Noch einmal drei Höhen vor den Mühen der (Marathon-)Ebene

Veröffentlicht am 19.09.2011 | 2 Kommentare

Läufer auf Parkweg nach oben

Gestern haben wir zu siebt den letzten Sonntagslauf vor dem Marathon absolviert, wobei die „Startformation“ schon ungewöhnlich war: vier Frauen und drei Andreasse – Monika, Sabine, Jeanette, Becky, Andreas V., Andreas IV. und ich. Eine Woche vor dem großen Event standen natürlich deutlich weniger Kilometer auf dem Programm, aber um es nicht gar so langweilig werden zu lassen, führte uns Andreas V. über so einige deutliche Steigungen…

Läufer-Gruppe auf Sportanlage

Die Strecke war bis auf ein paar Details die gleiche, die Andreas V., Hartmut und ich im April 2010 bei unserer Vorbereitung auf den Rennsteiglauf gelaufen sind (siehe: Ein 3-Höhen-Lauf durch Tempelhof). Und so ging es auch dieses Mal wieder vorbei an der Sportanlage am Volkspark Mariendorf.

Läufer auf Parkweg bergab

Wenig später galt es dann, den ersten Anstieg hinauf zum Rodelberg im Volkspark Mariendorf zu bewältigen. Wie immer machte – nach einem kurzen Ausblick – der Abstieg wesentlich mehr Spaß. Anschließend liefen wir durch den schönen Volkspark, der aber aber bei bedecktem Wetter nicht so schön aussah wie bei unserem Lauf vor einem Jahr.

Läufer-Gruppe in der Siedlung mit Häusern aus den 20er-Jahren

Spontan baute Andreas V. noch einen kleinen Schlenker ein, um uns die Monopol-Siedlung zu zeigen, die 1922-23 nach Plänen von Wolfgang Binder erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht.

Mit Efeu bewachsenes Haus

Wir machten ein wenig Sightseeing und durchliefen die Monopolstraße, die ihren Namen der ehemaligen Reichsmonopolverwaltung (Verwaltung des staatlichen Branntweinmonopols) verdankt, und in der die meisten der Siedlungshäuser stehen.

Schild Betreten verboten an einem Sperrgitter

Der zweite „Gipfel“ der Tour war unverhoffterweise leider gesperrt, so dass wir die letzten Meter zur Marienhöhe nicht mehr hinaufkamen. Aber bis zum Sperrgitter hatten wir auch schon ausreichend Anstieg in den Waden.

Läuferinnen auf der Rodelbahn am Insulaner

Als dann wenig später auch noch ein dritter „Berg“ auf der Strecke lag, kamen so langsam Fragen auf, ob das im Sinne eines optimalen Taperings sein könne. Aber der Kompromiss, sehr gemächlich die Rodelbahn am Insulaner hinaufzulaufen bzw. zu gehen, brachte uns dann alle gemeinsam nach oben.

Läuferinnen auf Parkweg zwischen Bäumen

Abgesehen von den Steigungen war es insgesamt allerdings auch ein recht beschaulicher Lauf, den wir mit 6:00 bis 6:10 min/km langsamer absolvierten als so manchen „30er“ der hinter uns liegenden Marathon-Vorbereitung.

Regennasse Brücke

Die Brücke über den Teltow-Kanal war schon das Zeichen, dass es nun wieder Richtung Heimat ging. Wie an einer langen Perlenschnur liefen wir dahinter an der S-Bahn-Trasse entlang.

Schild 13% Steigung, Läufer im Hintergrund

Noch eine letzte kräftige Steigung zum Schluss, angetrieben von aufgeregtem Hundegebell aus den anliegenden Gärten, und es ging auf die letzten Kilometer.

Läufer auf Fußweg im Regen

Irgendwann fing es langsam an zu regnen und dann folgte plötzlich ein kräftiger Guss. Kein Problem, das machte uns nun auch nichts mehr aus, wir waren ja kurz vor dem Ziel.

Ich freue mich bei solch einem Mistwetter immer über entgegenkommende Passanten, die wahrscheinlich alle denken „Die haben doch eine Meise, die Läufer!“. Anscheinend sind Läufer aber nicht die einzigen, die etwas merkwürdig sind: Im Vorbeilaufen sahen wir einen Mann, der auch bei strömendem Regen noch sein Auto weiter mit dem Kärcher bearbeitete!

Nach 18,5 km war dann die Sonntagsrunde beendet und wir verabschiedeten uns. Einige sehe ich noch während der Woche zum Laufen wieder und einige auch auf der Marathonmesse, die meisten aber erst am Sonntag in der S-Bahn, wenn es zum Berlin-Marathon geht. Die Spannung steigt…

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F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

2 Kommentare zu “Noch einmal drei Höhen vor den Mühen der (Marathon-)Ebene”

  1. Martin aus Bochum sagt:

    Als „Ehemaliger“ freue mich immer sehr über die interessanten Infos zu eurer Laufgruppe aus Berlin. Zum anstehenden Berlin Marathon drücke ich allen Aktiven fest die Daumen und wünsche euch gutes Laufwetter!

  2. webmaster@startblog-f.de sagt:

    Hallo Martin,
    danke für die guten Wünsche, ich werde berichten, ob sie geholfen haben ;-) Schöne Grüße nach Bochum!

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