Moon Run auf Usedom am 26.08.2018

Veröffentlicht am 30.08.2018 | 4 Kommentare

Gruppenfoto der Teilnehmer des Moon Run 2018

© Gründling, Galerie Usedomfotos

Neben den großen Laufevents mit tausenden von Teilnehmern, kommerzieller Laufmesse und professioneller Zeitnahme gibt es noch eine Läufer-Parallelwelt: die Läufe, bei denen sich einfach Gleichgesinnte treffen, um gemeinsam ohne Zeitmessung eine schöne Strecke zu laufen – und dabei noch Gutes zu tun. Genau so ein Lauf ist der Moon Run auf Usedom

Plakat für den Moon Run 2018 in Ahlbeck auf Usedom

So spontan habe ich noch nie an einem Laufevent teilgenommen: Beim Urlaubsspaziergang entdeckten Doro und ich morgens an einem Strandkiosk ein Plakat, das für einen „Moon Run“ warb. Ach, das ist ja heute! fiel uns auf. Da könnten wir beide doch eigentlich…?

Läufer vor dem Start

Doro war sehr lange nicht mehr gelaufen, ließ sich aber von mir zur 5-km-Strecke (von Ahlbeck nach Heringsdorf und zurück) überreden, während ich die 10-km-Distanz laufen wollte (von Ahlbeck über Heringsdorf nach Bansin und zurück).

Interview beim Spendenlauf

Veranstaltet wird dieser abendliche Lauf von den Laufmützen Usedom, die bereits zahlreiche Läufe auf der Insel organisiert haben. Was ich aber sehr bemerkens- und bewundernswert finde, ist, dass statt eines festgelegten Startgeldes um eine Spende gebeten wird. Die Laufmützen sammeln nämlich bereits seit Jahren für den ambulanten Kinderhospizdienst „Leuchtturm“ e.V.. Ein wirklich tolles Engagement, für das vor der Veranstaltung noch einmal sympathisch geworben wurde.

Aufstellung für das Gruppenfoto beim Moon Run an der Seebrücke Ahlbeck

Bevor es losging, wurden alle Läuferinnen und Läufer noch an den Strand und auf die Seebrücke gebeten für das traditionelle Gruppenfoto (s.o.).

Läufer vor dem Start des Moon Run 2018

Kurz darauf standen Doro und ich bereits im Startbereich und warteten mit allen anderen darauf, dass es losging.

Start des Moon Run 2018 an der Seebrücke Ahlbeck

© Gründling, Galerie Usedomfotos

Ein kurzer, von allen gerufener Countdown und schon waren wir mitten drin, im „Moon Run“!

Läufer auf der Promenade zwischen Ahlbeck und Heringsdorf

Es ging auf der Promenade den Strand entlang. Hier ließ es sich sehr gut laufen, nur leider sah man das Meer nur an ganz wenigen Stellen.

Ich hatte vom Tempo ja eher an einen kleinen Trainingslauf mit Fotostopps gedacht, aber das Läuferfeld um mich herum lief schneller als gedacht. Wie schnell eigentlich? Tja, das hätte ich auch gerne gewusst, denn erst nach etwa einem halben Kilometer fiel mir auf, dass ich vergessen hatte, die Laufuhr zu starten…

Wasserstand an der Seebrücke Bansin

Die Zeit verging rasch, und schon war ich am Wendepunkt an der Seebrücke Bansin angekommen. Dort gab es sogar einen Becher Wasser von einer freundlichen Helferin.

Leuchtstab und Promenade mit Läufern

Klar, dies war ein lockerer Urlaubslauf ohne Zeitnahme, aber ich musste mich schon richtig anstrengen, um mit meinen Mitläufern mitzuhalten. Was es nicht leichter machte: Doro und ich hatten nur zwei Stunden zuvor zu Abend gegessen (was mein Magen mir deutlich zu spüren gab), und ich hatte den Rucksack mit unser beiden Wechselklamotten auf dem Rücken!

Gartenanlagen in Heringsdorf

Durch so einige Fotostopps kam es immer wieder dazu, dass mich Läufer überholten, die ich dann irgendwann später wieder überholen konnte. Bis ich erneut stehenblieb, um zu fotografieren…

Mann mit Fackel kurz vor der Seebrücke Heringsdorf

In Heringsdorf wartete ein einsamer Streckenposten mit Fackel. Wir wechselten im Vorbeilaufen ein paar nette Worte und schon war ich auf dem letzten Stück von Heringsdorf nach Ahlbeck.

Läufer nach dem Lauf im Dunkeln

Völlig unspektakulär endete dann der Lauf auf dem Platz neben der Seebrücke in Ahlbeck. Kein Zieleinlauf, keine Markierung, nur Musik und das Häufchen dunkler Silhouetten der bereits angekommenen Läuferinnen und Läufer.

Leucht-Armbänder des Moon Run zwischen Ahlbeck und Bansin

Doro hatte ihre 5 Kilometer gut überstanden und erwartete mich bereits. Jetzt konnte ich auch endlich das Knick-Leuchtband um mein Handgelenk befestigen. Im Laufen war mir das zuvor nicht geglückt.

Vollmond über Ahlbeck

© Gründling, Galerie Usedomfotos

Ein wenig genossen wir beide noch die schöne Atmosphäre im Zielbereich unter dem namensgebenden Vollmond, und dann machten wir uns auf den Weg zurück ins Quartier.

Der „Moon Run“ ist ein wirklich schöner Lauf, den ich jedem ans Herz legen möchte, der gerade zufällig zur rechten Zeit Urlaub auf der Insel Usedom macht!

PS: Herzlichen Dank an Matthias (usedomfotos.de) für die ergänzenden Fotos und an Christina und alle Laufmützen für ihr großes Engagement!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Laufevents

4 Kommentare zu “Moon Run auf Usedom am 26.08.2018”

  1. Ute sagt:

    Schöner Bericht aus der Sicht eines Urlaubers. Bis zum nächsten Moon-Run oder am 26.12. zum Weihnachtsmützenlauf!

  2. Andreas sagt:

    @Ute
    Wenn ich mal wieder in der Gegend bin, halte ich auf jeden Fall Ausschau nach euren Läufen!

  3. erie sagt:

    danke für die tolle berichterstatung,
    es ist eine gute sache, weiterso vG

  4. Andreas sagt:

    @erie
    Ja, es ist wirklich eine tolle Sache, da berichte ich gerne drüber!

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