Freiburg-Halbmarathon am 08.04.2018

Veröffentlicht am 15.04.2018 | 5 Kommentare

startblog-f-Läufer vor dem Start am Messegelände

Vergangenen Sonntag waren Monika, Klaus, Andreas V. und ich in Freiburg beim Halbmarathon am Start. Andreas V. hatte uns diesen Halbmarathon schon seit langem ans Herz gelegt, und nun war es endlich soweit und wir vier standen gut gelaunt im Starterfeld…

Vor dem Start des Freiburg-Halbmarathon

Für Monika und Andreas V. war es der erste Halbmarathon nach jeweils langer – wir sprechen hier von Jahren – Verletzungspause. Klaus wollte bei den beiden bleiben, und so stand ich dann alleine etwas weiter vorne und wartete auf den Startschuss. Fast hätte ich vergessen, die Laufuhr zu starten, aber mit dem Ende des von allen laut gezählten Countdowns war dann glücklicherweise auch der GPS-Empfang rechtzeitig da.

Läufer auf dem ersten Kilometer

Zuerst war es so voll, dass wir bereits nach wenigen Metern zum Stehen kamen, aber dann konnte ich im dichten Pulk langsam loslaufen.

Asiatische Trommler

Der Freiburg-Marathon bietet auf 21 Kilometern (die die Marathonläufer zwei Mal absolvieren) 36 Bands, die für laute Unterstützung von außen sorgen. Zuerst sahen wir beeindruckende asiatische Trommler.

Kinder am Streckenrand

Was mir auffiel: Es standen auch ungewöhnlich viele kleine Kinder mit ihren jungen Eltern am Streckenrand.

Gitarrist

Zuerst ging es mit einigen Schnörkeln und Schleifen durch ein Neubaugebiet.

Straße mit Schienen

Es war ziemlich warm (am Start etwa 17-18 Grad, später dann deutlich über 20 Grad), aber ich wollte vor dem Hamburg-Marathon ja ohnehin keine Bäume ausreißen. Super wäre eine Zielzeit von knapp unter 1:50h, aber alles zwischen 1:50h und 1:55h sollte mir auch recht sein, zumal das Streckenprofil einige Höhenmeter aufwies (laut Veranstalter etwa 60).

Frau mit Schild Lauf Schatzi

Das „Lauf, Schatzi, lauf!“ auf dem Schild war nicht für mich gedacht, aber die Motivation war ohnehin da: Es lief sich trotz der immer wieder kleinen Anstiege wunderbar aufgrund der tollen Stimmung an der Strecke.

Zuschauer im Garten

Manche Zuschauer machten es sich richtig gemütlich am Streckenrand.

Läufer zwischen blühenden Bäumen

Durch das warme Wetter der letzten Tage war in Freiburg der Frühling ausgebrochen und die Bäume blühten in weiß und rosa.

Es geht bergauf

Das Höhenprofil der Halbmarathonstrecke sieht übrigens aus wie ein kleiner Berg: Auf der ersten Hälfte geht es in unterschiedlichen Steigungen bergauf bis man etwa bei Kilometer 11,5 den Gipfel erreicht hat, um dann die Restdistanz fast nur noch bergab zu laufen.

Läufer beim Freiburg-Halbmarathon

Insofern war ich mit meinem Tempo von ca. 5:20 min/km auf den Steigungen der ersten Hälfte durchaus zufrieden.

Kinder halten ihre Hände zum Abklatschen hin

Trotz Wärme und Streckenprofil hatte ich Spaß und klatschte viele der erwartungsvoll hingehaltenen Kinderhände ab.

Frühlingsstimmung an der Laufstrecke

Wir liefen nun auf die Innenstadt zu…

Halbmarathon-Zuschauer auf einer Brücke

… wo die Strecke unter einer Brücke mit Zuschauern führte…

Noch eine Brücke mit Zuschauern

… und noch eine Brücke…

Zuschauer auf Brücke am Schwabenturm

… und schließlich noch die Brücke beim Schwabenturm.

startblog-f-Läufer

Hier warteten Doro und Manuela auf mich und die anderen drei, und ich winkte und fotografierte fröhlich.

Gruppe der startblog-f-Läufer

Kurz darauf kamen auch Monika, Klaus und Andreas V. an unserer „Supporter-Stelle“ vorbei.

Der führende Läufer des Marathons

Mir kam inzwischen aus der Gegenrichtung der erste Marathonläufer entgegen.

Band und Zuschauer

Zuschauer und Musiker waren überall gut drauf.

Musiker am Gasthaus

An einem Gasthaus mit davor postierten Musikern vorbei…

Vor Kilometer 10 an der Dreisam

… kamen wir bald darauf an die Dreisam, die idyllisch neben uns herplätscherte.

