
Ich hatte eigentlich keinen Plan, wieviel und wo lang ich laufen sollte. Den eigentlichen Freitagslauf mit Klaus hatten wir aus Termingründen auf den Donnerstag vorgezogen; ich war also alleine am Freitagmorgen gestartet. Noch einmal etwas länger laufen, um das Trainingsdefizit noch ein bisschen aufzubessern? Macht das acht Tage vor dem S25 Sinn? Oder riskiere ich kurz vor dem Event dadurch noch eine Verletzung?
10 Kilometer?
Ich lief los, fühlte mich schlapp und beschloss, doch nur 10 Kilometer zu laufen. Erst einmal die Wünsdorfer Straße hoch bis zur Stadtgrenze (wo ich die neue Unterführung auf dem Berliner Mauerweg entdeckte).
14 Kilometer?
Irgendwie war ich immer flotter geworden, es lief auf einmal gut. Vielleicht doch 12 oder 14 Kilometer? Ich bog also nicht auf den Mauerweg ab, sondern lief durch die Waldblick-Siedlung und auf unsere Hexenhäuschen-Strecke zu.
18 Kilometer?
Kurz vor dem Hexenhäuschen kam der Gedanke, heute doch noch einen langen Lauf daraus zu machen… 18 Kilometer? Nun war ich auf unsere L76-Strecke eingebogen und fing an zu rechnen, wie weit es noch von dort aus nach Hause wäre. Um nicht wieder in eine Verletzung hineinzulaufen, legte ich alle drei Kilometer eine etwa 100 Meter lange Gehpause ein. Das funktionierte sehr gut, und das sonstige Lauftempo blieb konstant flott.
20 Kilometer!
Wieder an der Stadtgrenze angekommen, entschied ich mich an der Ampel über die B101: „Jetzt machst du auch noch die 20 Kilometer voll!“ Also noch eine Pendelstrecke eingebaut und dann durch die Kleingärten und über den Diedersdorfer Weg nach Hause.
Ob das alles eine gute Idee war, werde ich spätestens nächsten Sonntag erfahren. Für’s Gemüt war es aber ein toller Lauf!