Langer Lauf zum Berlin-Marathon 2014

Veröffentlicht am 29.09.2014 | 4 Kommentare

Startblog-F-Läufer begrüßt Startblog-F-Läufer

In der Vorbereitung auf unseren Frankfurt-Marathon in vier Wochen, sind Andreas V. und ich gestern aus dem Berliner Süden in einem weiten Bogen 34 Kilometer gelaufen, um Klaus beim Berlin-Marathon 2014 anzufeuern und ein paar Impressionen einzufangen…

Läufer am Teltowkanal in Rudow

Zuerst liefen wir wie schon oft Richtung Rudow, dann weiter zum Teltowkanal, an dem wir über 4 km immer geradeaus liefen.

Teltowkanal

Das Wetter war prima, wenn auch mit knapp 8 Grad etwas kühl am Morgen.

Läuferschatten

In der Sonne lief es sich aber sehr angenehm. Was wohl auch der Grund dafür war, dass wir etwas schneller als geplant unterwegs waren.

Läufer auf Brücke

Zwischendurch warfen wir immer mal wieder einen Blick auf die Berlin-Marathon-App, um nachzusehen, wie „unsere“ Läuferinnen und Läufer sich auf der Strecke machten. Was wir sahen, konnten wir erst nicht ganz fassen: Klaus war auf den ersten 10 Kilometern fast exakt im 5er-Schnitt gestartet. Ganz schön ambitioniert! Ob das gut ging?

Wir laufen unter den Bäumen der Puschkinallee

Unsere Halbmarathonmarke erreichten wir auf der Neuen Krugallee nach etwa 2:02h. Da war Klaus auf der Marathonstrecke schon mit 1:46h über den „Halben“ gerauscht. Bei uns rauschten immerhin die Platanen an der Puschkinallee ;-)

Treptower Park – Eingang zum sowjetischen Ehrenmal

Vorbei ging es am Eingang zum Sowjetischen Ehrenmal…

Treptowers Bürogebäude

… und am Ende der Puschkinallee in Richtung „Treptowers“ an die Spree.

Mund-Eingang

Hier kamen wir an einigen Strandbars vorbei…

Eingang zu einer Bar

… und auch – wie ich später erfahren habe – am „Salon zur wilden Renate“.

Kneipe Irrenhaus

Nachdem wir auch das „Irrenhaus“ hinter uns gelassen hatten…

Startblog-F-läufer an der East Side Gallery

… kamen wir zur East Side Gallery.

East Side Gallery Bruderkuss

Im Vorbeilaufen konnte ich gerade noch sehen, wie eine kleine Japanerin küssend vor dem „Bruderkuss“ für ein Foto posierte.

Musiker an der East Side Gallery

Während wir uns auf dem Fußweg immer wieder durch kleine Touristengruppen durchschlängeln mussten, spielte ein einsamer Musiker den Soundtrack zu unserem 28. Kilometer. Ist ja nicht so, dass wir keine Bands an der Strecke gehabt hätten ;-)

East Side Gallery: Jim Avignon

Auch beim von Jim Avignon neu übermalten Motiv, das ja für einigen Ärger in der Stadt gesorgt hatte, kamen wir vorbei.

East Side Gallery: Löwenbild mit Fernsehturm im Hintergrund

Beim „Yaam“ brüllte der Löwe und im Hintergrund ragte der Fernsehturm auf – wir näherten uns unserem Ziel.

Energieforum

Das passte ja wieder, dass wir jetzt, wo so langsam unsere Kräfte nachließen, am Energieforum vorbei kamen.

Der letzte Läufer des Berlin-Marathon wird vom Besenwagen verfolgt

Nun wurde es spannend, denn wir mussten die offizielle Marathonstrecke kreuzen. Aber hier, an der Michaelkirchstraße bei Marathon-Kilometer 13, war nichts mehr los. Wir kamen genau zum richtigen Zeitpunkt an, um dem letzten Marathonläufer, gefolgt vom „Besenwagen“ (der sich beschönigend „VIP-Bus“ nannte), hinterher zu sehen.

Freie breite Straße – ein Gefühl wie selber Marathon laufen

Ich wollte gerne auf den verbleibenden Kilometern noch zur dezenten Endbeschleunigung ansetzen, aber Andreas V. hatte genug und wir trennten uns für die letzten Kilometer bis zum Potsdamer Platz.

Berlin-Marathon-Läufer bei Kilometer 40

An der Leipziger Straße Ecke Jerusalemer Straße stieß ich wieder auf die Marathonstrecke – für Kilometerpunkt 40 sahen die Läuferinnen und Läufer noch sehr gut aus.

Touristen am Checkpoint Charlie

Ich lief weiter und war inzwischen kurz vor dem Potsdamer Platz, machte aber spontan noch eine Extraschleife, um auf die 34 geplanten Kilometer zu kommen.

Weg im Tilla-Durieux-Park nahe Potsdamer Platz

Aber auch nach diesem Bogen war ich wieder „zu früh“ am Potsdamer Platz: Die Uhr zeigte gerade mal eine 33… Also noch eine weitere Extraschleife, den Tilla-Durieux-Park auf und ab.

