Lauf-Blog für Läuferinnen und Läufer der F-Klasse

Lauf auf dem Hochspannungsweg in Buckow

Veröffentlicht am 16.09.2026 | 0 Kommentare

Laufstrecke entlang des Hochspannungswegs, einem Teil der früheren Golpa-Leitung

Bei der Planung für den nächsten Lauf mit Klaus war ich auf etwas Interessantes gestoßen: „Hochspannungsweg“ stand da auf einer gestrichelten Linie, die sich sehr lang über die Karte zog. Und nachdem ich noch ein wenig recherchiert hatte und dabei auf so spannende Worte wie „Golpa-Leitung“, „Zschornewitz“ und „größtes Dampfkraftwerk der Welt“ gestoßen war, stand fest: Da würden wir am Sonntag einfach mal hinlaufen…

Gepflasterter Weg in Grünanlage

Nach ein paar Kilometern waren wir am frühen Sonntagmorgen da und stellten fest: Was früher einmal eine Trasse mit Hochspannungsmasten gewesen war, hatte sich ein Jahrhundert später in einen schnurgeraden Parkweg verwandelt.

Historisches Foto der Golpawerke© Wikipedia, Robert Petschow

Hier hatte von 1918 an die sogenannte Golpa-Leitung Berlin mit Strom aus dem Kraftwerk Zschornewitz nahe der Braunkohlegrube Golpa versorgt. Das Kraftwerk im rund 130 Kilometer entfernten Zschornewitz im damaligen Bitterfelder Bergbaurevier war damals das größte Dampfkraftwerk der Welt.

Hinweisschilder Grüne Hauptwege: Britz-Buckower-Weg, Teltower Dörferweg

Jetzt war davon absolut nichts mehr zu sehen. Dieser kleine Abschnitt der damaligen Golpa-Leitung im Berliner Stadtteil Buckow ist nun ein Teil des Teltower Dörferwegs (Grüner Hauptweg 15) und wird zwischendurch gekreuzt vom Britz-Buckower-Weg (Grüner Hauptweg 10).

Mit Meermotiv bemalter Pavillon am Hochspannungsweg

Im Gegensatz zu seinem Namen ist der Wegverlauf nicht weiter spannend…

Einfahrt zum Wirtschaftshof des Britzer Gartens

… da wird schon der Eingang zum Wirtschaftshof des Britzer Gartens (ehemaliges BUGA-Gelände) zur willkommenen Abwechslung.

Hochspannungsweg zwischen Bäumen und Sträuchern

Aber wie sagte Klaus: „Ich laufe gerne gerade Strecken.“ Und interessant wegen des historischen Bezugs und des erlaufenen „Neulands“ war es allemal. Da haben wir doch alles richtig gemacht.

Ortsschild Buckow neben einem China-Imbiss

Wir waren noch nicht am Ende des Hochspannungswegs angekommen, mussten aber nun am Buckower Damm abbiegen. Wegen meines noch nicht ganz genesenen Beins wollte ich nicht allzu weit laufen. Hier gab es nun das Kontrastprogramm zum Parkweg durchs Grüne: Baustellen…

Kleine Ladeneinheit mit Werbung: Sporternährung Pump Unit

… und verlassen wirkende Geschäfte (ok, es war Sonntag).

Renoviertes altes Wohngebäude mit Säuleneingang

Dazwischen ein renoviertes historisches Haus mit Säulen-Eingang…

Altes Gebäude an der Straße mit Banner „Heu, Stroh und Getreide aus eigenem Anbau“

… und Werbung für den ansässigen Bauern.

3-stöckiges Mietshaus aus den vielleicht 50er-Jahren, daneben an Wand Farbdekoration im Stil von Mondrian

Wir bogen in den Rufacher Weg ab, wo es alte Miethäuser mit einem Hauch von Mondrian zu sehen gab.

Schild und andere Ufervegetation am Buckower Dorfteich

Von dort liefen wir in den Fläzsteinpfad und kamen am Buckower Dorfteich heraus, der vor lauter Schilf kaum zu sehen war.

Aufkleber auf einem Geländer: Schön, dass du nicht AfD wählst

Immerhin entdeckte ich am Geländer diesen Aufkleber, der zeigt, dass man politische Botschaften auch positiv formulieren kann.

Buckower Liebesschlösser an alten schmiedeeisernen Zaunelementen

Einmal um den kleinen Teich herum und wir kamen an den „Buckower Liebes-Schlössern“ heraus, die hier an extra dafür aufgestellten Zaunelementen hängen.

Dorfkirche Alt-Buckow

Nach der Dorfkirche Alt-Buckow

Buckower Fahrrad-Center

… kamen wir nun zum Rückweg auf die Zielgerade – immer entlang der Hauptstraße.

Große Werbe-Eiswaffel vor einem Restaurant

Kilometerweit geradeaus und völlig ereignislos – zu dieser frühen Zeit am Sonntag waren auch kaum Autos und Menschen unterwegs – da war das große Plastik-Eis schon ein visueller Höhepunkt.

Windenergie-Anlagen auf dem Gelände von DHL

Kurz vor Ende unserer 10-Kilometer-Runde passierten wir noch das Gewerbegebiet mit den modernen Windenergie-Anlagen bei DHL.

Läufer auf dem Anstieg einer Brücke

Jetzt noch über die Marianne-Cohn-Brücke, auf der uns Andreas V. auf seinem Fahrrad bereits entgegen kam. Klaus brauchte noch ein paar Marathon-Trainingskilometer, so dass ihn Andreas V. nun auf einer zweiten Runde begleitete.

Große Sonnenblumen am Wegesrand

Ich dagegen hatte Feierabend, verabschiedete mich von den beiden und freute mich auf dem Reststück noch über groß aufragende Sonnenblumen, die den bewölkten Morgen überstrahlten.

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