto („Martin, warum hast du eigentlich kein blaues Shirt an?“), bevor wir unsere weitere Strecke über den Umweg durch eine Kleingartenanlage suchen mussten.

Zwischen Feldern und Wiesen…

… liefen wir gutgelaunt weiter.

Während wir anderen fünf entspannt vor uns hinliefen, absolvierte Martin „GoPro-Intervalle“: Er lief mit seiner Kamera voraus, baute sie auf dem Boden auf, kam zurück und reihte sich mit rasanter Drehung wieder mit ein, kurz bevor wir die Kamera „überliefen“. Damit das funktionierte, musste er sich ganz schön beeilen…

Daniel erzählte uns nebenbei Geschichten vom Zementwerk, an dem wir vorbeiliefen.

Bald passierten wir wieder das Ortsschild…

… und kamen nach einem Extra-Schlenk wieder bei der Fahrradpension an.

Laufstrecke 2

Kanutour von Karsdorf nach Laucha

Viel Zeit hatten wir nicht mehr: kurz duschen und schon ging es los zur Kanutour.

Wir starteten dieses Mal in Karsdorf, ein paar Kilometer nördlicher als in den vergangenen Jahren.

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Was gleich auffiel: In den 3er-Kanus ließ es sich viel besser paddeln als im letzten Jahr, wo wir uns jeweils zu zweit auf der Unstrut durchkämpfen mussten.

Sehr entspannt glitten wir durch die schöne Flusslandschaft…

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… bis auf ein paar kleine Kollisionen mit dem „GoPro-Kanu“, in dem sich die geballte Laufblogger-Medienkompetenz zusammengefunden hatte.

Wir teilten uns das Flüsschen nur mit ein paar vereinzelten Enten und Wasservögeln, sonst herrschte absolute Stille.

Als nach einiger Zeit der Durst aufkam, sprach Daniel mit Charme und Dialekt einen Mann auf seiner Datsche am Ufer an – und siehe da: der  verschwand kurz in seiner Laube und kam mit sechs Flaschen „Apoldaer“ zurück! Wenn das nicht nett war!

Da wir uns mit dem sachsen-anhaltinischen Pfandsystem nicht so auskannten, haben wir die Flaschen gleich entleert an Ort und Stelle zurückgegeben.

Gestärkt ging es dann weiter…

… bis wir an einer Schleuse etwas warten mussten. Mit Trichterschleusen kennen wir uns inzwischen bestens aus, so dass wir die Schleuse auch wieder unfallfrei verließen.

Wir passierten einige Anleger, und Daniel erzählte uns die Geschichte von der „Fröhlichen Dörte“, einem Ausflugsdampfer, der hier mal auf der Unstrut eingesetzt war.

So langsam kam wieder Durst und somit auch Fragen nach unserem nächsten Haltepunkt auf. Wie jedes Jahr wollten wir auch dieses Mal ausgiebig bei „Boy’s Gutsausschank“ pausieren.

Nur dass dieser „Höhepunkt“ (im wahrsten Sinne) der Kanutour dieses Mal kurz vor Schluss und nicht am Anfang lag.

Es war herrlich auf der Terrasse bei Sonnenschein, Weißwein…

… und Fettbemmen.

Mit dem Wetter hatten wir es für Ende September optimal erwischt.

Für das letzte kleine Stück bis zum Ziel lohnte sich eigentlich das Besteigen der Kanus gar nicht mehr, aber schwimmen wollte auch keiner.

Noch einmal locker um die Kurve gepaddelt…

… und schon bald waren wir wieder an der Alten Zuckerfabrik in Laucha (korrekte Aussprache: „Laura“), dem Anleger unseres Kanu-Verleihs.

Lauf durch die Weinberge

Puh, da hatten wir nun schon 7 Lauf-Kilometer, 12 Paddel-Kilometer, Alkohol und Fettbemmen hinter uns – und waren ja noch zum Laufen verabredet! Also ankommen in der Pension, Laufklamotten an, GPS-Satelliten gesucht und ab ging es wieder in die Landschaft…

Zugegeben – und da spreche ich wohl für alle – so ganz leicht lief es sich nicht. Eddy, der alte Hase, hatte das schon vorhergesehen und war lieber in der Pension geblieben, um das Grillgut zu bewachen.

