Laufen im Paralleluniversum

Mir fiel gerade auf, dass ich bei meinem Der-Zeh-tut-weh-Abkürzungslauf am Freitag anscheinend auch in einem Paralleluniversum unterwegs war: Die GPS-Messung der Laufuhr (blaue Linie) lag ungewohnterweise enorm weit weg von meiner realen Laufstrecke (orange Linie). Erstaunlich, dass eine Uhr, die sekündlich Koordinaten setzt, diese so lange einfach falsch fortführt, quasi in einer Parallelverschiebung. Ich vermute, dass die Uhr erst dann wieder auf Kurs kam, als ich kurz am Bahnhof Buckower Chaussee Halt machte, um zu fotografieren. Man sieht links unten auf der Karte, wie die Linien sich danach wieder näher kamen (und bald darauf tatsächlich auf dem letzten Kilometer wieder exakt übereinander lagen).
Wenn der Zeh den Läufer stoppt

Heute morgen musste ich den Freitagslauf stark abkürzen und Andreas IV. und Klaus ohne mich weiterlaufen lassen. Wegen eines rebellierenden Zehs! Hatte ich so auch noch nicht. Mittwoch war ich eine flotte 13-km-Buckow-Runde gelaufen und hatte dabei eine Ahnung von leichtem Druck auf den Zehen des linken Fußes gespürt. Warum sollte da auch was drücken? Ich hatte Laufschuhe an, die ich schon wirklich tausende Kilometer getragen hatte, und auch die Laufsocken waren eingetragene Qualitätsware. Trotzdem: Am Abend des selben Tages hatte ich festgestellt, dass ich mir tatsächlich Blasen bzw. starke Druckstellen am Zeigezeh und etwas weniger auch am Mittelzeh gelaufen hatte. Faltenwurf in der Socke? Ich kann es mir sonst nicht erklären. Tja, und dieses Zehproblem meldete sich heute am Freitagmorgen von Anfang an beim Auftreten bzw. Abrollen. Ich konnte dann meine abgekürzte Solo-Runde – über die Baustelle am abgesperrten Bahnübergang Buckower Chausee – noch gut zu Ende laufen, zumindest wurde es nicht schlimmer. Aber die vollen 10 Kilometer wären eindeutig zu viel gewesen. Mal sehen, ob es am Sonntag halbwegs läuft…
Mal wieder ein Baustellen-Lauf am Freitagmorgen

Wenn im Dunkeln ohnehin fast alles gleich aussieht, muss man die Laufstrecken noch mehr variieren, damit der Kopf wach bleibt. Der hatte allerdings heute früh bei unserer Dreier-Runde mit Baustellen-Besichtigung auch so zu tun, denn es wurde beim Laufen kräftig über Gott und die Welt diskutiert. Ach, nee, ich glaube, es war nur die Welt. Aber die reicht ja auch völlig heutzutage.

Das schaurige Halloween-Skelett am Laternenmast in der „Architektur-Meile“ konnten wir Andreas IV. leider nicht mehr zeigen, es hatte sich wohl einen wärmeren Platz gesucht. Zumindest war danach die Baustellen-Passage im Stil eines Bergwerk-Stollens ein kleiner Ersatz. Und der hingesprühte Satz „Impfen tötet“ ist in seiner Gedankenlosigkeit ohnehin gruseliger als Halloween je sein kann.
Dunkellaufen

Frühmorgens, wenn wir unsere Laufrunden drehen, ist es inzwischen – Ende Oktober – stockdunkel. Mittwoch war ich alleine zum Lilienthal-Denkmal unterwegs, und die meiste Zeit musste mir der Lichtkegel der Stirnlampe den Weg durch die schwarzen Parkanlagen zeigen.

Abgesehen von ein paar wenigen beleuchteten Abschnitten war das aber eher nervig als spannend.

Da ist es doch schöner, mit Andreas IV. und Klaus freitags durch beleuchtete Straßen zu laufen. Man muss sich halt die einsamen Nebenstraßen mit geringem Autoverkehr aussuchen (was aber natürlich nicht immer möglich ist).
Mal wieder ein Sonntagslauf in größerer Gruppe

Tja, die Fotos sind dank Feuchtigkeit auf der Linse etwas „dreamy“ geworden, aber schön war es auf jeden Fall, wieder mal laufend mit so vielen unterwegs zu sein…
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