25. Regensburg-Halbmarathon am 08.05.2016

Veröffentlicht am 10.05.2016 | 9 Kommentare

Vor dem Start des Regensburg-Marathon 2016

Am vergangenen Wochenende bin ich beim Regensburg-Halbmarathon gestartet. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die ich trotz – oder gerade wegen – leichter muskulärer Beschwerden im Vorfeld sehr genossen habe…

Die erste Band an der Laufstrecke

Zu meinen Adduktorenproblemen waren durch ein paar Sightseeing-Wanderungen in den Vortagen noch „stramme Waden“ hinzugekommen, so dass ich mit gedämpften Erwartungen aber großer Vorfreude loslief, als der Startschuss fiel.

Das Läuferfeld auf den ersten Kilometern

Irgendetwas zwischen 1:50 h und 2 Stunden schien mir unter diesen Umständen realistisch. Ich beschloss, ruhig anzugehen und, wenn möglich, auf der zweiten Hälfte noch ein wenig draufzulegen.

Zuschauer am Theater Regensburg

Nach drei Kilometern erreichte ich das Theater Regensburg, wo mein „Support“ mich lächelnd empfing.

Laufshirts im Bayern-Look

Immer wieder musste ich mein Tempo kurzzeitig drosseln, da es im dichten Läuferfeld kein Durchkommen gab. Blieb immerhin Zeit, die zünftigen „Bayern“-Laufshirts zu bewundern, die ich schon auf der Messe gesehen hatte.

Zuschauer mit Banner Andi Go!

Massen an Zuschauern gab es selbst in der Innenstadt nicht, aber die, die da waren, hatten gute Laune und machten Stimmung.

Eine Band spielt Jump von Van Halen mit dem Akkordeon

Ebenso wie die vielen Bands, von denen mir diese hier besonders gut gefiel. Während ich vorbeilief, spielten sie gerade „Jump“ von Van Halen mit virtuosem Akkordeon für den flirrenden Keyboard-Part!

Läuferfeld am Regensburger Dom

Ein bisschen Sightseeing gab es natürlich auch, so passierten wir ungefähr bei Kilometer 4 den Regensburger Dom.

Ministrant und Läufer

Während die Läufer die Kathedrale umkurvten, spielte ein Ministrant davor gelangweilt mit dem Smartphone.

Halbmarathon-Läufer an der Donau

Kurz darauf waren wir an der Donau angelangt. Leider sahen wir sie viel zu kurz, dann ging es schon wieder durch die Straßen.

Moderator am Streckenrand

Vom Moderator am Streckenrand bekam ich persönlich aufmunternde Worte, nachdem ich mit gezückter Kamera auf ihn zugelaufen war.

Freundliche Helfer reichen Wasser

Die Temperaturen waren eigentlich gar nicht so nach meinem Geschmack. Sie näherten sich langsam den 20 Grad, was nach den kalten Läufen der letzten Wochen für mich einfach zu schnell zu warm war. Da ich aber an diesem Tag nichts „reißen“ wollte, nahm ich auch das mit einem Lächeln und genoss weiter die Stimmung.

Frenetische Anfeuerung

Sowohl die Helfer als auch die Zuschauer waren mit vollem Elan bei der Sache.

Läufer im Tunnel

Inzwischen mussten wir ungefähr bei Kilometer 8 sein und durchliefen eine kleine Unterführung.

Läufer im Business Park Regensburg

Nun ging es durch einen Gewerbepark…

Entspannter Helfer

… und anschließend vorbei an einem absolut tiefenentspannten Helfer…

Läufer auf Pendelstrecke

… auf eine Pendelstrecke.

Wendepunkt der Pendelstrecke

Glücklicherweise war der Wendepunkt bald erreicht.

Eingang zum Continental Prüfkurs

Aber man ließ uns trotzdem noch nicht auf den Rückweg. Zuerst bogen wir noch von der Pendelstrecke nach rechts ab, um eine Runde auf dem Prüfkurs der Firma Continental zu laufen.

Läufer auf dem Continental Prüfkurs in Regensburg

Das zog sich dann auch tatsächlich etwas wie Gummi…

Zuschauer am Streckenrand

… bis wir – vorbei an nicht ganz typischen Zuschauern – endlich einmal herum waren.

