Laufverletzung oder nicht – Wenn es ständig unrund läuft

Veröffentlicht am 25.05.2013 | 8 Kommentare

Die Läufer-Muskulatur ist empfindlich

Wahrscheinlich kennt jeder Läufer solche Phasen: Man ist nicht „richtig“ verletzt, aber kurz davor. Irgendwie zwickt es an der einen Stelle, das könnte etwas Ernsthaftes werden – aber es hindert einen natürlich nicht am Laufen. In Ordnung ist es aber auch nicht, und so läuft man unrund und unzufrieden, immer in der Hoffnung, dass dieses Ziehen bald vorbei sein möge, und in der Angst, dass es stärker werden und eine Laufpause erzwingen könnte.

Genau so geht es mir seit Wochen, wenn nicht gar seit Monaten. Ich kann laufen, habe in diesem Zustand lange Läufe, Tempoläufe, Intervalle und auch den Big25 gut überstanden, aber irgendetwas ist mit meiner Unterbauchmuskulatur und den Muskeln am Beinansatz nicht in Ordnung. Es wird nicht schlimmer, aber verschwinden tut es auch nicht.

Das nervt…

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F-Klasse-Laufen, Laufverletzungen

8 Kommentare zu “Laufverletzung oder nicht – Wenn es ständig unrund läuft”

  1. ultraistgut sagt:

    Ach ja, das kenne ich – und habe es über ein Jahr durchgemacht – muskuläre Dysbalance, das könnte bei dir vielleicht auch zutreffen, dazu Piriformis-Probleme, aber ich habe es jetzt im Griff. Besuch beim richtigen Arzt und/oder Physiotherapeuten könnte helfen – mir hat es Gutes gebracht.

    Das nervt ……. ja, das nervt !

  2. Marianne sagt:

    Genau, so geht es uns allen immer wieder! In umfangreichen Trainingsphasen zwickt und zwackt es ständig irgendwo, und häufig meldet sich immer wieder die selbe Schwachstelle.
    Gut, wenn man dann selber etwas tun kann und nicht nur abwartend bangen muss, ob daraus eine Verletzung werde.
    Häufig sind solche Schmerzen muskulär bedingt. Dysbalancen und Überbeanspruchung führen leicht zu so genannten Triggerpunkten (Kontraktions-(Krampf)-Knoten in der Muskulatur). Mit regelmässiger Selbstmassage kommt man schon sehr weit in der Bekämpfung solcher Störefriede.
    Ich kann dir das „Arbeitsbuch Triggerpunk-Therapie“ von Clair & Amber Davies sehr empfehlen. Anhand von Schmerzzonen-Karten kannst du die verantwortlichen Triggerpunkte identifizieren und wirst in deren Selbstbehandlung angeleitet. Das ist nicht schwierig – ein langsames, tiefes Ausmassieren mit Daumendruck oder mit Hilfe eines Tennisballs ist das ganze Geheimnis.
    Ich wünsche dir viel Erfolg und bald wieder schmerzfreien Laufgenuss!
    Viele Grüsse aus der Schweiz

  3. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Margitta
    Ja, muskuläre Dysbalance hört sich treffend an. Mit Arzt habe ich es ja nicht so – zumindest, solange ich noch laufen kann. Das ist vielleicht nicht immer vernünftig, aber ich hoffe auf die Selbstheilungskräfte.

    @Marianne
    Vielen Dank für den Buchtipp, ich werde auf jeden Fall mal reingucken, um zu sehen, ob das für mich in Frage kommt. Solche „kleinen“ Probleme sind ja wesentlich häufiger, als „richtige“ Verletzungen.
    Schöne Grüße in die Schweiz!

  4. "Der Blaue" (Ingo) sagt:

    Seit dem HH-Marathon habe ich Schmerzen in der Kniekehle beim Dehnen und gehen; war nur dreimal Laufen, der Arzt konnte nichts feststellen (ohne
    Kernspin bzw. MRT). Hoffentlich bin ich zum Deich- und Salzwiesenlauf wieder fit, aber angesichts der Trainingspause könnte es knapp werden. Mit Ausmassieren werde ich es mal probieren, da ich damit bei Achillessehnenbeschwerden schon gute Erfahrung gemacht habe. Es nervt wirklich! Wenigstens geht Radfahren.

  5. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Ingo (Der Blaue)
    Da wünsche ich dir auf jeden Fall gute Besserung! Wusstest du, dass der Deich- und Salzwiesenlauf in diesem Jahr keinen HM beinhaltet? 10 km schaffst du vielleicht auch so…

  6. "Der Blaue" (Ingo) sagt:

    Das ist aber eine Überraschung! Ich bin immer von HM ausgegangen. Mal sehen, ob es für 10 reicht? Der Holstenköstenlauf am 07.06. ist jedenfalls für mich gestrichen.

  7. Marek sagt:

    Hey Andreas,

    kann ich absolut nachvollziehen. Mir geht es dieses Jahr ähnlich. Erst konnte ich im April 4 Wochen nicht laufen (Piriformis, vermute ich jedenfalls) und jetzt seit Sonntag schmerzt die rechte Ferse. Dieses Jahr ist echt der Wurm drin. An die Marathonvorbereitung mag ich noch nicht denken. Kann mir momentan nur schwer vorstellen, das zu stemmen. Und ich geh auch erst zum Arzt, wenn es keine andere Chance gibt :-) Gute Besserung, das wird schon wieder!

  8. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Marek
    Na, da wünsche ich dir ja auch Gute Besserung! Aber das ist genau das, was ich meine: Wenn es eine „echte“ Verletzung wäre, würde man wohl schon zum Arzt gehen, aber manchmal ist es nur einfach „nicht in Ordnung“. Da hilft dann ein Arzt auch oft nur wenig, da man ja die Rahmenfakten kennt:
    1. Es wird sich irgendwann wieder legen
    2. Man muss entweder aussetzen oder nur vorsichtig weiter machen
    3. Man sollte unterstützende Maßnahmen (dehnen, Gymnastik, richtig warm machen, etc.) ergreifen

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