Blut, Schweiß, Tränen, Sonnenaufgang


Auf der gestrigen Freitagsmorgen-Laufrunde fiel Klaus, Andreas II. und mir gleich zu Anfang eine Werbesäule mit dem Plakatmotiv „Dein Schweiß für Berlin“ auf. Als Läufer ist uns Schweiß nicht fremd, aber was will Berlin damit? Wie es sich herausstellte, gab es noch zwei weitere Motive mit „Blut“ und „Tränen“. Ist schon merkwürdig, dass 70 Jahre nach Churchills berühmter „Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede“ ausgerechnet in Berlin mit diesen markigen Worten für ehrenamtlichen Einsatz geworben wird. Als Ausgleich zur deftigen Werbe-Rhetorik gab es am Ende unseres Laufs noch einen beruhigenden Blick vom Schlehenberg aus auf den leuchtenden Sonnenaufgang…
Das Läufer-Comeback des Monats

Heute früh gab es eine nette Überraschung: Bernd hatte sich nach seeehr langer rückenbedingter Zwangspause mal wieder unserem kleinen Dienstag-Läuferteam (Andreas II., Klaus und ich) angeschlossen! Das hat uns alle sehr gefreut und die Stimmung beim Laufen noch gehoben. A propos gehoben: Klar bin ich wieder über den Schlehenberg gelaufen – und wer da nicht mit will, wird eben zur Strafe als winzig kleiner Läufer von oben fotografiert ;-) Man sieht es trotz der Unschärfe auf dem Foto direkt nach meinem Berg-Ausflug: wir hatten Spaß!
Es geht wieder bergauf – ein langer Lauf mit einigen Steigungen



Ein leicht feuchter und kühler (hin und wieder etwas zarter Nieselregen bei ca. 5 Grad) langer Lauf am Sonntagmorgen: Monika, Klaus, Hartmut, Sylvia, Andreas III., Andreas V. und ich waren heute auf der 20-km-Kleinbeeren-Runde. Da ich in Vorfreude auf den Rennsteiglauf-Halbmarathon in letzter Zeit etwas Steigungs-fixiert bin, fiel mir zum ersten Mal richtig auf, dass diese Laufstrecke ja doch so einige Steigungen enthält. Ob auf der Diedersdorfer Straße (die eigentlich ein schmaler Weg ist) hoch zur Müllkippe, im Waldstück direkt vor Kleinbeeren, in Kleinbeeren selbst und auch danach noch kurzzeitig hin und wieder: es ging bergauf. Selbstredend mussten Hartmut und ich im jugendlichen Überschwang (ähem) zum Abschluss noch den bereits erwähnten Schlehenberg im strammen Laufschritt überwinden.
Mal abgesehen davon, dass wir an der L76 wieder über die Leitplanken klettern mussten, da die Brücke noch nicht fertig ist, gab es zwischendurch auch gute Läufer-Nachrichten, denn an der Autostraße zwischen Birkholz und Diedersdorf wurde offensichtlich für einen Fuß- und Radweg gerodet. Wäre ja wunderbar, wenn man in Zukunft hier nicht mehr das gefährliche Stück auf der Straße laufen müsste…
Hügel rauf für den Rennsteiglauf

Da der Rennsteiglauf-Halbmarathon nicht mehr weit ist – in 4 Wochen stehen wir zu sechst zum ersten Mal am Start – streuen wir inzwischen immer öfter Steigungen ins Lauftraining ein, um uns auf die ungewohnten Anforderungen vorzubereiten. So musste auch heute, als ich mit Andreas II. und Hartmut unterwegs war, zum Abschluss unbedingt noch einmal über den Schlehenberg im Freizeitpark Marienfelde gelaufen werden…
Von 100 Tagen Streak Running, dem Mauerweg-Lauf 2011 und den Halbmarathon-Betrügern
Am heutigen Mittwoch, dem 7. April 2010 hat Andreas V. seine ersten 100 Tage Streak Running hinter sich. 100 Tage lang jeden Tag zu laufen ist eine tolle Leistung (nicht nur der Muskulatur, auch der Organisation des Alltags) zu der ich herzlich gratuliere! Weiter so, Andreas!
Eine zweite Meldung aus gegebenem Anlass: der Mauerweg-Lauf wird in diesem Jahr definitiv nicht wiederholt. Es ist aber eine Neuauflage dieses tollen Laufereignisses im Jahr 2011 angedacht. Der Termin muss allerdings noch ausgewählt werden. Er sollte auf jeden Fall nicht mit den 100 Meilen von Berlin kollidieren, dem Ultralauf auf dem Mauerweg.
Und zum Schluss noch etwas, was mich beim Berlin-Halbmarathon sehr geärgert hat und neulich beim „Drei-Höhen-Lauf“ mit Hartmut und Andreas V. noch einmal zur Sprache kam. Ich hatte nämlich während des Wettkampfs erstaunt zwischen Kilometer 8 und 9 zur Kenntnis nehmen müssen, dass es eine Menge meiner Mitläufer nicht so ganz ernst mit den Regeln nahmen: sie verließen am Kaiserdamm vor der Ecke Sophie-Charlotten-Straße einfach die offizielle Laufstrecke und kürzten quer durch den Park ab! Das ist nicht nur unsportlich sondern auch Betrug. Und es kann mich schon sehr ärgern, wenn ich daran denke, dass da so mancher hinterher stolz seine Zeit im Bekanntenkreis herumposaunt oder sich selber wegen der guten Platzierung auf die Schulter geklopft hat, der sich eigentlich etwas weiter hinten hätte wiederfinden müssen.
Wie es der Herdentrieb so will, waren es nicht vereinzelte Läufer, sondern wirklich Dutzende, die uns auf dem Kaiserdamm verließen und sich so gut 60 Meter ersparten. Bei 5:00 min/km macht das etwa 18 Sekunden erschummelten Vorsprungs aus. Hört sich gar nicht so viel an, bedeutet aber, dass jemand, der genauso schnell wie ich gelaufen ist, dadurch etwa 100 Plätze vor mir ins Ziel kam. Mein kleiner Rat an diese „schnellen“ Läufer: tut uns echten Halbmarathon-Läufern einen Gefallen und spart euch doch bitte beim nächsten Mal einfach die gesamte Strecke!