
Donnerstag haben Klaus und ich etwas versucht, was bei uns im Berliner Süden nicht so einfach ist: Höhenmeter im Lauftraining zu sammeln. Immerhin hatten wir am Ende unseres Morgenlaufs 85 Höhenmeter auf Klaus’ Uhr – wie genau das auch immer sein mag…

Hintergrund der Aktion war, dass wir doch ein bisschen Bedenken wegen der Steigung(en) beim kommenden S25 Berlin haben. Die geänderte Strecke führt nämlich über die Havelchaussee und den „Willi“ genannten Karlsberg. Für Flachland-Läufer wie uns ist das Profil des Streckenabschnitts schon beeindruckend – knapp 900 Meter mit durchschnittlich 3,4% Steigung!
Bei Berliner Rennradfahrern gehört diese Strecke durch den Grunewald mit dem Grunewaldturm (früher Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisturm, daher wohl auch der Name „Willi“) zu den beliebtesten „Bergetappen“. Dass das nicht allzu weit hergeholt ist, zeigt ein Kommentar, den ich zu diesem Thema gefunden habe: „Die Havelchaussee war am 02.07.1987 Streckenabschnitt der 2. Etappe der Tour de France. Mit dem Anstieg zum Grunewaldturm als Bergwertung.“
Nun gut, wir sammeln also schon mal ein paar Höhenmeter in der Vorbereitung. Auf unserer Runde am Donnerstag ging es über zwei Brücken und anschließend im Freizeitpark Marienfelde hoch und runter. Belohnt wurden wir mit dem Ausblick vom „Alpengipfel“ auf den Sonnenaufgang – und dem guten Gewissen, etwas besser auf den S25 vorbereitet zu sein.