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	<title>startblog-f &#124; das blog über das laufen für läufer der f-klasse &#187; Lauftypen</title>
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	<description>Das Blog über das Laufen für Läufer der F-Klasse: Laufberichte und Tipps zum Lauftraining für Halbmarathon und Marathon</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 14:20:19 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Lauffilm: Saint Ralph – Ich will laufen</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 11:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminsbf</dc:creator>
				<category><![CDATA[F wie Fun, Fun, Fun]]></category>
		<category><![CDATA[F-Klasse-Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Lauftypen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man sich die Listen mit den bekanntesten Lauffilmen so ansieht, taucht dieser Film meist nicht auf. Wahrscheinlich, weil es sich „nur“ um einen Film für Jugendliche handelt. Ich habe ihn aber neulich gesehen, natürlich mit Läufer-Augen, und fand ihn sehr empfehlenswert&#8230; Der Sieg beim Boston-Marathon wäre ein Wunder Der 14-jährige Ralph hat es im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5574" title="Das Ziel-Finish beim Boston-Marathon 1954 im Film" src="http://www.startblog-f.de/wp-content/uploads/2012/01/laufen-lauffilm.jpg" alt="Läufer auf Zielgeraden" width="500" height="281" /></p>
<p>Wenn man sich die Listen mit den bekanntesten Lauffilmen so ansieht, taucht dieser Film meist nicht auf. Wahrscheinlich, weil es sich „nur“ um einen Film für Jugendliche handelt. Ich habe ihn aber neulich gesehen, natürlich mit Läufer-Augen, und fand ihn sehr empfehlenswert&#8230;<br />
<span id="more-5573"></span></p>
<h2>Der Sieg beim Boston-Marathon wäre ein Wunder</h2>
<p>Der 14-jährige Ralph hat es im Kanada der 50er-Jahre nicht leicht an einer katholischen Schule: sein Rauchen und erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht bringen ihm eine Menge Ärger ein. Dazu kommt, dass seine alleinerziehende Mutter im Krankenhaus liegt, und er sich alleine zuhause durchschlagen muss. Eines Tages fällt seine Mutter ins Koma, und die Situation eskaliert für ihn, da es nach Aussagen der Ärzte schon eines „Wunders“ bedürfte, um sie aus diesem Zustand zu holen.</p>
<p>Aber als der Direktor der Schule ihn zur Strafe für eine weitere Undiszipliniertheit zur Teilnahme am Training der Geländelauf-Gruppe der Schule verdonnert, tut sich plötzlich eine Chance auf. Eine im Spaß dahingesagte Erwähnung des Trainers zum Boston-Marathon  – dass keiner seiner Jungs dort teilnähme, weil es für einen Jugendlichen schon eines Wunders bedürfte, dort zu gewinnen – führt für Ralph zur Gleichung: Wenn ich den Marathon gewinne, ist das das Wunder, dass meine Mutter aus dem Koma holt! Und er fängt an zu trainieren&#8230;</p>
<h2>Ralphs Lauftraining</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5579" title="Ralph trainiert verbissen, indem er die Hügel hinaufläuft" src="http://www.startblog-f.de/wp-content/uploads/2012/01/laufen-lauffilm-training.jpg" alt="Läufer mit Rucksack beim Hügellauf" width="500" height="311" /></p>
<p>Das hört sich auf den ersten Blick kitschiger an, als es im Film umgesetzt wird. Natürlich ist es ein Märchen, aber die Geschichte wird meiner Meinung nach doch recht sensibel umgesetzt. Und natürlich sind für einen Läufer die Szenen des Lauftrainings besonders unterhaltsam. Wie Ralph sich mit einem Buch des verrückt gewordenen Laufexperten Longboat („Dennis Longboat’s Secrets to Marathon Success“) an sein Training macht, durch die Hügel und Felder Ontarios läuft, treppauf, treppab durch das Schulgebäude trabt oder mit dickem Rucksack die Hügel hochrennt, ist einfach nett anzuschauen und macht Lust, gleich selber wieder die Laufschuhe anzuziehen, zumal so mancher Satz des immer wieder aus dem Off dazu zitierten Longboat mich an aktuelle Laufbibel- und Laufmagazin-Weisheiten erinnert hat.</p>
