Allein allein

Veröffentlicht am 22.03.2020 | 4 Kommentare

Morgensonne über dem Berliner Mauerweg

Aufgrund der letzten Coronavirus-Entwicklungen verzichten wir derzeit schweren Herzens auf gemeinsame Läufe. Ich war daher heute alleine unterwegs und hatte mir – bei sonnigem, aber kaltem Frühlingswetter – die 25-km-Diedersdorf-Runde vorgenommen…

Rastplatz mit Müll

Beim Rastplatz, wo wir schon letzte Woche (und Andreas V. auch noch einmal danach) die wild verstreuten Reste eines Saufgelages aufgeräumt hatten, lagen schon wieder einige Alkohol-Flaschen in der Landschaft. Nachdem ich sie schnell zusammengeräumt hatte, lief ich weiter.

Weg durch das Wäldchen

Mir fiel im Nachhinein auf, dass ich zwar beim Einsammeln der Flaschen und Becher meine Handschuhe angehabt hatte, dass das in Corona-Zeiten aber Konsequenzen hat.

Weg zur Mülldeponie

Wenn man Flaschen anfasst, die irgendwelche ignoranten „Super Spreader“ leergetrunken haben, ist es ratsam, sich danach nicht ins Gesicht zu fassen. Nicht so einfach, wenn man noch zwei Stunden Lauf vor sich hat.

Weiß blühender Strauch am Pfad neben dem Feld

Bei Temperaturen um die null Grad war es auch keine Option, die Handschuhe auszuziehen. Na ja, würde schon irgendwie gehen. Auf jeden Fall erstmal den Lauf genießen!

Frisch saniertes Backstein-Gebäude in Diedersdorf

Als ich nach Diedersdorf hineinlief, sah ich zu meiner großen Freude, dass das schöne alte Backstein-Gebäude, das in den letzten Jahren leer gestanden hatte und immer baufälliger geworden war, gerade saniert wird.

Eingang Schloss Diedersdorf

Auf Schloss Diedersdorf angekommen, klatschte ich einmal kurz am Torpfosten an (alte Marienfelder Läufer-Tradition) und drehte dann wieder um.

Weg von Diedersdorf nach Großbeeren

Weiter ging es entlang der Straße nach Großbeeren.

Erinnerungskreuz an der Straße

Hier entdeckte ich ein Gedenkkreuz an ein Unfallopfer am Straßenrand.

Sonniger Weg

Die Sonne schien herrlich und es lief sich locker und leicht.

Schattenwurf eines Eingangstors

In Großbeeren gab es ein paar Kleinigkeiten im Vorbeilaufen zu entdecken, wie der schöne Schattenwurf dieses Eingangstors…

Kirche Großbeeren mit Schaufensterpuppe davor

…die merkwürdige Schaufensterpuppe vor der Schinkel-Kirche…

Yuccapalme und blühende Forsythie

… und die überraschende Kombination von Yucca-Palme und blühender Forsythie.

Weiß blühende Sträucher auf dem Weg nach Heinersdorf

Eine absurde Situation, die sicherlich nicht nur mir sondern fast allen Menschen derzeit zu schaffen macht: Auf der einen Seite die Corona-Krise mit der Maßnahme möglichst zuhause zu bleiben, und auf der anderen Seite die gerade wunderbar aufblühende Natur.

Plakat „Jetzt Urlaub buchen“

Ein Plakat mit der Aufforderung, jetzt den Urlaub zu buchen wirkt derzeit auch eher surreal.

Blick über das Feld auf die Marienfelder Stadtrandsiedlung

So langsam näherte ich mich wieder meinem zuhause. In der Ferne konnte ich schon die Silhouette der Marienfelder Stadtrandsiedlung ausmachen.

Osterglocken

Auf den letzten Metern dann noch einmal die geballten Frühlingsimpressionen…

Rosa blühender Strauch vor blauem Himmel

… bevor ich dann zufrieden den Lauf abschloss.

Gelb blühender Strauch vor blauem Himmel

Gerne hätte ich die schöne Strecke und das tolle Laufwetter gemeinsam mit Monika, Klaus, Andreas V. und Eyyüp genossen, aber das muss vorerst angesichts der Lage warten. Bin gespannt, welche Strecken die anderen heute gelaufen sind…

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

4 Kommentare zu “Allein allein”

  1. klaus sagt:

    Lilienthalrunde mit ausgeschlafener Monika

  2. Andreas sagt:

    Ah, auch eine gute Strecke! Bestimmt schön mit den wahrscheinlich blühenden Obstbäumen.

  3. Eddy sagt:

    Whow, was für tolle Bilder von Deinem langen Lauf: Danke fürs Mitnehmen!

    Ich bin froh, dass wir unseren Sport trotz der Krise weiterhin ausüben können und hoffe, dass es nicht erforderlich wird, dies zu beschränken.

    Liebe Grüße – und bleib gesund!

  4. Andreas sagt:

    Hallo Eddy,
    ich freue mich sehr, von dir zu hören! Sport an der frischen Luft ist in diesen Tagen enorm wichtig, auch für das Nervenkostüm. Insofern bin ich froh, dass auch du dranbleibst und nach wie vor läufst.

    Schöne Grüße nach Bremen – und bleib ebenfalls gesund!

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