Der Systemprüfkurs ist geschafft

Noch einmal Getränke fassen und den Kopf mit Wasser kühlen und dann wieder raus…

Trommelgruppe beim Regensburg Marathon

Kräftige Trommelklänge leiteten dann unseren Rückweg ein. Die erste Hälfte hatte ich nach ruhigem Start und dann leichter Steigerung mit einem Schnitt von ca. 5:20 min/km abgeschlossen, mal sehen, ob trotz der steigenden Temperaturen und mit Rücksicht auf die Adduktoren (die Waden hatten sich bisher dezent zurückgehalten) noch etwas mehr drin war.

Entgegenkommende Läufer auf der Pendelstrecke

Auf dem folgenden Pendelabschnitt fiel mir bei einem entgegenkommenden Paar auf, dass es von „SPAIN“ zu „PAIN“ nicht weit ist. Sie sahen aber noch verhältnismäßig gut aus ;-)

Einsame Läuferin am Ende des Feldes

Etwa bei Kilometer 14 sahen wir auf der Gegenfahrbahn den Besenwagen und die letzten Läufer, die jetzt etwa bei Kilometer 7 waren.

Lange Straße auf dem Weg zum Ziel

Da beim Regensburg-Marathon alle gleichzeitig starten – Marathon-, Dreiviertel-Marathon- und Halbmarathon-Läufer – war es nicht so einfach, die Läufer um einen herum einzuschätzen.

Bayerische Musik am Streckenrand

Unter all den vielen Musikgruppen an der Strecke gab es wenigstens eine traditionell bayerische. Warum die aber so gar nicht zünftig ausgerechnet zwischen modernen Gewerbebauten (und nicht in der historischen Altstadt) standen, war mir nicht klar.

Läufer des Regensburg Halbmarathon 2016

Mal wieder eine scheinbar endlos lange Gerade, aber ich ließ mich nicht entmutigen und behielt mein Tempo bei, was sich inzwischen etwas über 5er-Schnitt eingepegelt hatte.

Zuschauerinnen feuern die Läufer an

Wir näherten uns nun wieder Abschnitten mit „leichten Zuschaueraufkommen“. Der Einsatz stimmte auf jeden Fall, und es machte allen sichtbar Spaß.

Läufer kurz vor dem Ostentor

Auch zu sehen gab es ab jetzt wieder mehr: Nach dem Ostentor

Ausflugsschiff auf der Donau

… erreichten wir noch einmal die Donau…

Halbmarathon-Läufer in der Altstadt von Regensburg

… bevor es in die Altstadt ging, wo uns der spätere Sieger des Marathons entgegen kam.

Ein kleines Stück bergauf in der Regensburger Altstadt

Durch enge Gassen…

Marathon-Zuschauer in der altstadt

… über malerische Plätze…

Junge Band macht Musik für die Marathon-Läufer

… unterstützt von toller Musik…

Trinkbecher auf der Straße

… liefen wir dem Ziel entgegen.

Kurz vor dem Zieleinlauf der Halbmarathon-Läufer

Dann kam die letzte Abzweigung, und während die Marathon-Läufer geradeaus auf ihre zweite Runde starteten, bog ich nach rechts auf die Zielgerade ein. Beim Hantieren mit der Kamera muss ich wohl auf die Linse gepatscht haben – nicht, dass jemand beim Anblick der letzten Fotos denkt, ich hätte beim Zieleinlauf Weichzeichner-geträumt.

Zieleinlauf der Halbmarathon-Läufer

Den rasanten Schlussspurt, den jetzt viele „junge Wilde“ ansetzten, sparte ich mir. Ich war sehr zufrieden mit meinem Lauf, und da ich ohnehin weit weg von früheren Bestzeiten war, war es mir völlig wurscht (ja, wir sind in Bayern), ob ich 10 Sekunden schneller oder langsamer ins Ziel komme.

Im Zielbereich des Regensburg-Marathons 2016

1:51:20 ist dann meine Zielzeit. In der langen Reihe meiner Halbmarathons eine meiner langsamsten Zeiten, aber was soll’s, ich bin genau nach Plan gelaufen und habe vermieden, dass meine Wehwehchen der letzten Zeit durch einen Wettkampf schlimmer wurden! Und ein negativer Split wie geplant ist auch dabei heraus gekommen: 5:21 min/km in der ersten und 5:10 min/km in der zweiten Hälfte.

