Lauf-Blog für Läuferinnen und Läufer der F-Klasse

Sightseeing-Lauf in Düsseldorf

Veröffentlicht am 29.05.2026 | 0 Kommentare

Lebensgroße Figur eines Fotografen hoch oben auf einer Litfaßsäule

Bevor ich mir am Japan-Tag die Stadt mit 700.000 anderen Besucherinnen und Besuchern teilen musste, wollte ich Düsseldorf erst einmal (fast) für mich alleine haben. Also ging es bereits früh am Morgen um Viertel nach sechs los zu einem 10km-Sightseeing-Lauf…

Viele große Palmen auf einer Verkehrsinsel in der Innenstadt

Nach dem ersten „Säulenheiligen“ („Der Fotograf“) kam ich schon bald zur nächsten Kunstaktion: „11 mittelamerikanische Verkehrsinseln in Düsseldorf-City“ heißt das Kunstprojekt mit Palmen mitten in Düsseldorf.

Skulptur Die Kugelspielerin vor einer Rasenfläche

Von der Skulptur „Die Kugelspielerin“ gibt es viele Kopien, von denen eine sogar in Berlin-Köpenick steht.

Eine Gänsefamilie überquert die Straße während die Autos geduldig warten

Es gibt erstaunlich viele Gänse in Düsseldorf – und sie fühlen sich hier anscheinend auch im Straßenverkehr sehr zuhause.

Skulptur Sandalenbinderin in einem Park

Schon wieder Kunst! Auf einer Wiese mit Blick auf den Kaiserteich entdeckte ich die „Sandalenbinderin“.

Großes klassizistisches Gebäude an einem See, in dem sich Gebäude und Bäume spiegeln

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Kaiserteich ein Teil der Südlichen Düssel – dem Fluss, dem die Stadt ihren Namen verdankt. Das Ständehaus spiegelte sich sehr schön im Wasser, also wurde mein Fotostopp etwas verlängert.

Blick hinauf zum Rheinturm, im Vordergrund ein altes Gebäude mit Aufschrift Anno 1915

Dann ging es aber gleich weiter und ich kam zum Rheinturm, vor dem im starken Kontrast das Kontorhaus „Anno 1915“ steht.

Blick auf die Marina Düsseldorf mit Booten und den umliegenden Hochhäusern

Gleich dahinter liegt die Marina Düsseldorf mit dem Medienhafen.

Wellige Gebäude von Frank Gehry am Neuen Zollhof

Der Neue Zollhof ist ein Gebäudeensemble, das der Architekt Frank Gehry entworfen hat.

Uferpromenade mit beschn ittenen Platanen im morgendlichen Gegenlicht

Nach diesem kleinen Abstecher nach Westen lief ich nun am Parlamentsufer in die andere Richtung, der Sonne entgegen.

Blick durch die Platanen hinauf zum Rheinturm

Durch das Dach der vielen Platanen, die die Promenade säumen, konnte ich auch den Rheinturm noch einmal sehen.

Promenade mit Platanen und Landtagsgebäude

Vorbei ging es nun am Landtag Nordrhein-Westfalen und über eine etwas versteckte Fußgänger-und-Radfahrer-„Schnecke“…

Detail der Rheinkniebrücke

… hinauf auf die Rheinkniebrücke.

Düsseldorfer Skyline im Gegenlicht der Morgensonne

Ich hatte mir von dort einen schönen Blick auf die Stadt erhofft, aber Düsseldorf versteckte sich leider im Gegenlicht. Nun gut, dann wieder zurück ans Rheinufer.

Skulptur Johannes Rau neben einem Baustellenschild

Dort wartete Johannes Rau auf dem gleichnamigen Platz. Mit goldener Hand und direkt neben einem Baustellenschild. Eine weitere Kunstinstallation?

Skulptur für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt am Rheinufer

Etwas weiter Richtung Rheinufer kam ich zu einer Skulptur am „Ort für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“.

