S25 Berlin – 25-km-Lauf am 06.05.2018

Veröffentlicht am 14.05.2018 | 2 Kommentare

startblog-f-Gruppenbild vor dem Olympiastadion

Andreas V., Klaus, Monika und ich waren neulich am Berliner Olympiastadion beim Big25 der inzwischen S25 heißt. Warum, das sollten wir schnell erfahren…

Läufer der Sparkassen aus ganz Deutschland

Das „S“ steht nämlich für den neuen Sponsor, die Sparkasse, und das war nicht zu übersehen: Aus ganz Deutschland waren Läuferinnen und Läufer in roten (aber auch weißen) Sparkassen-Shirts angereist! Andreas V. schlug vor, meinen Artikel gleich „Laufen durch das Rote Meer“ zu nennen ;-)

Die Sparkassen-Läufer liefen – neben der Gesamtwertung – in allen Disziplinen in eigenen Wertungen und machten unter sich auch noch einen Marathon aus. Nach den späteren Ergebnislisten waren fast ein Drittel der späteren Finisher von der Sparkasse (2.905 von 10.330 Läuferinnen und Läufern, ohne Kinderlauf).

Läufer mit erhobenen Armen im Startbereich des S25 Berlin

Die Sonne schien auf den Olympischen Platz und Gaststar Jan Fitschen sprach noch ein paar mahnende Worte an das Läuferfeld: viel trinken und nicht unbedingt eine Bestzeit erwarten! Aber das wollte ich – eine Woche nach dem Hamburg-Marathon – ohnehin nicht. Klaus ordnete sich weiter vorne ein, Monika etwas hinter Andreas V. und mir.

Nach dem Startschuss auf dem Olympischen Platz

Der Startschuss fiel und es ging los. Ich fühlte mich durch den Marathon noch ziemlich ausgelaugt. Eine Zeit knapp unter 2:30h sollte das Maximalziel sein. Hauptsache überhaupt heil ankommen. Wenn ich nicht schon vor dem Marathon für diesen Lauf gemeldet gewesen wäre, wäre ich hier sicherlich nicht gelaufen. Aber so wollte ich erst einmal mit Andreas V. – der für den Halbmarathon gemeldet war – ruhig im 6er-Schnitt loslaufen. Alles weitere würde sich dann ergeben.

Läuferfeld auf der Reichsstraße

Natürlich waren wir schneller, pendelten uns auf der anfangs abschüssigen Strecke bald bei 5:40 min/km ein. Mein Marathontempo vom Sonntag davor…

Läuferin und Läufer in Sparkasse Bremen Shirts

Die Sparkasse Bremen war offensichtlich auch dabei.

Läuferfeld kurz vor dem Abbiegen der Halbmarathonläufer

Andreas V. lief gut und locker, und ich freute mich, dass wir nach sehr langer Zeit mal wieder zusammen einen Wettkampf liefen. Bei Kilometer 8 war das aber schon vorbei, denn hier bogen die Halbmarathon-Läufer in den Tiergarten ab, während wir 25-km-Läufer noch weiter geradeaus mussten.

25-km-Läufer vor dem Brandenburger Tor

Beim Blick auf den Fernsehturm und das Brandenburger Tor überlegte ich, dass ich zufrieden wäre, wenn ich die 5:40 min/km möglichst lange würde halten können. Aber mein Oberschenkel meldete sich bereits dezent. Mal abwarten.

Brandenburger Tor mit 25-km-Läufern

Beim Brandenburger Tor herrschte gute Stimmung. Eine Trommelgruppe trieb die Läuferinnen und Läufer voran. Obwohl ich den Marathon noch spürbar in den Knochen hatte, fühlte ich mich sehr wohl.

Läufer am Gendarmenmarkt

Am Gendarmenmarkt wiederholte sich, was man schon vom Start weg beobachten konnte: Alle Läufer suchten den Schatten.

25-km-Läufer am Museum für Kommunikation

Inzwischen war ich etwas schneller geworden. Wäre natürlich klasse, wenn ich die zweite Hälfte schneller laufen könnte… Mal sehen, wie lange die müden Muskeln das Tempo mitmachten.

