Blogparade: Warum läufst du eigentlich?

Veröffentlicht am 15.01.2017 | 4 Kommentare

Läufer-Gruppe mit Holzkuh

Laufblogger Eddy hat auf seinem Laufblog zur Blogparade aufgerufen und die Frage aller Fragen für Läufer gestellt: „Warum läufst du eigentlich?“. Eine gute Gelegenheit sich gerade zum Jahresanfang noch einmal Gedanken über das Lieblingshobby zu machen…

1. Warum läufst Du?

Läufer auf dem Queen’s Walk an der Themse

Tja, angefangen habe ich mit dem Laufen, als mir angesichts des damaligen Tagesablaufs klar wurde, dass ich mich mal wieder bewegen muss. Das waren also reine Gesundheitsgründe. Mit dem regelmäßigen Laufen habe ich dann auch Wettkämpfe für mich entdeckt, und dass man laufend auch sehr schön neue Städte und Gegenden erkunden kann. Zu einem morgendlichen Lauf durch London (Foto) schrieb ich mal:

Es gibt nicht viel Schöneres als an einem solch sonnigen (aber kühlen!) Morgen einen Entdeckungslauf durch eine Stadt zu machen.

Dazu kam, dass ich fast von Anfang an gemeinsam mit Freunden lief, was einfach sehr viel mehr Spaß machte, als alleine durch die Gegend zu laufen.

Inzwischen hat das mit dem Wettkampfehrgeiz deutlich nachgelassen – man wird ja nicht jünger, und schneller irgendwann auch nicht mehr. Aber nach wie vor macht es mir viel Spaß, mit meinen Freunden zu laufen, andere Läufer kennenzulernen und auch für Events zu trainieren. Hauptsächlich laufe ich aber nach wie vor für die Gesundheit. Gerade weil man im Alltag so viel sitzt, und ich auch sonst kaum so viel an der frischen Luft und in der Natur wäre.

2. Seit wann läufst Du?

Ich kann es selber kaum glauben, aber inzwischen laufe ich seit fast 14 Jahren. Und das bständig 3-5 Mal die Woche. Neulich wurde mir klar, dass ich bei meinen durchschnittlich 2.300 bis 2.600 Jahreskilometern vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft einmal gedacht die Erde umrundet haben werde. Unglaublich!

3. Was sind Deine Rekorde?

Geschafft! Nach 59 km am Wechselpunkt Teltow

Meine Bestzeiten habe ich mir zwar alle hart erkämpft, aber so besonders sind sie nicht. Ein großes Lauftalent wurde mir nicht in die Wiege gelegt, und im Sportunterricht bin ich nie als besonders motiviert aufgefallen. Seit ich es geschafft habe, die 25 Kilometer beim Big25 in unter 2 Stunden zu laufen und auch irgendwann die 10 Kilometer unter 45 Minuten gelaufen bin, habe ich keine besonderen Wettkampfambitionen mehr. Die 4-Stunden-Grenze beim Marathon ist auch schon mehrfach gefallen, aber für eine 3:45er-Zeit wollte es nie reichen. Momentan bin ich immer noch sehr stolz darauf, dass ich im letzten August meine erste Ultradistanz (59,7 km) hinter mich gebracht habe. Trotz früher Waden- und Oberschenkelkrämpfe.

4. Was ist Dein allerschönstes Lauf-Erlebnis?

Das ist schwer zu sagen, aber ich glaube, die Läufe, die ich organisatorisch gemeinsam mit Freunden auf die Beine gestellt habe, gehören da an die Spitze. Zum Beispiel unser Mauerweg-Lauf, den wir 2009 mit vielen, vielen Freunden gelaufen sind. Mein euphorisches Fazit damals:

Alle – Läufer, Freunde, Verwandte – waren unglaublich aufgekratzt und freuten sich gemeinsam über diesen wahrhaft denkwürdigen Tag. Wir hatten es geschafft und waren von 4 Uhr morgens bis kurz vor 22 Uhr abends 165 Kilometer auf dem ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer gelaufen und dabei nahezu auf die Minute pünktlich angekommen!

Läufer der Lauf-Staffel Berlin-Kostrzyn am Berliner Tor in Kostrzyn

Oder die Staffel von Berlin nach Kostrzyn anlässlich der Fußball-EM 2012 in Polen. In 7 Etappen die 133 km vom Brandenburger Tor in Berlin zum Berliner Tor in Kostrzyn direkt hinter der polnischen Grenze. Ein schönes gemeinsames Erlebnis!

5. Welche Frage habe ich vergessen?

Vielleicht: Gibt es etwas, was du zukünftig nie als Läufer tun wirst?

Ja, bei aller Bewunderung für die Freunde und Bekannten, die so etwas machen, fallen mir spontan zwei Sachen ein: Triathlon und Streak Running. So schön neue Herausforderungen auch sind, aber für den Triathlon fehlen mir einfach die Schwimmhäute und der Wille, in noch mehr Trainingsstunden und teures Material zu investieren. Und schon beim 24-tägigen Adventskalender-Streak vor Weihnachten 2015 habe ich festgestellt, dass ich mir meine Freude am Laufen nur erhalten kann, wenn ich zwischendurch einen Tag mal nicht laufe.

Aber abgesehen davon freue ich mich über alles, was die Läuferwelt so täglich Neues bringt: neue Gegenden laufend erkunden, neue Menschen beim Laufen kennenlernen, neue Lauf-Events erleben!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

Kommentare

  1. Eddy

    Danke, dass Du bei meiner allerersten kleinen Blogparade mitgemacht hast, Andreas! Interessant, was ich hier zu lesen bekommen habe. Und die Antworten auf die selbst gestellt Frage 5 könnte ich 1 zu 1 kopieren :-)

  2. Andreas

    @Eddy
    Bist auch nicht so der Schwimmer, oder? Eigentlich erstaunlich, wir beide als „von der Waterkant“ ;-) Aber Laufen reicht auch völlig, finde ich.

  3. Markus

    Hi Andreas,
    schön geschrieben! 14 Jahre sind eine lange Zeit, in der man allerhand erlebt – zum Glück haben wir unsere Blogs, dass wir kein schönes Lauferlebnis vergessen :-)
    Weiter so!
    Markus

  4. Andreas

    @Markus
    Danke, Markus! Das sehe ich genauso und freue mich auch, wenn ich angesichts solcher Fragen noch einmal in meinen Archiven wühlen und die persönliche Laufgeschichte Revue passieren lassen kann ;-)

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