<p>Wesentlich mehr Qualität bekommt Ralphs Lauftraining aber erst, als sich Pater Hibbert, der Trainer der Geländelauf-Gruppe und frühere erfolgreiche Marathonläufer, sich seiner annimmt:</p>
<blockquote><p>Wieviele Meilen laufen Sie die Woche?“<br />
„60“<br />
„Das ist nicht annähernd genug!“<br />
„Ach nein? Longboat sagt, das wäre angemessen.“<br />
„Longboat? Longboat verlor den Verstand! Wie sieht ihr Training aus?“<br />
„Bei jedem Lauf gebe ich mein Äußerstes, und ich esse 5 rohe Eier zum Frühstück, und ich schlafe immer mit dem Kopf Richtung Norden.“<br />
„Vollkommener Schwachsinn. Sie werden Boston niemals gewinnen, aber wenn sie trotzdem teilnehmen wollen, trainiere ich sie.“</p></blockquote>
<h2>„Hallelujah“ für Marathon-Läufer</h2>
<p>Wie die Geschichte ausgeht verrate ich natürlich nicht, aber wenn ihr mal Gelegenheit bekommt, den Film zu sehen, dann kann ich euch unterhaltsame 94 Minuten versprechen.</p>
<p>Besonders gefallen hat mir – natürlich – die Sequenz vom großen Rennen beim Boston-Marathon, die zwar, wie in solchen Fällen üblich, dramatisch mit Gegenschnitten arbeitet, aber musikalisch eben nicht auf irgendeinen heroischen The-Final-Countdown-Song zurückgreift, sondern von einer wunderbaren Version des Leonard-Cohen-Songs „Hallelujah“ (gesungen von Gord Downie) untermalt wird, die gleich Einzug in meine Playlist gehalten hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Noch schneller, noch flexibler, noch schöner.“ – Interview mit dem rubiTrack-Entwickler Markus Spoettl</title>
		<link>http://www.startblog-f.de/2011/02/18/noch-schneller-noch-flexibler-noch-schoener-interview-mit-dem-rubitrack-entwickler-markus-spoettl/</link>
		<comments>http://www.startblog-f.de/2011/02/18/noch-schneller-noch-flexibler-noch-schoener-interview-mit-dem-rubitrack-entwickler-markus-spoettl/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 07:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminsbf</dc:creator>
				<category><![CDATA[F-Klasse-Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Lauftypen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[rubiTrack]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich hier auf startblog-f vor kurzem rubiTrack, eine Software für Läufer und andere GPS-Sportler vorgestellt habe, war ich doch neugierig auf den Menschen hinter der Software und habe dem Entwickler Markus Spoettl einige Fragen gestellt&#8230; Laufen Sie selber oder treiben Sie einen anderen Sport? Ja, ich laufe, zwischen 40 und 50 km pro Woche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4157" title="Screenshot der GPS-Lauf-Software rubiTrack für den Mac" src="http://www.startblog-f.de/wp-content/uploads/2011/02/rubitrack-gps-lauf-software-mac.jpg" alt="GPS-Lauf-Software rubiTrack" width="500" height="358" /></p>
<p>Nachdem ich hier auf <em>startblog-f</em> vor kurzem <a title="Artikel über rubiTrack, eine Mac-Software zur Auswertung der per GPS aufgezeichneten Läufe am Computer" href="http://www.startblog-f.de/2011/02/05/test-rubitrack-gps-lauf-auswertung-am-computer/"><em>rubiTrack</em>, eine Software für Läufer</a> und andere GPS-Sportler vorgestellt habe, war ich doch neugierig auf den Menschen hinter der Software und habe dem Entwickler Markus Spoettl einige Fragen gestellt&#8230;<br />
<span id="more-4156"></span></p>
<h3>Laufen Sie selber oder treiben Sie einen anderen Sport?</h3>
<blockquote><p>Ja, ich laufe, zwischen 40 und 50 km pro Woche. Bin aber keine Events gelaufen, abgesehen von einem Staffelmarathon vor ein paar Jahren. Ich plane heuer einen Marathon. Ich fahre auch gerne mit meinem Dahon Mu, aber streng freizeitmässig.</p></blockquote>
<h3>Ihre persönlichen sportlichen Bestleistungen?</h3>
<blockquote><p>Keine, jedenfalls keine wettkampfmässigen.</p></blockquote>