Müllpresse und völlig überfüllte Mülleimer an der Rheinpromenade

So viel Müll – und der Japan-Tag hatte noch nicht einmal begonnen! Das waren noch die Hinterlassenschaften des Freitagabends, und die Müllabfuhr war auch schon fleißig, wie ich später sehen sollte. Warum die Leute es aber nicht schaffen, ihren Müll vernünftig zu entsorgen, bleibt mir ein Rätsel.

Binnenschiff auf dem Rhein

Auf dem Rhein waren die ersten Binnenschiffe unterwegs, als ich die noch schattige Promenade entlang lief.

Pegeluhr an der Düsseldorfer Rheinpromenade

Ich kam an der Pegeluhr vorbei…

Blick von den Kasematten zum Schlossturm und St. Lambertus

… und an den Kasematten. Hier gibt es Außengastronomie mit angeblich 5.000 Sitzplätzen – und wenn man nicht gerade um 7 Uhr morgens vorbeiläuft, ist hier die Hölle los…

Großer Open-Air-Gastronomiebereich mit gelben und lila Stühlen

… Ballermann am Rhein sozusagen.

Schlossturm und Kirchturm von St. Lambertus

Etwas gediegener dagegen der Schlossturm (mit Schifffahrtsmuseum) und die Kirche St. Lambertus, zu der ich später noch kommen sollte.

Werbebanner für Kirin-Bier an einem Zelt

Auf dem Burgplatz wurde bereits für japanisches Bier geworben…

Japanischer Läufer fotografiert die Bühne des Japan-Tags auf dem noch leeren Burgplatz

… und ein einsamer japanischer Läufer fotografierte die Hauptbühne.

Zelt mit Banner, das für „Katsu Curry & Sandwich“ wirbt

Die Zelte für Gastronomie, Kunst und Kultur standen schon bereit.

Lebensgroße Figur einer Frau mit einem Kind auf dem Arm auf einer Litfaßsäule

Zufällig entdeckte ich eine weitere „Säulenheilige“ – „Die Fremde“. Und direkt darunter auf der Litfaßsäule passenderweise Werbung für die deutsche Rentenversicherung.

Skulpturengruppe der Kreuzigung Jesu an der St. Lambertus-Kirche

Angekommen an der Kirche St. Lambertus entdeckte ich an der Seite den Kalvarienberg, eine historische Figurengruppe, die die Kreuzigung darstellt. Da musste ich natürlich gleich an den Kalvarienberg von meinem Lauf im Ahrtahl denken. Es gab sogar noch eine weitere Verbindung zu diesem Lauf gerade mal eine Woche zuvor: Ende des 14. Jahrhunderts sollen die Gebeine des Heiligen Apollinaris von Remagen hierher überführt worden sein.

Figurengruppe Stadterhebungsmonument

Durch eine kleine Gasse kam ich zum Stadterhebungsmonument, das an der Nördlichen Düssel steht.

Großer Fisch in der Düssel

In diesem Bereich ist sie nur ein kurzer, von Mauern eingefasster Kanal, in dem ich aber einen großen Fisch entdeckte.

Wimpel mit verschiedenen Winkekatzen an einem Restaurantfenster

An einem Restaurant bemühten sich viele Maneki-nekos, den Inhabern Glück und Gäste zu bringen. Ich habe aber meine Zweifel, ob das funktioniert, wenn nur zweidimensional eine Pfotenbewegung der Winkekatze angedeutet wird.

Kreuzherrenkirche

Auf der Ratinger Straße lief ich nun an der Kreuzherrenkirche vorbei und weiter…

Tempelartiges weißes Gebäude: Ratinger Tor

… bis zum Ratinger Tor. Diese beiden klassizistischen weißen Gebäude links und rechts der Straße bildeten früher ein Zolltor.

Goldene Brücke im Hofgarten

Mein Weg führte mich nun durch den Hofgarten und über die Goldene Brücke, der ältesten Fußgängerbrücke der Stadt.

Denkmal für Robert Schumann

Nach dem Denkmal für den Komponisten Robert Schumann

Skulptur Christian Dietrich Grabbe

… und den Dramatiker Christian Dietrich Grabbe

Fassade der Deutschen Oper am Rhein

… kam ich bei der Deutschen Oper am Rhein wieder aus dem Hofgarten heraus.

