Intervalltraining im Morgengrauen

Veröffentlicht am 31.08.2012 | 8 Kommentare

Morgengrauen mit rötlichem Himmel

Das war eine harte Nummer! Auf dem Plan für Mittwoch stand „Intervalltraining, 4 x 3.000 m in 4:57 min/km“. Mit Ein- und Auslaufen sowie Trabpausen würde sich das Ganze auf etwa 19 Kilometer summieren. Und Klaus und ich wollten ja um kurz nach 7 Uhr wieder zurück sein…

Uhr zeigt 4:47 UhrBlaues Kinesio-Tape gegen Achillessehnenbeschwerden

Das heißt, wir mussten noch früher als sonst aufstehen! Als um 4:45 Uhr Wecker dann tatsächlich mein Wecker klingelte, dachte ich spontan, dass man schon ein wenig verrückt sein muss, um solch eine Aktion durchzuziehen. Wenig später stand ich dann aber mit halb geschlossenen Augen im Bad, machte mich fertig und begutachtete das Kinesio-Tape, das mir meine Frau gestern Abend sorgfältig und liebevoll angebracht hatte. Seit Montag hatte nämlich meine Achillessehne wieder etwas gezickt. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für solch einen langen Intervall-Lauf.

Dorfkirche Marienfelde im Scheinwerferlicht

Als ich dann um 5:20 Uhr lostrabte, war es ringsherum noch dunkel. Nur die Dorfkirche leuchtete durch das noch schlafende Marienfelde.

Straße vor dunklem Himmel

Ich war etwas zu früh am Treffpunkt, aber Klaus kam kurz darauf, zufälligerweise ebenso wie ich im orangen Laufshirt. Als wir gemeinsam losliefen, war es noch so dunkel, dass wir das Licht an den Laufuhren anmachen mussten, um unser Tempo zu kontrollieren. Bald hatten wir die Stadt hinter uns gelassen und liefen durch die Landschaft.

Sonnenaufgang mit Nebel auf den Feldern

Wir liefen und liefen, die 3.000er zogen sich zum Teil ziemlich lang hin. Nach einem Intervall gab es immer eine Trabpause von einem Kilometer, bevor es auf die nächsten schnellen 3 Kilometer ging. Wir waren immer leicht schneller als die auf dem Plan stehenden 4:57 min/km, irgendwo zwischen 4:45 und 4:55, wer kann schon auf die Sekunde genau laufen?

Immerhin wurden wir mit einem schönen Sonnenaufgang und dem Anblick geheimnisvoll nebliger Felder belohnt. Nachdem wir die alte B101 bis zur Brücke gelaufen waren, ging es über eine sanft und stetig ansteigende Straße bis nach Friedrikenhof, von dort aus über Birkholz nach Mahlow und über den Mauerweg zurück.

Grafik Intervalltraining 4 x 3000 m, zzgl. ein- und auslaufen und Trabpausen

Zufrieden klatschten wir uns nach dem letzten 3.000er ab. Hat ja gar nicht weh getan ;-) Nun haben wir den letzten Intervall-Lauf unserer Marathonvorbereitung geschafft. Knapp 1:40 h für 19 km inklusive 7 langsamer Kilometer für das Ein- und Auslaufen sowie die Trabpausen: Das wäre umgerechnet immerhin ein lockerer Halbmarathon in unter 1:50 h vor dem Frühstück…

Mal sehen, wie am nächsten Sonntag der gemeinsame Halbmarathon in Tegel wird.

PS: Das Kinesio-Tape war genial – trotz Belastung keine Achillesehne zu spüren!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen, Lauftraining

8 Kommentare zu “Intervalltraining im Morgengrauen”

  1. ultraistgut sagt:

    Tapfer, tapfer, so früh auf zustehen, aber irgendwie ist es doch schön, ich mag das sehr, auch wenn es schwerfällt, sich aus den Federn zu schälen.

    Das Tape sieht ja gerade künstlerisch aus – aber wenn es hilft !!

  2. Supermario72 sagt:

    Ist Deine Frau vom Fach? Sieht sehr professionell aus, wie das Tape angebracht ist!

    Ja – diese positive Beklopptheit gehört ab einem gewissen Leistungsniveau wohl einfach dazu. Wer die nicht hat, wird es nie über die „Runde um den Block“ hinaus bringen.

    Alles Gute für die restliche Vorbereitungszeit!

    Grüße aus Köln!
    Mario

  3. Rolf sagt:

    Hallo,

    die Morgenstunden haben schon ihren besonderen Reiz! Auch wenn man sich quälen muss ;-)
    Aber Intervalltraining würd ich um die Zeit nicht hinbekommen, bin dann eher locker unterwegs, Respekt !

    Grüße aus Karlsruhe
    Rolf

  4. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Margitta
    Das Tape hat tatsächlich geholfen, ich bin da ja immer skeptisch bei solchen Sachen, aber da kann ich nur sagen: perfekt, jederzeit wieder!

    @Mario
    Nee, meine Frau ist nicht vom Fach, war ein Erstlingswerk ;-) Ist aber mit einem „Pre-cut“-Tape und der Anleitung auch nicht ganz so schwer, wie es aussieht. „Positive Beklopptheit“ trifft solche Laufeinheiten ziemlich genau…

    @Rolf
    Das frühmorgendliche schnelle Laufen ist wirklich nicht jedermanns Sache, aber bei Klaus und mir klappt es eigentlich ganz gut. Für den Reiz des Morgens (den ich sonst bei langsamen Läufen auch genieße) ist man beim Intervalltraining allerdings eher weniger empfänglich ;-)

  5. majaschwarz.wordpress.com sagt:

    Uih, sehr cool! Ein spannender Laufblog ;) Wird sofort notiert, auch wenn ich vom Marathontraining noch weeeeit entfernt bin ;)

  6. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Maja
    Na, was nicht ist kann ja noch werden… Und ehe du dich versiehst, bist du schon im Marathontraining drin ;-) Nee, im Ernst, es muss ja nicht jeder Marathon laufen, aber wenn man ein Ziel (egal welches) hat, dann macht es einfach mehr Spaß!

  7. majaschwarz.wordpress.com sagt:

    Stimmt. Aber just das ist ja das Spannende am Laufen: Auch bei Wettbewerben läuft man nicht gegen andere, sondern vielmehr gegen das sich selbst gesteckte Ziel (egal, ob Marathon oder andere Distanzen.) So hat das zumindest Murakami gesagt, und ich finde, da hat er recht ;)

  8. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Maja
    Und wie recht er da hat!

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