Läuferfeld kurz vor dem Potsdamer Platz

Beim Blick auf den Potsdamer Platz lag mein Tempo bereits unter 5:30 min/km. Weit unter meinem sonstigen 25-km-Tempo, aber nach dem „schönen Debakel“ von Hamburg unerwartet „rasant“.

Läufer spiegeln sich in einer Glasfassade

In einer Glasfassade spiegelten sich die Läufer. Ich freute mich schon auf Doro, die gleich bei Kilometer 13 auf mich warten wollte. Ich entdeckte sie sofort, wir wechselten ein paar kurze Worte (ja, es geht mir sehr gut!) und weiter ging es.

Nach dem Getränkestand am Wittenbergplatz

Die Taktik bei warmem Wetter wie immer: An jedem Getränkestand immer einen kleinen Becher Wasser trinken und einen über den Kopf gießen. Am Wittenbergplatz nahm ich ein Gel. Nur eines. Für den gesamten Lauf. Keine Experimente, nicht wie in Hamburg.

Trommelgruppe vor dem KaDeWe

Vor dem KaDeWe stand eine weitere Trommelgruppe. Noch fotografierte ich fleißig, es musste mir also gut gehen ;-)

Läufer des S25 auf der Tauentzienstraße mit Blick auf die Gedächtniskirche

Der 25-km-Lauf ist das schönste Laufevent in Berlin: Geballtes Sightseeing auf 25 Kilometern – hier die Tauentzienstraße mit Blick auf die Gedächtniskirche.

Am Café Kranzler

Vorbei am Café Kranzler liefen wir durch die Sonne…

Läufer auf der Kantstraße

… und bogen auf die etwas schattigere Leibnizstraße ab, bevor es auf der Kantstraße wieder sonnig warm für uns wurde.

Läufer auf der Schattenseite der Kantstraße

Das hatte ich noch nie erlebt: Das Läuferfeld wechselte kurz darauf geschlossen auf die linke Fahrbahnseite in den Schatten, wobei eigentlich die rechte Fahrbahn für den Lauf vorgesehen war!

Der darauf folgende Anstieg zur Messe ist gefürchtet, weil er dir noch einmal vor der Halbmarathonmarke die Kraft aus den Beinen zieht. An diesem Tag lief ich ihn trotz schwerer Beine „locker“ hoch und verlor durch den Getränkestand und die Steigung nur etwa 20 Sekunden – vom Laufgefühl her kein Vergleich zu vergangenen Jahren!

die Halbmarathonmarke am Theodor-Heuss-Platz ist erreicht

An der Halbmarathon-Marke wartete wieder Doro auf mich. Ich freute mich sehr, blieb sogar für ein paar kurze Sätze stehen und lief dann motiviert weiter.

Läufer auf der Reichsstraße vor km 22

Zwischendurch hatten kurzzeitig einmal meine rechten Adduktoren gezogen. Aber jetzt war alles einfach, ich hielt mein Tempo und freute mich, dass ich noch Kraft hatte.

Läufer-Blick auf das Olympiastadion

Der Klassiker: Man erblickt das Olympiastadion und denkt, man wäre da… aber es sind noch etwas mehr als zwei Kilometer! Ich überholte so einige Läufer. Schräg vor mir rief ein Zuschauer einem Läufer zu: „Da hinten wartet ein Bier auf dich!“ Und bekam die Antwort: „Ich trinke kein Bier!“ Klasse!

Zuschauerinnen auf dem Olympischen Platz

Ein Déjà-vu: Wie eine Woche zuvor beim Marathon sah ich auf dem letzten Stück ein Schild mit der Aufschrift „Läuft bei dir“. Aber dieses Mal lief es wirklich!

Auf dem Asphalt viele lustige Botschaften für die Läufer

Auf die Laufstrecke am Olympischen Platz hatten Zuschauer viele motivierende Sprüche gesprüht. Ich konnte zwar im Laufen keinen lesen, fand die Aktion aber trotzdem toll.