Lautsprecherboxen mit Reggae-Puppe

Der höchste Punkt der Strecke war erreicht und zu dröhnenden Reggae-Rhythmen nahmen alle Läuferinnen und Läufer um mich herum – und ich selbstverständlich auch – Fahrt auf.

Streeckenposten mit Sonnenschirm

Die Streckenposten schützten sich vor der Sonne…

Band am Streckenrand des Freiburg-Marathons

… und ich passierte jetzt eine Band…

Reggae-Band

… nach der anderen. Die tolle Atmosphäre erwähnte ich bereits, oder?

Läuferfeld auf der zweiten Hälfte

Mein Tempo lag inzwischen bei 5:00 bis 5:10 min/km…

Läufer auf dem Radweg

… und ich freute mich über solch einen schönen Lauftag und darüber, dass ich trotz Wärme flott lief, ohne wegen irgendwelcher Bestzeit-Ambitionen an die Grenzen gehen zu müssen.

Läufer vor schöner Häuserkulisse

Es sollte ein guter Vorbereitungs-Wettkampf für den Hamburg-Marathon in drei Wochen werden und alles schien bestens zu klappen.

Musiker auf Bühne am Streckenrand

Nach dem Lauf stellte ich übrigens die These auf, dass die Stimmung hier in Freiburg sogar fast noch besser als in Berlin sei, …

Kneipenbesucher gucken zu

… aber das wollten Monika und Klaus nicht so stehen lassen. Naja, auf jeden Fall haben mir das Flair der Stadt…

Läufer in der Innenstadt von Freiburg

… und die Atmosphäre am Streckenrand sehr gut gefallen!

Erneut beim Schwabentor

Nun näherten wir uns dem Schwabentor von Süden…

startblog-f-Zuschauer

… und ich sah Doro sofort in der Menge.

startblog-f-Läufer beim Freiburg-Halbmarathon

Ein fröhliches Händeabklatschen und schon ging es mit frisch aufgetankter Motivation weiter.

startblog-f-Läufer werden klatschend empfangen

Diesen Stimmungsschub holten sich auch Monika, Klaus und Andreas V. wenig später hier ab.

Abklatschen zwischen Läufer und Zuschauer

Obwohl – die drei waren ohnehin ebenso wie ich durchgängig gut gelaunt!

Trinkbecher auf der Strecke

Nach dem nächsten Getränkestand fiel mir auf, dass ich mein Gel gar nicht genommen hatten. Egal, dann brauchte ich es jetzt auch nicht mehr.

Läufer in engen Gassen

Durch die engen Straßen der Altstadt ging es weiter.

Kopfsteinpflaster mit Wasserrinne

Hier flossen die berühmten Freiburger Bächle. Das Kopfsteinpflaster, von dem vorher stöhnend Laufblogger früherer Läufe berichtet hatten, empfand ich als nicht so schlimm. Klar, schnelle Läufer mögen so etwas nicht, und es zwingt zu erhöhter Konzentration, aber, hey, wir sind ja nicht in Monza auf der Rennstrecke!

Halbmarathon-Teilnehmer in der Innenstadt

So genoss ich lieber alles um mich herum…

Bandmusiker machen Stimmung

… und freute mich über die Musiker, die gerade etwas von Elvis spielten…

Läufer beim Freiburg-Marathon

… und achtete ansonsten gerade genug auf meine Füße, um nicht in die Straßenbahnschienen zu geraten…

Läufer in der historischen Altstadt

… oder auf einem schrägen Kopfstein umzuknicken.

Und wieder zurück beim Schwabenturm

Vor uns wurde nun das Martinstor immer größer.

Klassische Band Exil 46

Hier spielte die sehr interessante Formation „Exil 46“ mit E-Geige, E-Cello, Percussionisten und Schlagzeuger. Spannend!

An der Bibliothek

Über den Platz der Alten Synagoge liefen wir auf die Universitätsbibliothek zu.

Wasserstrahlen auf die Läufer

Den Wasserstrahl von der Seite sah ich zu spät und lief mit zuvor gezückter Kamera einfach hindurch.

Zuschauer auf Balkon

Die Leute standen und saßen nicht nur an der Strecke, sondern auch auf Balkons…

Laufen über die Brücke

… und auf den Bögen der Wiwilíbrücke.

Wunderbares Wetter

Wir hatten nun 17 Kilometer hinter uns und fast bedauerte ich es, dass der Halbmarathon bald vorbei sein würde.

Zuschauer auf Stühlen am Streckenrand

Durch etwas engere Straßen…

Eine weitere Band macht Musik für die Läufer

… liefen wir mit Musikbegleitung dem nicht mehr so fernen Ziel entgegen.

