Der Halbmarathon in der Analyse

Veröffentlicht am 13.04.2008 | Kommentare deaktiviert für Der Halbmarathon in der Analyse

Nun, es ist kein großes Geheimnis, dass ich mit meinem Ergebnis beim 28. Berliner Halbmarathon nicht so ganz zufrieden war. Ich hatte schon auf eine Zeit um 1:45 Std. gehofft, wie ich sie 2006 im Frühjahr mit Klaus gelaufen war. Neben der Tatsache, dass ich auf den ersten Kilometern etwa 2 Minuten im Getümmel verloren hatte, war einfach am Ende auch ehrlicherweise nicht mehr so viel Kraft da, was dann weitere Minuten gekostet hat. Das Wetter war gut, woran lag es also dann? Ein Blick in mein Lauftagebuch gibt eine recht deutliche Erklärung…

Vergleich Frühjahrs-Halbmarathon-Vorbereitung 2006 und 2008
Die Grafik zeigt, dass ich 2006 in der Vorbereitung einfach mehr Kilometer gelaufen bin, 386 km in zehn Wochen, um genau zu sein. Dem gegenüber stehen 305 km in diesem Jahr, fast ein Viertel weniger. Zwar hatte ich auch 2006 notgedrungen das Training ein wenig reduzieren müssen, da mich die ein oder andere Verletzung gezwickt hatte, aber das war in den ersten Wochen gewesen. Die Kilometerumfänge in den Wochen 4-10 waren sehr gut (in der letzten Woche wird das Pensum gewöhnlich bewusst reduziert, um Kräfte für den Wettkampf zu sammeln).

2008 dagegen war durch das Laborieren an einer Erkältung der Trainingsumfang in den Wochen 3-6 sehr stark reduziert. Da hat dann anscheinend auch das Anziehen des Pensums in den letzten verbleibenden Wochen nicht mehr viel rausholen können.

Gut, soweit das „Physische“. Und schließlich hat sicherlich auch das „Psychische“ einiges beigetragen: während ich in diesem Jahr bereits zu Anfang durch das Gedränge Nerven auf der Strecke gelassen habe – stop-and-go kostet nebenbei auch Kraft – hatte ich 2006 Klaus neben mir, was die Moral unheimlich gehoben hat. Mal abgesehen davon, dass wir von Anfang bis Ende „frei“ laufen konnten.

Wie heißt es so schön: Nach dem Lauf ist vor dem Lauf! Also, mal sehen, wie es beim nächsten Mal wird…

Kategorien

Laufevents, Lauftraining