
Das habe ich bisher nicht so oft bei meinen Urlaubs-Läufen auf Rügen erlebt: Regen. Nieseliger, beharrlicher Regen! Aber es standen 23 Kilometer auf dem Plan, die Strecke war längst zurechtgeklickt und ich war extra vor 5 Uhr aufgestanden (an einem Sonntag! im Urlaub!) – also los…

Das gewohnte Stück auf der Bernsteinpromenade über Baabe…

… und die Steigung bei Sellin hinauf.

Vorbei an der Kirche im Wald…

… und direkt an die Seebrücke Sellin.

Hier wollte ich eigentlich am Ufer weiterlaufen, aber wegen einer Baustelle musste ich einen kleinen Umweg durch den Ort machen.

Nun ging es im Wald auf und ab…

… und über Baumwurzeln…

… am Hochufer entlang…

… bis ich zu der Stelle kam, an der ich zum Schwarzen See abbiegen musste. Inzwischen war ich vom Regen so durchnässt, dass ich sowohl meine Brille als auch das Handy nicht mehr trockenwischen konnte. Es ging also halbblind und ohne Navigation weiter.

Den Schwarzen See habe ich immerhin gefunden.

Läuferisch war alles ok, der Regen war mir auch relativ egal, aber dass ich nicht richtig sehen und auch das Smartphone nicht mehr richtig benutzen konnte, war schon sehr nervig. So klar wie die Fotos aussehen, habe ich meine Umwelt auf jeden Fall nicht wahrgenommen.

Weiter ging es auf den Wegen durch den Wald…

… mit einem kurzen Selfie zwischendurch…

… und dann war ich am Ziel: Jagdschloss Granitz!

Wer meine Berichte von früheren Läufen kennt, weiß, dass es hinauf zum Schloss so einige Höhenmeter sind. Nach einer kurzen Verschnaufpause…

… ging es also für mich wieder hinab…

… durch den Wald.

Auf dem Hinweg hatte ich mit meiner eingeschränkten Sicht vergeblich Ausschau nach dem „Grab des Finnischen Kriegers“ gehalten. Nun wollte ich es auf dem Rückweg noch einmal versuchen.

Irgendwo hier musste es doch sein (hatte ich schließlich bereits in vergangenen Jahren gesehen)!

Ah, versteckt unter Bäumen und Sträuchern entdeckte ich endlich das Grab des Finnen, der 1806 hier mit den Schweden gegen die Franzosen kämpfte und am Ende einer Krankheit erlag.

So langsam wurde nun das Wetter besser, der Regen hörte auf und die ersten Sonnenstrahlen blitzten durch die Bäume.

Ich erreichte den Ortsrand von Sellin…

… und konnte glücklicherweise wieder mein getrocknetes Handy benutzen…

… um die geplante Strecke durch die Straßen zu navigieren.

Ich kam wieder bei der Wilhelmstraße heraus, die mich – vorbei an schöner Bäderarchitektur – …

… zur Seebrücke führte. Hier bog ich rechts ab…

… auf den Hochuferwanderweg nach Baabe.

Die Beine waren bereits ein wenig müde, aber nun ging es noch einmal…

… entlang der Küste…

… rauf und runter…

… durch den Wald.

Am Ende des Hochuferwegs hatte ich dann nur noch die finalen 4-5 Kilometer vor mir: Zuerst runter zum Selliner Südstrand…

… und dann über Baabe…

… auf der Bernsteinpromenade…

… zurück nach Göhren, wo ich fast trocken – und rechtzeitig zum Frühstück – wieder ankam!