Gebäude des ehemaligen Hühner Hugo

Wenn ich richtig gerechnet habe, kehrte hier, im ehemaligen „Hühner-Hugo“ (wo inzwischen amerikanische Hähnchen aufgetischt werden), vor 60 Jahren der junge Marius Müller-Westernhagen ein („Nach jedem Gig zum Hühner-Hugo, dort verfraßen wir unser Geld“ aus „Mit 18“).

Ein Müllauto fährt durch die Altstadt

Die Düsseldorfer Altstadt, aka „längste Theke der Welt“, zeigte sich von ihrer ruhigen Seite. Bis auf das Röhren der Müllautos, denn die Reinigungsteams hatten richtig viel zu tun.

Relief an einer Mauer mit einem Mann, der Goldstücke scheißt. Dazu der Spruch: Dies Märchen wird wohl niemals wahr, das Leben lehrt sei klug und spar

In den 50er-Jahren warb die Sparkasse mit dem „Dukatenscheißer“ in Stein und Gold.

Reiter-Statue durch ein japanisches Torii gesehen

Am Ende der Bolkerstraße erreichte ich den Marktplatz, der durch japanische Torii und Zelte für den Japan-Tag etwas anders aussah als gewöhnlich. Über dem Ganzen wachte aber nach wie vor das Reiterstandbild von Jan Wellem.

Plötzlich fiel mir ein: Mist, ich hatte ja das Heine-Haus übersehen! Das sollte doch unbedingt noch mit in meinen Bericht hinein. Ich kann doch nicht den Düsseldorfer Westernhagen nennen und den Düsseldorfer Heine ignorieren! Also wieder zurück in die Bolkerstraße…

Heine-Haus in der Morgensonne

… ein Foto von Heinrich Heines Geburtshaus gemacht…

Marktplatz von Düsseldorf mit Rathaus, Reiter-Denkmal und Zelten des Japan-Tags

… und wieder zurück zum Rathaus auf dem Marktplatz.

Hausecke mit einem an der Stange hängenden Mann als Wetterfahne, am Haus steht „Dat leckere Dröppke“

Weiter ging es auf meiner privaten Sightseeing-Tour zu Brauerei und Gasthaus „Zum Uerige“, auf dem ein fröhlicher Wirt als Wetterfahne den Passanten zuprostet. Passend dazu die Inschrift „Dat leckere Dröppke“ am Erker.

Wilhelm-Marx-Haus mit Rolltreppen im Vordergrund

Das Wilhelm-Marx-Haus war nicht nur eines der ersten Hochhäuser in Düsseldorf sondern auch eines der frühesten in Deutschland.

Uhr Grüne Mathilde

Nun war ich auf der Königsallee, der „Kö“, angekommen und wurde von der „Grünen Mathilde“ begrüßt.

Triton-Brunnen mit wasserspeiendem Fisch

Nach dem Tritonbrunnen

Schöne Fassade des Girardet-Hauses

… erreichte ich das Girardet-Haus

Blauer Streifen auf der Straße

… und entdeckte plötzlich blaue Streifen auf dem Asphalt! Marathon? Richtig, der fand hier in Düsseldorf vor einigen Wochen statt.

Kögraben mit sich im Wasser spiegelnden Bäumen

Im Kögraben spiegelten sich die Bäume…

Eingang zur Kö-Galerie-Passage

…während in der Kö-Galerie die Beleuchtung mit der goldenen Morgensonne draußen wetteiferte.

Eingangsbereich zu einer Einkaufspassage mit 2 großen Säulen in Japan-Dekoration

Vielfach war japanisch dekoriert (es wurden an diesem Tag in einigen Kaufhäusern auch japanische Aktivitäten angeboten).

Geschäft von Cartier mit heruntergelassenem Rollladen

Cartier war noch geschlossen, aber mir reichte ohnehin meine einfache Laufuhr.

Futuristischer lebensgroßer Plastik-Roboter an einer Straße

Ein lebensgroßer Roboter warb auf dem Fußweg für einen neueröffneten Shop.

