
Am Samstagmorgen nach dem 1. Mai hatte ich das Glück, bei bestem Frühsommer-Frühmorgen-Wetter in Bremen eine Runde laufen zu können. Meine Strecke führte mich von der Neustadt über den Stadtwerder bis zur „Erdbeerbrücke“ und über den Osterdeich, immer an der Weser entlang, wieder zurück…
An die Kleine Weser

Die ersten paar hundert Meter fallen mir in letzter Zeit immer relativ schwer. Das lag aber nicht am Friedhof, über den ich kam. Meine Stimmung war nämlich ausgesprochen gut.

Bei der „Schwankhalle“ bog ich ab…

… um zur Treppe hinauf zur Kleinen Weser zu kommen.

Hier erwarteten mich die deutlich sichtbaren Reste des gestrigen Feiertags. Immerhin waren die Uferwiesen – auf denen gestern noch hunderte Leute gefeiert hatten – sauber.

Auf dem Weserdeich…

… lief ich bis zur Fußgängerbrücke und dort dann hinüber auf den Stadtwerder, der aufgehenden Sonne entgegen.
Auf dem Bremer Stadtwerder

Den folgenden Weg hatte ich erst am vorhergehenden Tag beim Spazierengehen kennengelernt.

Er führte einmal quer über die Insel…

… und endete vor der „Kinderwildnis“, …

… die ich durchquerte…

… und dann am Café Sand herauskam. Bei strahlend blauem Himmel wurde hier auch schon zur frühen Stunde Strom erzeugt.

Ich lief Richtung Osten weiter.

Nun ging es auf dem Strandweg an Kleingärten vorbei. Aufgrund der Windstille wurde die Bremer Speckflagge zur Speckrolle.

Nach grün-weißen Zeugen der gestrigen Feierlichkeiten…

… kam ich bald am Wohnzimmer der Grün-Weißen vorbei, dem Weserstadion.

Im großen Bogen führte mich meine Route durch die Kleingärten…

… über den Fresenweg…

… zum „Fresenbulten“ …

… einem Ausflugslokal mit Blick auf die Weser.

Ich konnte die Weser hinauf bis zum Kraftwerk Hastedt sehen.

Nach liebevoll gepflegten Kleingärten mit bunter Tulpenblüte…

… erreichte ich die Karl-Carstens-Brücke, im Volksmund seit meiner Kindheit nur „Erdbeerbrücke“ genannt.
Über die Erdbeerbrücke ans andere Weserufer

Über das geschwungene „Rondell“ kam ich nach oben…

… und über eine Treppe am anderen Ufer wieder hinunter.

Durch die Kleingartenanlage „Gartenfreunde Weserlust“…

… machte ich mich jetzt mit dem einen…

… oder anderen Fotostopp wieder in die Gegenrichtung – also nach Westen – auf den Rückweg.

Ich kam an der Sportanlage Henschenbusch vorbei, auf der anscheinend die Bremen Dockers Baseball spielen. Wieder was dazugelernt.

Eine Mauerbemalung hier…

… eine Wandbemalung da…

… und kurz vor Erreichen des Weserstadions Kreideschrift auf dem Pflaster, die mich lächeln ließ – genau meine Richtung!
Vom Weserstadion auf den Osterdeich

„Wo die Weser einen großen Bogen macht…“ (Werder-Bremen-Lied) war ich dann…

… am Fuß des Weserstadions angekommen.

Jetzt führte mich meine Strecke vorbei am Segelverein „Weser“ von 1884…

… und dem „Ambiente“…

… auf den Osterdeich.

Hier ging es mit ein paar Impressionen vom Flußleben…

… immer geradeaus an der Weser entlang – und ich musste unwillkürlich wieder an meinen Bremen-Marathon denken, der nun schon über 15 Jahre her ist.

Aus der prallen „Mega-Hüpfburg“ von gestern war eine schlappe Plastikhülle mit Affengesicht geworden.

Am Flaggenmast des Binnenschiffervereins wehten die Fahnen im Gegenlicht der Morgensonne.

Abschließend gab es auf der Weserpromenade noch ein paar maritime Eindrücke…

… bevor ich dann die Treppe zur Wilhelm-Kaisen-Brücke hinaufstieg und über die Brücke in die Neustadt kam.
Zurück in der Neustadt

Liebend gerne hätte ich noch einen Abstecher in die Bremer Altstadt gemacht. Aber ich hatte versprochen, zum Frühstück zurück zu sein, und das wurde zeitlich so langsam knapp.

Nach einem genossenschaftlich geführten Mitmach-Supermarkt…

… lief ich in den Leibnizplatzpark…

… um noch den Zentaurenbrunnen zu fotografieren.

Nun führte mich das letzte Stück meines Morgenlaufs vor allem…

… durch die engen Straßen des Stadtteils…

… in dem Sportgetränke direkt neben Alkohol verkauft werden…

… und die Liebe zur Stadt und ihrem Fußballverein gerne mit Aufklebern an Laternenmasten dokumentiert wird.

Nach 11 Laufkilometern, vielen Fotos und noch mehr schönen Eindrücken kam ich tatsächlich noch rechtzeitig zum ausgiebigen Frühstück an.