22. Halbmarathon Berlin-Reinickendorf am 29.08.2021

Der Mercedes-Halbmarathon in Tegel heißt jetzt „Halbmarathon Berlin-Reinickendorf“ und startet nicht mehr am Autohaus sondern am Rathaus Reinickendorf. Nach exakt zwei Jahren Corona-bedingter Laufevent-Pause waren Monika, Klaus, Andreas V. und ich natürlich gespannt auf das Rathaus, die Läuferinnen und Läufer und das nicht mehr gewohnte Wettkampferlebnis. Um es vorweg zu nehmen – es wurde ein toller, aufregender Vormittag im Berliner Norden…
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Langsam wieder reinkommen – bei Nebel und Regen

So langsam fühlt es sich wieder normaler an, wenn ich laufe. Der Oberschenkel ist meist noch leicht im Hintergrund spürbar, aber er bleibt „brav“ ;-) Nach einem Dienstagslauf mit Andreas V. und Klaus war ich Mittwoch mit Klaus bei schönem Morgennebel etwas flotter unterwegs. 5:45 min/km können sich rasant anfühlen, wenn man zwei Wochen vorher noch froh war, drei Kilometer in 6:45 min/km laufen zu können.

Der Freitagslauf mit Klaus fiel dann fast ins Wasser. Wir haben uns aber vom strömenden Regen nicht beirren lassen und sind einfach 10 Minuten später gestartet. Da hatte der Regen tatsächlich fast aufgehört – nur um dann nochmal so richtig loszulegen als wir exakt auf der Hälfte waren!
Langer Testlauf

So ganz habe ich die Hoffnung auf den Tegel-Halbmarathon noch nicht aufgegeben. Trotz 7 Wochen Laufpause (mit vereinzelten deprimierenden Mini-Testläufen). Jetzt bin ich, nach dem OK der Orthopädin, über anderthalb Wochen langsam wieder ins Training eingestiegen, mit Läufen über 4, 5, 8, 12 und schließlich heute über 16 Kilometer. Das bringt natürlich längst nicht die Form von Ende Juni (!) wieder zurück.
Die Spannung im Oberschenkel ist noch nicht völlig weg und es kann – wie mir mein flotter 12-km-Lauf am Mittwoch gezeigt hat – auch schnell wieder nach hinten losgehen, wenn ich es übertreibe. Aber zuerst zählt mal, dass ich mich wahnsinnig freue, wieder mit den Freundinnen und Freunden laufen zu können. Und da der heutige lange Lauf mit Eyyüp Oberschenkel-technisch im Rahmen verlief, hoffe ich, dass ich nächsten Sonntag an der Startlinie stehen kann. Die Zielzeit muss egal sein – dabei sein ist alles!
Auch die längste Laufverletzungspause geht einmal zu Ende

Ich hatte großes Vertrauen, dass meine Probleme mit dem rechten Bein irgendwann mit Geduld, Gymnastik und kleinen Testläufen verschwinden würden. Als es aber nach 6 Wochen immer noch nicht nach einer wesentlichen Besserung aussah, habe ich mir doch einen Termin besorgt und war dann eine Woche später bei der Orthopädin. Diagnose: Es ist der Rücken! Mein Hohlkreuz drückt bei zu hoher Belastung (wenn man beim Laufen in sich zusammensackt – Marathonläufer*innen kennen das) auf den Nerv und der strahlt dann in das Bein ab. Stärkung der Rumpfmuskulatur ist also angesagt. Und darauf achten, das Becken nach vorne zu kippen. Leichter gesagt als getan, fürchte ich. Aber ich bin fest entschlossen, das zukünftig zu beachten. Nach Spritze, Röntgen, Einlagen- und Physio-Verschreibung bin ich also wieder „im Rennen“ und gestern bei Sonnenaufgang eine erste 5-km-Runde gelaufen!
Lauf-Sonntage auf dem Fahrrad

Auch am vergangenen Sonntagmorgen habe ich wieder über 30 km bei 10 km/h auf dem Fahrrad verbracht – als Begleitung von Marathon-Trainierer Klaus und den anderen der Laufgruppe. Meinem rechten Bein geht es immer noch nicht besser, aber bald soll ein Besuch bei der Orthopädin etwas Klarheit bringen. Und dann hoffe ich doch sehr, dass ich irgendwann mal wieder mitlaufen kann.