Ballonverkäufer am Leipziger Platz mit Blick auf die Mall of Berlin

Endlich hatte ich es geschafft und lief auf den Leipziger Platz, wo schon eine Menge los war. Meinen letzten Kilometer hatte ich wieder etwas Tempo herausgenommen, da mich die Lust verlassen hatte. Immerhin standen nun 34,5 km auf der Uhr, das musste nun wirklich reichen – sonst hätte ich ja gleich auf der offiziellen Strecke mitlaufen können!

Marathon-Läufer nach dem Rennen auf U-Bahn-Treppe

Um die Straße zu überqueren und zu den anderen zu kommen, musste ich die U-Bahn-Treppen runter und wieder hoch, wobei ich einem schnellen Marathon-Läufer begegnete, der offensichtlich schon lange fertig war.

Marathon-Läufer am Potsdamer Platz

Am vereinbarten Treffpunkt sah ich schon Andreas V. stehen, der gerade noch Hartmut vorbeilaufen gesehen hatte. Gemeinsam sahen wir die Marathonis vorbeilaufen, von Erschöpfung bis Euphorie war alles dabei.

Marathon-Läufer am Potsdamer Platz

Monika stieß kurz darauf zu uns. Wir beobachteten das Läuferfeld und überlegten, wann Klaus wohl kommen würde.

Marathon-Läufer-Beine

Die Stimmung bei Zuschauern und Marathon-Läufern war bestens, und die Temperaturen mit ca. 19 Grad im Schatten sehr angenehm – in der Sonne vielleicht für die Läufer schon leicht zu warm.

Potsdamer Platz beim Berlin-Marathon 2014

Da standen wir nun bei Kilometer 38,7 am Leipziger Platz mit Blick auf den Potsdamer Platz und starrten den Läufern in Erwartung von Klaus entgegen.

Marathon-Läufer am Leipziger Platz

Ich war eigentlich froh, jetzt keinen Marathon laufen zu müssen, die über 34 km hatten mir vollkommen gereicht.

Berlin-Marathon 2014: Läufer bei Kilometer 38,5

Inzwischen war auch Manuela mit den Kindern bei uns angekommen. Alle da, nur wo blieb Klaus?

Startblog-F-Läufer bei Kilometer 38,5

Da war er! Und wurde überschwänglich vom startblog-f-Support-Team empfangen! Er war völlig cool, freute sich, uns zu sehen…

Marathon-Läufer am Leipziger Platz

… und war nach ein paar kurzen hin- und hergeworfenen Worten auch schon wieder los. Noch weniger als dreieinhalb Kilometer bis zum Ziel!

Startblog-F-Support-Team

Startblog-f-Läufer nach dem langen Lauf zum Berlin-Marathon 2014

Marathon-Läufer Klaus war nun durch, Andreas V. und ich hatten unseren 34-km-Trainingslauf erfolgreich absolviert, und es trat Entspannung ein. Ein wenig verweilten wir noch auf dem Platz, genossen die Atmosphäre und warteten auf die Nachricht der Marathon-App, dass Klaus im Ziel angekommen war. Dann war es soweit: Mit 3:40:03h hatte er mit deutlich verbesserter Bestzeit gefinisht! Er hatte seinen Turbo-Start zwar mit einem „positiven Split“ von etwa 8 Minuten bezahlt, aber was soll’s, es war trotzdem ein perfekter Lauf für ihn gewesen. Und er war nicht der einzige schnelle Läufer an diesem Tag, denn mit 2:02:57 lief der Kenianer Dennis Kimetto einen neuen Weltrekord, und sogar der Zweite (Emmanuel Mutai) unterbot mit 2:03:13 noch den bisherigen Weltrekord von Wilson Kipsang um 10 Sekunden.

 

Karte mit Strecke des langen Laufs zum Berlin-Marathon 2014: Von Marienfelde über Rudow und Treptow bis zum Potsdamer Platz

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen, Laufevents

4 Kommentare zu “Langer Lauf zum Berlin-Marathon 2014”

  1. klaus sagt:

    ich danke dem Triple-A-Team, dem erweiterten Support-Team, den inexistenten Trainings-Listen-Managern und den wunderbaren Bedingungen am Berliner Marathon Tag (perfekte Organisation, kühles Wetter, nahezu Windstill, heiße Sambabands, gut gelaunte Mitläufer und euphorische Zuschauer)

  2. Andreas sagt:

    @Klaus
    Und vom Triple-A-Team noch einmal Gratulation zur Bestzeit! Die heißen Sambabands hätten wir auch gern gesehen ;-)

  3. Andreas IV sagt:

    Absoluter Respekt und Gratulation für die tolle Leistung von Klaus.
    Tja – „Andreasse“ – jetzt seit Ihr dran :-).
    Ich will ja keinen Druck für Frankfurt aufbauen , aber eine gewisse Erwartungshaltung habe ich jetzt schon ;-)

    Viel Erfolg!!

  4. Andreas sagt:

    @Andreas IV.
    Danke, die Erwartungshaltung nimmt auch bei uns nun gegen Ende der Marathonvorbereitung zu! Warten wir’s mal ab, ich bin ja nicht so gut im Erfüllen hoher Marathon-Erwartungen ;-)

Kommentare sind geschlossen.