Für lustlos nicht schlecht – ein Fahrtspiel-Lauf bei Sonnenuntergang

Veröffentlicht am 27.03.2013 | 4 Kommentare

Sonnenuntergang im Freizeitpark Marienfelde

Momentan tue ich mich etwas schwer, meine schnellen Einheiten zu absolvieren. Für den heutigen Mittwoch stand Intervalltraining auf dem Trainingsplan – und auch noch 8 x 1.000! Mit Ein- und Auslaufen ganze 16 Kilometer… Nee, so früh wollte ich dann doch nicht aufstehen und mir dann gleich das Tempo antun. Also wurde der Lauf auf den Abend nach Büroschluss verschoben…

Aber so richtig knackig für große Aufgaben fühlte ich mich dann auch nicht. Ich bin trotzdem gleich nach Ankunft zuhause in meine Laufklamotten rein und wieder raus in die Kälte. Nach 2 Kilometer ruhigem Einlaufen sollte es dann losgehen. Der erste Kilometer war schneller als gedacht: 4:28 min, genau im Soll. Und so schnell fühlte sich das gar nicht mal an. Nach der Trabpause dann der zweite Durchgang. Mit 4:26 min genau so gut in der Zeit.

Aber was fehlte war die Lust. Mit jedem schnellen Schritt verließ mich die Motivation, das heute durchzuziehen. Zuerst das mentale Zugeständnis: „Gut, dann versuch’ wenigstens 6 oder 5 Durchgänge durchzuziehen!“. Aber dann die Stimme der Vernunft: „Hey, wenn du keine Lust auf Intervalle hast, dann lass das doch einfach! Es steht doch in diesem Frühjahr keine Bestzeit auf dem Plan. Laufen soll Spaß machen!“ Gleichzeitig erinnerte ich mich daran, dass ein so genanntes Fahrtspiel im Winter ein (fast) gleichwertiger Ersatz für ein Intervalltraining sein soll.

Und so schwenkte ich dann von meiner Intervallstrecke ab und lief im Freizeitpark Marienfelde die Hügel rauf und runter, was nicht einfach war, da hier noch ziemlich viel Schnee und Eis lag. Da es dann aber zu dunkel wurde – ich bekam immerhin noch einen leuchtenden Sonnenuntergang zu sehen – setzte ich mein Spiel mit dem Tempo auf den Gehwegen des Stadtteils fort. Dabei war ich gar nicht mal so langsam. Zwischen 4:25 und 5:30 min/km war alles dabei. Und Spaß machte es auch noch!

Wie heißt es im Wikipedia-Artikel zum Fahrtspiel unter der Überschrift „Psychologische Vorteile“ so treffend:

Wegen des spielerischen Trainingscharakters wird das Fahrtspiel von vielen Athleten trotz der intensiven Belastungsmöglichkeiten als weniger anspruchsvoll empfunden als Intervalltraining oder intensive Dauerläufe.

Genau!

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F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

4 Kommentare zu “Für lustlos nicht schlecht – ein Fahrtspiel-Lauf bei Sonnenuntergang”

  1. Running Twin Marek sagt:

    Genauso muss es sein. Rennen soll Spaß machen und Intervalle gehören da einfach nicht dazu. Und 8x1000m ist schon ganz knackig, oder? Ich bin immer 6x1000m oder 4x2000m…hastig. Du wirst die Müggelberge rocken!

  2. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Marek
    8 x 1.000 sind wirklich die Härte! Im Sommer/Herbst habe ich die zwar schon mal gemacht, aber jetzt im Winter ist es wohl noch zu früh. Nichtsdestotrotz hatte ich ja bereits nach 2 x 1.000 keine Lust mehr, das war eher ein mentales Problem.

    Auf Köpenick freue ich mich schon. Muss keine Bestzeit bei rausspringen, aber die Strecke scheint wirklich schön zu sein.

  3. "Der Blaue" (Ingo) sagt:

    Fahrtspiel bringt wirklich am meisten Spaß, da kein Druck dabei ist und man seine persönliche Tagesform berücksichtigen kann.
    Mein Marathontrainingsplan sieht Intervalle von 6 x 5 Min, 6 x 6 Min, 8 x 5 Min, 4 x 10 Min, 3 x 15 Min und 4 x 15 Min vor. Ich könnte jedesmal kotzen!
    Schöne Ostern!

  4. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Ingo („Der Blaue“)
    Das hast du schön gesagt ;-) Frohe Ostern in den Norden!

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