
Mein letzter „langer“ Lauf war schon vier Wochen her – 16 Kilometer, meine bis dahin längste Distanz in diesem Jahr – und die Rippenprellung war (und ist) immer noch nicht ganz ausgestanden. Trotzdem wollte ich im Osterurlaub in Dänemark unbedingt 16, möglichst sogar 18 Kilometer laufen. Um 7 Uhr machte ich mich auf den Weg. Da in der Nacht die Zeit umgestellt worden war, wäre es eigentlich sogar erst 6 Uhr gewesen. Für das frühe Aufstehen wurde ich immerhin mit einem leuchtend gelben Sonnenaufgang über der Ostsee belohnt…

Nach einem Blick über das Meer, machte ich mich auf den „Hinweg“ – immer weiter…

… auf dem Deich Richtung Süden. Kilometerweit geradeaus, geradeaus, geradeaus. In der Monotonie eine ideale Vorbereitung auf den Streckenabschnitt, der beim S25 in zwei Wochen acht Kilometer stur parallel zur Avus verlaufen wird.

Nach etlichen Kilometern kam ich an meinen Wendepunkt kurz vor dem „Fribadestrand“.

Hier am Bøtøskoven bog ich vom Deich ins Landesinnere ab…

… und lief auf dem Bøtøvej zurück Richtung Norden. Jedes Mal nach einer Fotografierpause machte sich meine restgeprellte Rippe beim Anlaufen kurz bemerkbar, verhielt sich dann aber beim Laufen wieder ruhig.

Es waren so früh am Morgen kaum Autos unterwegs, dafür kreuzten hin und wieder Rehe meinen Weg.

Am Lupinvej passierte ich den von unserem allerersten Dänemark-Urlaub bekannten „Købmand“…

… und kam nach einigen weiteren Kilometern schließlich im Ortskern von Marielyst an, begrüßt von der Osterdeko in der Fußgängerzone.

Fotografierend…

… machte ich hier…

… und da Pause, während ich die Strandstraße entlang lief.

Die Straße war feiertags-geflaggt und vereinzelt hingen Ostereier in den Hecken…

… oder standen versammelt am Straßenrand.

Sogar der Kreisverkehr – im wahrsten Sinne Dreh- und Angelpunkt des Örtchens – war österlich-festlich dekoriert.

Ein Blick auf die Laufuhr verriet mir, dass ich für meine angedachten 18 Kilometern leider noch eine kleine Extraschleife dranhängen musste. Also noch einmal am Ferienhaus vorbei und die Straße immer weiter laufen!

Viel zu sehen gab es hier nicht, und auch die Distanz auf der Laufuhr erhöhte sich nur sehr zögerlich.

Aber endlich hatte ich den erneuten Wendepunkt erreicht und lief meinen finalen 18. Kilometer zurück. Bei meinem Trainingsrückstand war es nicht verwunderlich, dass ich ziemlich geschafft heimkam. Erstaunt war ich nur darüber, dass ich den Lauf anscheinend muskulär gut überstanden hatte.