Halbmarathon-Läufer in schattiger Straße

Eine alte Frau sah sich den Zug der Läuferinnen und Läufer auf ihrem Rollator sitzend an.

Ein wunderschöner Platz

Noch einmal schöne Frühlingsimpressionen an einem Platz…

Zuschauerin mit Kochtopf-Deckeln

… und eine vereinzelte Zuschauerin, die Topfdeckel aneinander schlug.

Auf den letzten Kilometern des Halbmarathons

Man merkte richtig, wie das Läuferfeld angesichts des nahen Ziels an Schwung gewann, obwohl es hier noch einmal leicht bergauf ging.

Läufer auf dem letzten Kilometer

Auch ich erhöhte noch einmal das Tempo und zog an einigen Mitläufern vorbei.

Die letzte Brücke zum Messegelände

Über die Kaiserstuhlbrücke

Ein Zielbogen vor dem Ziel

… liefen wir auf den Zielbereich zu. Da, ein Zielbogen… nein, der war es noch nicht, hier ging es nur um die Kurve.

Die letzten Meter zum Ziel des Freiburg-Halbmarathons

Noch einmal gemeinsam mit den Mitläufern einen Zahn zulegen…

Läufer mit Shirt: Ziel erreicht

… und schon war ich im Ziel! Mit der Zeit von 1:50:37 war ich sehr zufrieden, hatte ich doch nicht nur die erste Frühlingswärme, diverse Steigungen und Kopfsteinpflaster gut überstanden, sondern auf der Strecke auch noch nebenbei fast 200 Fotos gemacht ;-)

Gruppenbild mit Finisher-Medaillen

Etwas später kamen Monika, Klaus und Andreas V. ins Ziel, und nach einer kurzen Schockphase – dazu gleich mehr – war die Stimmung an diesem sonnigen Lauftag wieder gut.

Maultaschen als Belohnung

Zur Belohnung gab es für alle Läuferinnen und Läufer im Messebereich dann Maultaschen mit Kartoffelsalat, lecker!

Ein toller Halbmarathon – ein trauriges Ende

Als ich Monika, Klaus und Andreas V. direkt nach dem Zieleinlauf empfing, standen die drei noch unter dem Eindruck des kurz zuvor Erlebten. Wenige hundert Meter vor dem Ziel hatten sie nämlich Platz für einen Rettungswagen machen müssen und gesehen, wie ein Läufer reanimiert wurde! Wie wir später aus der Presse erfuhren, war er erst 23 Jahre alt und wurde sofort von zwei hinter ihm laufenden Ärzten versorgt. Leider hat ihn auch dieser glückliche Zufall nicht retten können: Er starb zwei Tage später in der Klinik…

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F-Klasse-Laufen, Laufevents

5 Kommentare zu “Freiburg-Halbmarathon am 08.04.2018”

  1. Marek sagt:

    Mensch Andreas, ich muss zugeben, lange nicht mehr vorbeigeschaut bei dir. Asche auf mein Haupt! Zunächst Glückwunsch zum guten Halben, wie kann man denn soviel fotografieren? Wahnsinn!

    Traurig, dass es einen tödlichen Vorfall gab. Ich hoffe, ihr konntet trotzdem euren Erfolg etwas genießen, auch wenn es natürlich sehr schwer fällt, wenn man sowas erfährt.

    Dir wünsche ich alles Gute für den HH Marathon. Das wird gut. Punkt.

  2. Andreas V. sagt:

    Sehr schöner Lauf, sehr schöne Stadt,gerne wieder

    ;-))

  3. Andreas sagt:

    @Marek
    Das mit dem Fotografieren klappt natürlich nur, wenn man zu Abstrichen bei der Zeit bereit ist. Dich kann ich mir bei deinem Tempo nicht mit dem Fotoapparat in der Hand vorstellen ;-)

    @Andreas V.
    Genau! Sag’ ich doch ;-)

  4. claudi sagt:

    Ich finde es grandios, dass Du immer so viele tolle Bilder für den Blog machst, irgendwie ist man bei Deinen Geschichten noch mehr dabei, als wenn es nur Lesestoff ist. Bilder sagen einfach mehr, als 1000 Worte. :-) Herzlichen Glückwunsch zum Finish!
    Viele Grüße,
    Claudi

    http://claudigivesitatri.de

  5. Andreas sagt:

    @Claudi
    Dieses Mal waren es aber wirklich seeeehr viele Fotos ;-) Das finde ich für einen Artikel schon fast zuviel, aber es waren eben auch so viele schöne Eindrücke. Auf jeden Fall freue ich mich, wenn ich meine Blogleser durch die Fotos auf so ein Event „mitnehmen“ kann!

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