Und wieder ein 30-km-Lauf… nach Großbeeren

Veröffentlicht am 09.08.2008 | 2 Kommentare

Gedenkturm in Großbeeren

Alle Mitläufer sind noch im Urlaub, was bedeutet, dass ich auch heute die Einsamkeit des Langstreckenläufers durchstehen muss. Obwohl ich gestehe, dass ich „meine“ Lauftruppe inzwischen ziemlich vermisse, macht es mir aber auch nichts aus, für 3 Stunden alleine durch die Landschaft zu ziehen. Also: früh aufgestanden, Laufschuhe geschnürt und auf zum langen Lauf nach Großbeeren…

Gedenkturm an die Schlacht bei GroßbeerenBanner für das Siegesfest

Der Weg führte mich zuerst die übliche Strecke nach Schloss Diedersdorf. Der Himmel zeigte sich bewölkt und ein frischer Wind blies hin und wieder – natürlich von vorne. Von Diedersdorf ging es dann die Landstraße entlang nach Großbeeren hinein, wo ich direkt auf den Gedenkturm zulief. Hier fand nämlich am 23. August 1813 die Schlacht von Großbeeren statt, in der die preußisch-russischen Koalitionstruppen die französischen Truppen und ihre Verbündeten unter Napoleon I. schlugen.

Die goldene Inschrift des 100 Jahre später errichteten 32 Meter hohen Gedenkturms fasst es mit den Worten „Hier wurde am 23.8.1813 die französische Armee von den preußischen Truppen unter General von Bülow geschlagen. Der Sieg bewahrte Berlin vor drohender französischer Besetzung.“ zusammen. Wie zahlreiche Banner im Ort zeigen, wird dieses historische Ereignis auch heute noch alljährlich von den Menschen in Großbeeren gefeiert, während die Berliner es wahrscheinlich komplett vergessen haben. Undankbares Großstadtvolk ;-)

Kirche in GroßbeerenStein-Wegweiser

Auf dem Weg durch den Ort lief ich an der Kirche vorbei, die Anfang des 19. Jahrhunderts nach Entwürfen von Schinkel entstand. Vorbei ging es an zahlreichen schön restaurierten Häusern (und ebenso vielen, an denen der Zahn der Zeit ungestört und genüsslich nagen durfte). Einen Eindruck von der doch überschaubaren Größe Großbeerens gaben die Bus-Haltestellen-Namen wie „Schule“ und „Kreuzung“. So war ich auch nicht weiter verwundert, als ich nach kurzer Zeit durch den Ort durch war und mich wieder auf bzw. neben der Landstraße befand. Ein alter Wegweiser zeigte mir den Weg Richtung Heimat. Den dürfte Napoleon jedenfalls nicht mehr zu Gesicht bekommen haben (mal abgesehen davon, dass der Stein sicherlich damals noch nicht existierte)…

Weg entlang der B101 nach Marienfelde

Großbeeren-Lauf: Daten des Nokia Sports TrackerNun ging es an der B101 entlang, auf der einen Seite die Bundesstraße auf der anderen die Felder und darüber ein teilweise dramatischer Himmel. Ich hatte seit ein paar Kilometern das Tempo etwas angezogen und jetzt lief es richtig rund. So rund, dass ich am Ende noch zwei Schleifen drangehängt habe, um auf jeden Fall deutlich über 30 Kilometer zu kommen (wir wollen im Herbst einen erfolgreichen Marathon laufen, oder?). Den GPS-Aufzeichnungen des Handys traue ich ja nicht so ganz. Danach müsste ich einen glatten 6min/km-Schnitt gelaufen sein, was aber für mehr als ein Drittel der Strecke, wo ich deutlich schneller gelaufen bin, sicherlich nicht zutrifft. OK, Nokia, wir einigen uns auf etwa 32,5 Kilometer, oder?

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Lauferfahrungen

2 Kommentare zu “Und wieder ein 30-km-Lauf… nach Großbeeren”

  1. Gerd sagt:

    Hallo Andreas,
    muss mich mal wieder melden. Die GPS-Angaben des Nokia sind nicht besonders genau. Ich messe meine eigentlich immer mit meinem Garmin Forerunner.
    Mein tolles Nokia hat es vor zwei Wochen bei einem Bikesturz zerlegt. Musste erst mal wieder repariert werden. So richtig Outdoorfähig ist es ja nicht ;-)
    Gruß Gerd

  2. webmaster@startblog-f.de sagt:

    Hallo Gerd,
    schön mal wieder von dir zu hören. Da ich nicht über solch ein tolles „Referenzgerät“ verfüge, ist es bei mir immer eine Mischung aus Nokia-Angaben und Lauferfahrung. Im Grunde auch nicht so extrem wichtig…
    Gruß Andreas

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