Thomas hatte wieder die geplante Strecke auf der Uhr, die uns irgendwann erneut bei „Boy’s“ vorbeibringen sollte.

Bei Daniel meldete sich schon bald die Leiste…

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… so dass er irgendwann nach Hause abbog. Heimo begleitete ihn netterweise.

Nun waren wir nur noch zu dritt…

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… und liefen leise vor uns hinhechelnd die Steigung hinauf. Und hinauf. Und hinauf. „BiMa-Bergziege“ Martin voraus und Thomas und ich immer hinterher. Es wollte kein Ende nehmen!

Schließlich hatte die ungefähr zwei Kilometer lange Steigung (siehe das beeindruckende Höhenprofil am Ende des Berichts) ein Ende und wir genossen die Aussicht.

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Geschafft!

Nun ging es wenigstens eben weiter…

… vorbei an etlichen Schafen – 142, 143, 144, gähn…

… bis zum Flughafen Laucha…

… auf dem Segelflugzeuge und Gleitschirmflieger starten.

Nach einem letzten Blick auf die Unstrut, die sich unten durch die Landschaft schlängelte…

… ging es wieder bergab. Und wie! Wenn ich der Höhengrafik glauben darf, dann haben wir auf einem Kilometer fast 120 Höhenmeter überwunden. Kann das sein?

Auf jeden Fall bewegten sich meine Beine in rasender Geschwindigkeit unter mir, während wir auf das Tal zurasten.

Unten angekommen sahen wir auch schon die Ausschilderung für „Boy’s“, und es kam die spannende Frage auf: „Sind wir eigentlich auf der richtigen Seite der Unstrut oder ist hier irgendwo eine Brücke?“ Thomas lief in unerschütterlichem Glauben an seine Laufuhr voraus…

… bis dann irgendwann Martin mit flottem Tempo wieder die Führung übernahm…

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… und wir beiden anderen versuchten, den Anschluss nicht zu verlieren.

Irgendwann musste „Boy’s“ kommen, und dann würde es eine kleine Pause geben.

Richtig! Da waren wir nun genau an der Stelle, an der wir es uns noch vor wenigen Stunden bei Wein und Bemmen hatten gut gehen lassen.

Ein paar schnelle Fotos und schon waren wir wieder auf der Strecke…

… ich immer als Schlusslicht hinterher. Manchmal sah es so aus, als könnten die beiden jeden Augenblick vor mir in der Sonne verschwinden.

Nach 12 Kilometern mit so einigen Höhenmetern kamen wir wieder bei den anderen in der Pension an und spürten zu diesem Zeitpunkt schon unsere strapazierte Muskulatur vom extremen Bergablaufen. Was beim letzten Camp Martins Flossing war, war dieses Jahr Thomas’ Theragun, mit der er nun seinen Oberschenkel bearbeitete. Sachen gibt’s!

Die Antwort auf alles lautet nicht 42 sondern 1981

Wenig später fanden sich alle zum Grillabend ein. Daniels Frau Simone hatte nicht nur Baguette und Mozarella sondern auch Steaks und Thüringer Bratwürste besorgt. Daniel wiederum grillte mit Leidenschaft, und so wurde es ein sehr leckerer, gemütlicher Abend. Die im Hintergrund laufende Radio-Musik reizte Martin zu einem Ratespiel, dessen Antwort auf alles „1981“ lautete.

Sonntag, 22.09. – Abschied mit Gruppenfoto

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit zahlreichen Anekdoten zum Thema „Kuriose Tank-Erlebnisse“ fanden sich alle draußen zum traditionellen Abschluss-Gruppenfoto ein. Laufblogger sind ein merkwürdiges Volk und so verwunderte es kein bisschen, dass die drei GoPronauten dabei erwischt wurden, wie sie ihre aufgestellten Geräte fotografierten, während diese sie filmten!

So wurde noch ein letztes Mal gefilmt, fotografiert, gepost und gelacht, bevor sich alle verabschiedeten und wieder über das Land verteilten.

