Wer bei Tempohärte an die Qualität von Papiertaschentüchern denkt…

Veröffentlicht am 24.04.2008 | Kommentare deaktiviert für Wer bei Tempohärte an die Qualität von Papiertaschentüchern denkt…

Tempohärte?… hat im Wettkampf oft nichts zu lachen! Vielleicht kennt ihr das ja: Irgendwann auf den letzten Kilometern eines Halbmarathons gibt es die Stimme die sagt: „Du kannst nicht mehr so schnell weiter rennen. Die Beine werden schwächer. Nimm jetzt lieber etwas Tempo raus.“ In solch einem Fall fehlt es meist an der Tempohärte – der Fähigkeit, ein geplantes Tempo im Wettkampf über die volle Distanz „durchzuziehen“…

Und wie trainiert man die Tempohärte?

Tempohärte trainiert man, indem man zum Beispiel an einem von vier Lauftagen der Woche schneller als sonst läuft. Von den meisten Experten werden Laufeinheiten empfohlen, die – eingerahmt von jeweils 10 Minuten ein- und auslaufen – schnelle Abschnitte im Halbmarathon-Tempo mit anschließender Trabpause umfassen.

Ein Beispiel für die sogenannten „ambitionierten“ Läufer:

  • 10 Minuten einlaufen
  • 2 x 10 Minuten im Halbmarathon-Tempo mit jeweils 3 Minuten Trabpause im Anschluss
  • 10 Minuten auslaufen

Oder, noch etwas anspruchsvoller:

  • 10 Minuten einlaufen
  • 3 x 9 Minuten im Halbmarathon-Tempo mit jeweils 4 Minuten Trabpause im Anschluss
  • 10 Minuten auslaufen

Schneller wird man durch solche Einheiten auf jeden Fall. Ich kann euch natürlich nicht garantieren, dass es euch im Wettkampf zu neuen Bestzeiten verhilft. Aber wenn es nicht klappt, könnt ihr in eurer Enttäuschung ja immer noch zu einem – nicht zu harten – Papiertaschentuch greifen…

Anmerkung zum Schluss:
Mit dem Begriff Tempohärte werden meist die körperlichen Voraussetzungen bezeichnet. Natürlich spielt in der letzten Phase eines Wettkampfs auch die mentale Stärke eine große Rolle. Aber das ist wieder ein anderes Thema…

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Lauftraining