Berlin-Marathon 2011 – Haile und ich

Veröffentlicht am 25.09.2011 | 10 Kommentare

Läufer am Start des Berlin-Marathon 2011

Heute war ich beim Berlin-Marathon 2011 am Start und was soll ich sagen: er endete für mich bereits bei Kilometer 24! Ein kleiner Trost ist ja, dass ich mit diesem Schicksal nicht allein war und auch der bis dahin amtierende Weltmeister Haile Gebrselassie später aufgeben musste.

Warum ich aussteigen musste, hat sicherlich viele, viele kleine Gründe, aber Fakt ist, dass ich nach den ersten 20 Kilometern – die durchaus im Plan liefen – plötzlich spürbar schwere Beine hatte und auch die steigenden Temperaturen ihres dazu taten, dass ich mich schlapp fühlte. Es fühlte sich an, wie sonst erst bei Kilometer 36. Da auch eine deutliche Temporeduzierung auf den folgenden vier Kilometern meinen Zustand nicht verbesserte, entschied ich mich schweren Herzens für den Abbruch. Eine Entscheidung, die angesichts meiner gesundheitlichen Vorgeschichte sicher richtig war, aber trotzdem bitter ist…

Nichtsdestotrotz habe ich natürlich auf den ersten 24 Kilometern eine Menge schöner Sachen erlebt (die Zuschauer und die Bands waren wieder fantastisch!) und auch viele Fotos gemacht. Der ausführliche Bericht inklusive der Fotos folgt in den nächsten Tagen.

PS: An dieser Stelle schon einmal eine große Gratulation an meine Marienfelder Läufer, die tolle Zeiten gelaufen sind!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Laufevents

10 Kommentare zu “Berlin-Marathon 2011 – Haile und ich”

  1. Running Twin Marek sagt:

    Andreas, habs bemerkt, dass nur deine HM-Zeit vermerkt war. Und es war ganz sicher die richtige Entscheidung, das Ding nicht auf Teufel komm raus zu Ende zu laufen. Die Temperaturen waren schon heftig, fand ich sogar auf dem Rad. Gesundheit geht immer vor. Erhol dich und dann greifst du wieder neu an.

  2. Eddy sagt:

    Hey Andreas, erinnere Dich an die Worte des Medical Directors kurz vor dem Start: Man kann noch unzählige Marathons laufen. Aber man hat nur eine Gesundheit. Und die gilt es zu erhalten. Vor diesem Hintergrund ist ein Abbruch auch eine echte Leistung – auch wenn es sehr weh tut. Ich hab’s gestern auch erlebt: mein Schatz musste nach 11 Kilometern das Handtuch werfen.

    Also: gut erholen, weiter trainieren, den nächsten Start planen! :-)

  3. ultraistgut sagt:

    Wie schon meine Vorgänger sagen, die Gesundheit geht vor, und wenn der Körper nach Aufhören verlangt, dann sollte man es schon tun, es wird noch mehr Marathon für dich geben, und beim nächsten Mal hast du diesen vergessen.

    Schade, aber richtig gehandelt !

  4. webmaster@startblog-f.de sagt:

    Danke an euch für die aufmunternden Worte, das hilft wirklich, denn man kommt tatsächlich nach so einem Erlebnis ins Grübeln. Und ja, Eddy, an die Worte des Medical Directors musste ich dann auch denken…

  5. Andreas IV sagt:

    Hallo Andreas,

    tut mir echt leid, aber eine grosse Entscheidung von Dir!!
    Ich habe um 09:00 Uhr auf die Uhr geschaut und die Sonne draussen gesehen. Da wusste ich, das wird echt hart, zumal die Sonne schon um 08:00 Uhr ziemlich warm war!!
    Lass mich einfach wissen, wann Du den nächsten Marathon laufen möchtest. Ich würde immer mir Dir zusammmen laufen und die Höhen und Tiefen teilen.
    Nochmals – echt HOCHACHTUNG vor Deiner Entscheidung.

    Gruß
    Andreas IV

  6. Werner sagt:

    Hallo Andreas,

    ich bin letztes Jahr in meiner ersten Berlin-Marathon-Vorbereitung auf Deinen Blog aufmerksam geworden. Durch Zufall kam ich auf Deinen Bericht über den Berlin-Marathon 2009. Für mich als Neuling hat mir dieser Bericht die Anfangsnervösität genommen. So gut beschrieben, dass ich danach ziemlich genau wusste, was mich erwarten wird. Seitdem lese ich Deine Beiträge regelmäßig mit großem Interesse. Insbesondere Deine positive Entwicklung in diesem Jahr hat mich beeindruckt. Ich finde nach etwas Erholung und mit etwas Abstand kannst Du sicher wieder dort anknüpfen. Deine Fans werden es Dir danken.

    Viele Grüße

    Werner

  7. Gerd sagt:

    Natürlich eine große Enttäuschung für dich wenn man aussteigen muss. Aber wenn´s nicht geht, dann geht´s halt nicht.
    Und Du warst nicht der Einzige!
    Mit den Temperaturen hatten wir beide ja mal wieder kein Glück. Irgendwie soll es dieses Jahr wohl nicht sein!
    Ich gehe aber davon aus, dass es nicht dein letzter Start auf der „Weltrekordstrecke“ sein wird! ;-)

  8. SilberLäufer sagt:

    Leider hören noch immer viel zu wenige Läufer auf ihren Körper. Wenn dieser das Zeichen zum Aufhören gibt, dann soll man dem folgen. So wie du es richtigerweise getan hast. Auch wenn der Entschluss schwer fällt!

  9. webmaster@startblog-f.de sagt:

    @Andreas IV
    Ich wünsche dir auf jeden Fall für deinen Marathon in Köln angenehmeres Wetter! Und wir sehen uns mal wieder beim sonntäglichen Laufen, oder?

    @Werner
    Freut mich, dass du öfter mal hier reinguckst und danke für die aufmunternden Worte. Es wird auf jeden Fall weiter gelaufen und geblogt auf startblog-f!

    @Gerd
    Ja, das Wetter war warm, aber du hast es dabei immerhin mehr als 3x so lang wie ich ausgehalten ;-)

    @SilberLäufer
    Da ich den Berlin-Marathon ja bereits mehrfach gelaufen bin, wusste ich genau, was ich für einen tollen Zieleinlauf verpasse. Das lässt man nur sausen, wenn man wirklich weiß, es macht keinen Sinn mehr weiterzulaufen. Der Entschluss war wirklich hammerhart…

  10. "Der Blaue" (Ingo) sagt:

    moin andreas,
    du kannst trotzdem stolz auf dich sein! die entscheidung zum ausstieg ist sicherlich schwerer zu treffen, als sich ins ziel zu quälen und dabei womöglich zuviel zu riskieren.
    immerhin kannst du den lauf als halben marathon verbuchen.
    erhol dich gut und viele grüße
    ingo

Kommentare sind geschlossen.