Verpflegung für die Teilnehmer des Regensburg-Marathons / Halbmarathons

Ich ließ es mir im Zielbereich gut gehen und genoss die tolle Stimmung, die klasse Musik („I gotta feeling“) und das sonnige Wetter  – denn nach einem Lauf ist Sonne prima ;-)

Startnummer und Medaille des Regensburg-Halbmarathons 2016

Ein rundum gelungener Lauf bei einem schönen Laufevent. Falls ihr also mal in der Gegend seid, dann kann ich den Regensburg-Halbmarathon wirklich empfehlen. Für einen kompletten Marathon – mit zweimaligem Absolvieren der gleichen Strecke – würde meine Begeisterung allerdings wohl nicht reichen.

Pace-Grafik Regensburg-Halbmarathon 2016

Mit der Pace-Grafik bin ich sehr zufrieden: Abgesehen von ein paar Ausreißern (die allerdings meist Getränke- oder Staubedingt waren) habe ich das Tempo im Verlauf des Halbmarathons gesteigert. Und obwohl ich keinen Schlussspurt machen wollte, bin ich beim Anblick des Ziels wohl doch etwas schneller geworden ;-)

Strecke des Regensburg-Marathons

PS: Ein Wunder, dass ich überhaupt vom Fleck gekommen bin, denn wie ich im Nachhinein festgestellt habe, habe ich auf den 21,1 Kilometern ungefähr 110 Fotos gemacht!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen, Laufevents

9 Kommentare zu “25. Regensburg-Halbmarathon am 08.05.2016”

  1. Martin sagt:

    Sehr schöne Bilder. Einen HM könnte ich mir da durchaus vorstellen, einen Marathon allerdings aus den gleichen Gründen, die du genannt hast, nicht. Zwei Runden auf ein und der selben Strecken gehen aus mentalen Gründen gar nicht.

  2. Andreas sagt:

    @Martin
    Erstaunlicherweise macht mir das „Zwei-Runden-Konzept“ bei einem Halbmarathon nicht so viel aus, da ist die Gesamtdistanz überschaubarer, aber ein Marathon ist da schon eine andere Nummer, das geht bei mir ebenfalls mental nicht.

  3. Din sagt:

    Das sieht nach einer wirklich schönen Strecke aus, die mir auch gefallen könnte. Herzlichen Glückwunsch aber erst einmal zu deiner gut geplanten Zeit und der Split lässt sich doch wirklich sehen! Super gemacht.

    Deine Eindrücke sind echt wunderbar. Das Pärchen (Spain, Pain)! Ich gackere noch immer vor mich hin. Super gesehen.

  4. Andreas sagt:

    @Din
    Danke, Nadin! Wenn man nicht am Limit läuft, lässt sich natürlich auch ein negativer Split wesentlich besser einplanen ;-) Und man kommt lächelnd ins Ziel ;-)

  5. Marek sagt:

    Du wirst ja immer mehr zum Genußläufer :-)! Schönes Ding, Regensburg, na irgendwann mal, warum nicht! 110 Fotos für 21km in 01:50 – das ist ja quasi Foto-Ultra.

  6. Andreas sagt:

    @Marek
    Da ist was dran mit dem Genussläufer, war aber auch ein bisschen vorsichtsbedingt. Im Moment hat das „Wieder-richtig-ins-Training-kommen“ für die lange Etappe der Mauerwegstaffel absoluten Vorrang, da sind die Wettkämpfe eher flotte Trainingsergänzung.

  7. Andreas IV sagt:

    Toller Lauf und super Bedingungen!
    Freue mich schon auf die 25 mit Dir am kommenden Wochenende ;-)

  8. Andreas sagt:

    @Andreas IV
    Freue mich auch schon, aber du wirst wohl mindestens 15 Minuten eher im Ziel sein ;-)

  9. Andreas IV sagt:

    Erst einmal ganz gemütlich morgen früh 05:50 :-) => zusammen!!

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