War wieder schön mit euch – bis zum nächsten Jahr!

Die Berichte der anderen Laufblogger:
„Bloggercamp 2019“ von Thomas
„Veteranentreffen“ von Heimo
„Laufbloggercamp 2019“ von Martin
„Das Lauf-Blogger-Camp 2019“ von Eddy

Ein großes Dankeschön an Daniel und Simone für die Organisation dieses tollen Wochenendes, möge immer ein blaues Licht über euch scheinen ;-) Und danke auch an die Fahrradpension Mavi, die wir zufälligerweise fast ganz für uns alleine haben durften.

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen, Lauftypen

10 Kommentare zu “Laufbloggercamp 2019 Burgscheidungen – neues Schloss und neue Strecken”

  1. Thomas sagt:

    Hi Andreas, sehr schöner Bericht! Gut, dass ich den Rechner noch nicht ausgemacht hatte. :) Freue mich wirklich schon auf das nächste Mal.

    Herzliche Grüße

    Thomas

  2. Daniel sagt:

    Dankeschön für die Blumen Andreas,

    ich habe es wieder gern gemacht.

    Dein Bericht gibt in Bild und Wort ein rundum schönes Wochenende wieder.
    Wir sehen uns spätesetens nächstes Jahr wieder

  3. Martin sagt:

    Sher schöner Bericht mit vielen Details, die ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte (Laura?!).

    Bzgl. meiner Packliste gelobe ich Besserung. Ich fordere ab sofort nur noch blaue Shirts zum Testen an.

  4. Andreas sagt:

    @Thomas,
    Mann, du bist ja im Web genauso schnell wie beim Laufen ;-) Ich habe beim späten Online-Stellen ganz vergessen, auf eure Berichte zu verlinken. Hole ich in Kürze nach, versprochen!

    @Daniel
    Mal sehen vielleicht klappt es ja mit dem Wiedersehen schon früher, wenn ich mal wieder in Bremen bin.

    @Martin
    Heute blau, morgen blau und übermorgen wieder – mal sehen, was nächstes Jahr die Farbe der Saison wird ;-)

  5. Eddy sagt:

    …hach, war das wieder toll – jetzt, wo ich diese wunderbaren Bilder sehe, bin ich in Gedanken wieder im Camp: Danke dafür!

    Du kannst Dich also beim Laufen angeregt unterhalten? Ich hab dabei meine Luft zum Atmen und Überleben gebraucht. Warum? Das ist ja unschwer zu erkennen. Boah, ich muss echt mal wieder runter vom BMI32…

    Freue mich schon auf unser nächstes Treffen: bis dahin!

  6. Andreas sagt:

    Ach, Eddy, du konntest doch wunderbar mithalten – und für einen lustigen Spruch hat die Luft auch immer gereicht ;-) Ich sag Bescheid, wenn ich mal in Bremen bin, und dann reserviere bitte ein wenig Atemluft für einen gemeinsamen Lauf!

  7. -timekiller- sagt:

    Hallo Andreas,

    Boh, wenn ich das Höhenprofil vom letzten Lauf sehe, bin ich recht froh, dass ich bei 3km den Rückzug angetreten habe. Da hättet Ihr keine Freude mit mit gehabt.

    Toller Foto-Bericht, da hast Du nix ausgelassen.

    Grüße -timekiller-

  8. Eddy sagt:

    Ich freue mich, wenn Du Dich meldest, und halte bis dahin schon mal die Luft an! :-)

    Jetzt ist auch mein Beitrag fertig, und da ich keine Wiederholungen mag, hab ich auf Eure Beiträge verwiesen und mich auf eine Zusammenfassung per Video beschränkt: schau gern mal rein…

  9. Andreas sagt:

    Von wegen beschränkt, Eddy, da hast du ja gewohnt humorig noch mal einen draufgesetzt ;-) Wer beim nächsten Mal nicht dabei ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen…

  10. Andreas sagt:

    Ach, Heimo, du bist doch im Gegensatz zu mir Höhenmeter gewohnt, das hätte schon geklappt. Dann wären wir eben zu zweit den Weinberg hinauf hinterhergedackelt…

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