
Vergangenen Sonntag musste ich alleine los, alle anderen waren auf die eine oder andere Art verhindert. Gelegenheit also für ein kleines Solo-Abenteuer. Um kurz vor halb sieben machte ich mich in der Morgendämmerung auf, um die Kleinbeeren-Runde mal anders herum zu laufen…

Es sah überall nach Herbst aus, allerdings die nasskalte Version der Jahreszeit.

Meine Entscheidung, die Strecke in der Gegenrichtung zu laufen, bedeutete leider auch, dass ich die leuchtend aufgehende Sonne kaum zu sehen bekam – nur einmal auf Höhe des GVZ Am Lilograben.

Die Berliner Straße wirkte einsam und verlassen. Obwohl… da kam mir auf dem schmalen Gehweg doch ein junger Läufer entgegen. Zu meiner Überraschung streckte er seine Hand seitlich aus. Zum Grüßen, dachte ich erst. Aber er hielt sie so auffordernd auf Hüfthöhe, dass ich ihn verstand – und wir klatschten uns im Vorbeilaufen ab!

Kurz darauf musste ich dann nach links Richtung Kleinbeeren abbiegen.

Über die kurze Landstraße…

… kam ich nach Kleinbeeren, wo es menschenleer, aber bärenvoll war. Zumindest entdeckte ich zwei Bären-Skulpturen auf hohen Sockeln. Immer weiter ging es nun auf den „Fünf-Finger-Kreisverkehr“ zu, an dem ich kurz zögerte und im Handy prüfte, damit ich auch den richtigen „Finger“ erwischte. Sah ja alles etwas anders aus, so aus der Gegenrichtung.

Auf der Straße „Zur Schmiede“, die nach kurzer Zeit zum „Buschweg“ wird, kam ich dann an die „Straße nach Großbeeren“ (L40) und bog nach links ab Richtung Diedersdorf.

Über mir hörte ich die typischen Geräusche der Gänseschwärme…

… und neben mir sah ich ein großes Feld vertrockneter Sonnenblumen.

Wieder ein Kreisverkehr, dieses Mal der von Diedersdorf (mit großem Ortswappen).

Weiter geradeaus, vorbei an den Zeugen des gestrigen Halloween-Tages…

… und dann auf den langen steinigen Trampelpfad entlang der Bahnlinie. Die bei diesem Lauf ausnahmsweise mal auf der rechten Seite lag.

Wieder ein ungewohnter Anblick „von der anderen Seite“…

… und weiter entlang des nächsten Feldes auf Mahlow zu.

Hier hatte jemand offensichtlich mit dem Richtungs-Pfeiler gespielt und die Welt zwar nicht auf den Kopf gestellt, aber doch gehörig verdreht.

Inzwischen spürte ich die gelaufenen Kilometer deutlich, aber es war noch ein ganzes Stück bis nach Hause. Also über die Brücke…

… nach Waldblick und von dort auf den Berliner Mauerweg.

Der sah mit Hilfe der nun langsam stärker scheinenden Sonne wunderbar herbstlich aus.

Noch läppische 4-5 Kilometer, da war dann auch noch ein Selfie drin ;-) Es wurde zum Schluss aber noch recht anstrengend, so dass ich am Ende froh war, die 24 Kilometer geschafft zu haben!