Ein Sightseeing-Lauf in Karlsruhe

Veröffentlicht am 07.04.2012 | 8 Kommentare

Schloss Karlsruhe

Vergangene Woche habe ich mit meiner Familie Freunde in Karlsruhe besucht und dabei die Gelegenheit genutzt, mal wieder neue Gegenden zu „erlaufen“. Mein erster Lauf in Karlsruhe sollte ein Sightseeing-Lauf werden, und so machte ich mich in der Frühe auf in Richtung Karlsruher Schloss

Brücke mit rotem Geländer

Nach einem kurzen Stück durch den Hardtwald ging es über eine Brücke über den Adenauerring, der Autostraße, die einen Halbkreis um das Schloss bildet.

Schild Laufend die Region erleben

Ich lief nun auf den Schlossgarten zu und sah anhand aufgestellter Schilder, dass Karlsruhe – und besonders der Hardtwald nördlich des Schlosses – eine beliebte Lauf-Region zu sein scheint.

Schlossgarten und Schloss Karlsruhe

Durch den Schlossgarten näherte ich mich auf dem „Blauen Strahl“ – einem Band aus 1.645 blauen Fliesen zwischen der Majolika-Manufaktur und dem Schlossturm – dem Karlsruher Schloss.

Seepferd-Brunnen am Schloss

Auf den Wegen um das Schloss musste ich plötzlich höllisch aufpassen, denn trotz der frühen Stunde waren hier etliche Studenten in rasantem Tempo auf Fahrrädern unterwegs, und ich wäre ein Mal fast unter die Räder gekommen. Der Seepferd-Brunnen am Schloss strahlte da schon wieder mehr Ruhe und Charme für den Sehenswürdigkeiten-suchenden Läufer aus.

Kunstprojekt am Bauzaun: Wörter aus Urteilen des Bundesverfassungsgerichts

Am Schloss vorbei ging es nun in Richtung Bundesverfassungsgericht, welches allerdings hinter einem Bauzaun versteckt war. Dieser wiederum war mit einigen Kunstprojekten „dekoriert“. Eines davon fiel mir gleich ins Auge: Alle Wörter aus sechs zufällig ausgewählten Urteilen des Bundesverfassungsgerichts waren alphabetisch geordnet komplett aufgelistet.

Blühende Bäume und Bank

Dass Karlsruhe meist wärmer als Berlin ist, konnte ich an den zahlreichen blühenden Bäumen am Schloss sehen. Jetzt am Morgen war es allerdings mit etwa 5 Grad noch ziemlich kühl.

Pyramide und Marktplatz

Mein Sightseeing-Lauf führte mich nun auf den Marktplatz, auf dem die Pyramide, das Wahrzeichen Karlsruhes, steht. Unter ihr befindet sich die Gruft, in der der Gründer und Namensgeber der Stadt, Markgraf Karl Wilhelm (1679-1738), bestattet ist.

Marktplatz in Karlsruhe

Vorbei an Marktständen und Straßenbahnen lief ich quer über den Marktplatz bis zum Großherzog-Ludwig-Brunnen, betrachtete das strahlenförmige Pflaster und die umliegenden Gebäude (die Evangelische Stadtkirche und das gegenüber liegende Rathaus) und kehrte wieder um in Richtung Schloss.

Skulptur vor dem Schloss Karlsruhe

Das 1715-1718 erbaute Karlsruher Schloss ist das Zentrum des „Karlsruher Fächers“. Von hier aus führen 32 Straßen und Alleen strahlenförmig in die Stadt und den Hardtwald. Hier angekommen nahm ich mir etwas mehr Zeit als auf dem Hinweg, die zahlreichen Skulpturen zu bestaunen.

Tor im Schlossgarten im Gegenlicht

Auf meinem Rückweg durch den Schlossgarten hatte ich einen weiteren kleinen touristischen Abstecher geplant, wobei ich an einem schönen Tor im Gegenlicht vorüberlief.

Tor im Schlossgarten

Das nächste Tor war dann „meins“, hier führte ein langgezogener Weg aus dem Schlossgarten hinaus in Richtung Wildparkstadion und Mausoleum Großherzogliche Grabkapelle.

Großherzogliche Grabkapelle im Wald

Nachdem ich wieder den stark befahrenen Adenauerring überquert hatte, näherte ich mich durch den Fasanengarten der am Ende des Weges dunkel aufragenden Großherzoglichen Grabkapelle, die letzte Ruhestätte für 17 Angehörige des schwäbischen Fürstengeschlechts der Zähringer – von Großherzog Ludwig I. von Baden (gestorben 1830) bis Großherzogin Hilda von Baden Prinzessin von Nassau (gestorben 1952) – ist.

Wildpark-Stadion mit Skulptur Nackter Mann

Nach diesem kleinen Abstecher in die Vergangenheit der Stadt lief ich weiter zu einer Sehenswürdigkeit von heute, der letzten meines Sightseeing-Laufs. Als Läufer darf auf solch einer Tour durch Karlsruhe natürlich nicht die größte Sportstätte der Stadt, das Wildparkstadion, fehlen. Ob es Zufall war, dass die Steinfigur „Nackter Mann“ vor dem Stadion von ihrer Statur her eher an einen Läufer als einen Fußballer erinnert?

Weg durch den Hardtwald

Mein 10-km-Sightseeing-Lauf durch Karlsruhe endete mit herrlichem Laufwetter im Hardtwald, und ich genoss beim Laufen noch ein wenig die wärmer werdenden Sonnenstrahlen, die jetzt ihren Weg durch die Baumwipfel fanden.

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

8 Kommentare zu “Ein Sightseeing-Lauf in Karlsruhe”

  1. Laufhannes sagt:

    Danke für die Eindrücke!
    Karlsruhe habe ich bisher nur einmal bei Nacht gesehen …

  2. Eddy sagt:

    Was für tolle Bilder: große klasse! Wußte bis eben nicht, dass Karlsruhe so viel zu bieten hat… ;)

    Viele Grüße und frohe Ostern,
    Eddy

  3. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Hannes
    Der Läufer-Blick bei Tage lohnt sich durchaus!

    @Eddy
    Gebe dir vollkommen recht, da es mein erster Karlsruhe-Besuch war, habe ich mich auch gefreut, so schöne Laufstrecken vorzufinden. Frohe Ostern zurück!

  4. Silvia Leyser sagt:

    Wehmut kam auf, als ich die GRoßherzogliche GRabkapelle gesehen habe. DAs war 16 Jahre lang mein Arbeitsplatz, mein ganzes Herzblut hab ich da reingesteckt. Danke für das Stück ERinnerung.

  5. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Sylvia
    Na, das nenne ich mal einen interessanten Arbeitsplatz! Freut mich, dass mein kleiner Lauf-Ausflug schöne Erinnerungen bei dir geweckt hat.

  6. Waldi sagt:

    Sehr schön gemacht!!! Wann ist der nächste Lauf?

  7. "Der Blaue" (Ingo) sagt:

    die besten impressionen einer gegend
    erlebt man wirklich nur durch solche
    läufe. einfach klasse!

  8. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Der Blaue
    Ja, ich freue mich wirklich jedes Mal wenn ich in einer neuen Stadt bin auf meine Sightseeing-Läufe. Wenn man dann wieder zuhause ist, kann man seiner Familie gleich erzählen, wie das Tagesprogramm aussehen sollte ;-)

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