Geschäft von Gucci, in der goldenen Fassadenverkleidung spiegelt sich der Läufer

Die glatte goldene Fassade von Gucci lud zu einem Läufer-Selfie mit Schaufensterpuppen ein.

Kanaldeckel der Landeshauptstadt Düsseldorf

Keine Ahnung, wie viele städtische Kanaldeckel ich auf den diversen Sightseeing-Läufen schon fotografiert habe. Dieser ist auf jeden Fall nun neu in der Sammlung (und wegen des Lichteinfalls verkehrt herum aufgenommen).

Bismarck-Denkmal, am Sockel sitzt ein Krieger mit Helm

Wieder ein Abschnitt mit diversen Denkmälern und Skulpturen: Das Bismarck-Denkmal,

Kaiser-Wilhelm-Reiter-Denkmal vor dem Justizministerium

… das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Skulptur Schmied mit Knabe

… und die Skulptur „Schmied mit Knabe“ auf dem Martin-Luther-Platz.

Verwitterte Stein-Skulptur eines Engels vor einer eingerüsteten Kirche

An der eingerüsteten Johanneskirche schien ein verwitterter Engel um Entschuldigung für die Bauarbeiten zu bitten.

Dreischeibenhaus, im Vordergrund Platanen

Von weitem sah ich das Dreischeibenhaus, das als Symbol des deutschen Wirtschaftswunders gilt.

Straßenschild Immermannstraße auf Deutsch und auf Japanisch

Das Interessanteste hatte ich mir für den Schluss aufgehoben: Klar, dass ich am Japan-Tag auch durch die Immermannstraße laufen musste, die mit ihren Geschäften und Restaurants das Zentrum des Japanischen Viertels in Düsseldorf bildet.

Schaufenster eines japanischen Supermarkts mit japanischen Plakaten

Hier gibt es unter anderem japanische Plakate in den Schaufenstern zu bewundern, …

Japanische Plakate für Karaage, Onigiri und Ramen in einem Schaufenster

… besonders für japanische Köstlichkeiten wie Karaage, Onigiri und Ramen.

Blick durch ein Schaufenster in das Innere eines japanischen Supermarkts

Ein Supermarkt mit langen Gängen voller bunter Verpackungen, …

Japanische Werbung für Eis und Mochi

… Werbung für alles mögliche…

Japanische Plakate für Kirin-Bier und Eis

… in verschiedensten japanischen Designs.

Lebensgroße Figur eines Vaters mit seinem Sohn auf den Schultern auf einer Litfaßsäule

Dazwischen wieder „Säulenheilige“ – diese hier heißen „Vater und Sohn“.

Japanisches Geschäft mit Schild draußen „Kyoto“

Ein japanisches Geschäft reihte sich an das andere – Tee, Souvenirs, …

Schaufenster „Japanese Kitchen – Takumi“

… Ramen-Restaurants, …

Japanisches Street Food Geschäft

… japanisches Street Food…

Japanisches Ramen-Restaurant

… und noch einmal Ramen.

Plakat „Welcome to Little Tokyo“ mit Plan der Immermannstraße

Fast am Ende der Straße angelangt, stieß ich auf einen Stadtplan, der mir noch einmal Little Tokyo im Überblick zeigte.

Stadtplan mit eingezeichneter Laufroute

Nach ungefähr 10 Kilometern und werweißwievielen Fotos beendete ich meinen Sightseeing-Lauf. Die Aufzeichnung meiner Laufuhr war ziemlich ungenau, denn die Strecke auf der Karte sieht so krakelig aus, als hätte ich abwechselnd Kirin und Sake getrunken. Vermutlich lag es an den zahlreichen Stops, die ich für die Fotos (und manche Ampel) eingelegt hatte.

Ich musste im Laufe des Tages übrigens häufiger an diesen schönen Lauf durch die fast leere Stadt denken. Denn ab etwa 10 oder 11 Uhr waren die Düsseldorfer Innenstadt, die Rheinpromenade und das Japanische Viertel bis spät in die Nacht wegen des Japan-Tags proppevoll. Der frühe Vogel hat die Stadt für sich! (Japanisches Sprichwort ;-)

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