Bei km 24 am Olympiastadion

Nur noch ein Kilometer inklusive dem tollem Finale auf der blauen Tartanbahn!

Auf dem Weg in die Tiefgarage des Olympiastadions

Die letzte Kurve zur Tiefgarage…

Auf der Auffahrt ist es noch einmal schön schattig

Die Einfahrt war in schönes Licht getaucht, ich hörte den Stadionsprecher, aber ansonsten nur die leisen Laufschritte um mich herum.

Die Trommelgruppe in der Tiefgarage macht mächtig Lärm

In der Tiefgarage wurde kräftig getrommelt, und durch die abschüssige Einfahrt liefen die Beine nun fast von selbst.

Ende des Tunnels – Blick ins helle Olympiastadion

Eine Woche lang hatte ich gezweifelt, ob ich diesen Lauf so direkt nach dem Marathon überhaupt machen sollte, aber spätestens jetzt weiß ich: Genau wegen dieses Moments habe ich ihn gemacht!

Schlussrunde auf der blauen Laufbahn im Olympiastadion

Auf der Schlussrunde im Stadion gingen tatsächlich noch einige, aber mich hielt jetzt gar nichts mehr.

Zieleinlauf beim S25 Berlin im Olympiastadion

Ein paar Läufer überholte ich noch, dann war ich im Ziel!

2:18:36… in meiner „Big25-Historie“ eines der schlechtesten Ergebnisse, aber eine Woche nach dem „schönen Debakel“ von Hamburg viel besser als zuvor gedacht – ich war selten so zufrieden hier im Ziel!

Verpflegungsstände

Im Zielbereich traf ich Klaus, der kurz vor mir angekommen war. Gemeinsam stiegen wir die Treppen zu den Verpflegungsständen hinauf. Ich horchte in mich hinein, aber es war alles klar: keine Probleme mit dem Kreislauf.

Entspannung nach dem 25-km-Lauf

Nach der Verpflegung trafen wir dann auch Halbmarathon-Läufer Andreas V. am verabredeten Treffpunkt. Er war gut im Tempo durchgekommen, das wir gemeinsam auf den ersten 8 Kilometern gelaufen waren. Und auch Monika traf bald ein, ebenso zufrieden mit ihrer Leistung. Was will man mehr?

Andreas V. war übrigens bei Kilometer 13 von Oliver im rasanten Tempo überholt worden, Klaus hatte Stocki gesehen und ich im Ziel Chris von den Flitzpiepen getroffen – die Berliner Laufwelt ist klein.

Pace-Grafik für den 25-km-Lauf 2018: Sehr gleichmäßiges Lauftempo

Meines Wissens bin ich noch nie einen Lauf so gleichmäßig leicht schneller werdend gelaufen: Erste Hälfte in ø 5:31 min/km, zweite Hälfter in ø 5:27 min/km. Die Aufteilung in Drittel ist sogar noch erstaunlicher: ø 5:32 min/km, ø 5:29 min/km, ø 5:27 min/km.

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F-Klasse-Laufen, Laufevents

2 Kommentare zu “S25 Berlin – 25-km-Lauf am 06.05.2018”

  1. Schinderhannes sagt:

    Mann Andreas: eine Woche nach dem Marathon auch noch die anspruchvollen S25…nicht gerade vorbildlich! Meine Frau hätte das nicht genehmigt. Übrigens: So rasant war ich dieses Jahr nun auch wieder nicht, wenn es auch Andreas V. so vor kam. Aber 1:44:58 sind für einen bald 50 jährigen OK; und ich würde auf hohem Niveau. jammern…..

  2. Andreas sagt:

    @Schinderhannes
    Richtig vorbildlich war das tatsächlich nicht, und meine Frau war auch nicht erbaut, aber manchmal ergeben dich Dinge einfach… Im Gegensatz zu Sub-1:45, die muss man sich richtig hart erarbeiten, erst Recht als Fast-50er! Respekt und Glückwunsch!

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