<h3>Haben Sie für Ihr eigenes Training auch eigene „Gruppen“ (Filter) angelegt und wenn ja, welche?</h3>
<blockquote><p>Ich filtere vor allem per Multi-Selektion.</p></blockquote>
<h3>Wie lange hat die Entwicklung von <em>rubiTrack</em> gedauert, bis die erste Version marktreif war?</h3>
<blockquote><p>Das waren 2008 ca. 6 Monate für v1, die Entwicklung hat seither nie aufgehört und es sind daraus mittlerweile 1,5 Fulltime-Jobs geworden.</p></blockquote>
<h3>Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zum PC-Konkurrenten <em>SportTracks</em>?</h3>
<blockquote><p>Ich denke <em>rubiTrack</em> zeichnet sich durch die Liebe zum Detail und die Durchdachtheit der Features aus. Wir legen sehr grossen Wert darauf, dass die Features in <em>rubiTrack</em> für die Benutzer einfach zu bedienen sind, schön aussehen und dabei nicht an Tiefe zu verlieren. Form und Funktion.</p></blockquote>
<h3><em>rubiTrack</em> ist momentan nur für den Mac verfügbar. Gibt es Pläne, zukünftig auch eine PC-Version anzubieten?</h3>
<blockquote><p>Sehr unwahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt.</p></blockquote>
<h3>Es gibt eine lebhafte Diskussion über die Erfassung und Verarbeitung von GPS-Höhendaten. Können Sie kurz zusammenfassen, wie <em>rubiTrack</em> die Höhendaten erfasst und verarbeitet?</h3>
<blockquote><p><em>rubiTrack</em> zeigt lediglich an, was das GPS aufgezeichnet hat. Das Problem dabei ist, das die Höhendatenaufzeichnung im GPS extremen Fehlern unterworfen ist, vor allem bei schlechtem Empfang. Das Problem lässt sich lindern, indem die Höhendaten geglättet werden, was <em>rubiTrack</em> tut. Weiter gibt es die Möglichkeit die Höhendaten mit Hilfe von öffentlich zugänglichen Datenbanken zu korrigieren. Das ist geplant.</p></blockquote>
<h3>Wie darf man sich die Testumgebung vorstellen? Haben Sie diverse Laufuhren und Macs zur Verfügung oder greifen Sie auf Testpersonen zurück?</h3>
<blockquote><p>Beides. Wir haben einen Querschnitt der gängigsten Fitness-Geräte direkt zum Testen, aber bei weitem nicht alle verfügbaren (man denke an die Unzahl verschiedener GPS Tracker). Glücklicherweise sind die Synchronisationsmethoden der Geräte in den einzeln Serien mittlerweile halbwegs „stabil“, d.h. werden vom Hersteller nicht ständig neu erfunden. Das erleichtert die Sache erheblich. Wir bekommen auch sehr viel Unterstützung von unseren Usern, die uns bei Problemen mit Daten Ihrer Geräte versorgen.</p></blockquote>
<h3>Wie sind Sie zur Software-Entwicklung gekommen?</h3>
<blockquote><p>Dazu kann ich nur sagen, der C64 hat ein Feuer entfacht. Jetzt kennen Sie auch mein Alter :)</p></blockquote>
<h3>Im Forum und in <a title="startblog-f-Artikel über rubiTrack" href="http://www.startblog-f.de/2011/02/05/test-rubitrack-gps-lauf-auswertung-am-computer/">meinem Artikel</a> gibt es einige Verbesserungsvorschläge. Mit welchen Neuerungen darf man in der nächsten Version rechnen?</h3>
<blockquote><p>Schwierige Frage, wir sprechen ungern über ungelegte Eier. Nur soviel: Noch schneller, noch flexibler, noch schöner.</p></blockquote>
<p>Danke, Markus Spoettl, für die Blicke hinter die Kulissen der <em>rubiTrack</em>-Entwicklung. Ich wünsche weiterhin viel Spaß bei der Optimierung der Software und hoffe, dass Sie auch in Zukunft so engagiert für Ihre Kunden im Forum da sind wie bisher.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Beim Ultralauf ist mentale Stärke entscheidend“ – Interview mit einer Ultraläuferin</title>
		<link>http://www.startblog-f.de/2010/10/27/beim-ultralauf-ist-mentale-staerke-entscheidend-interview-mit-einer-ultralaeuferin/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 05:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminsbf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lauftypen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem hätte sich fast zufällig ein gemeinsamer Lauf mit der Schweizer Ultraläuferin Anna Hughes ergeben. Leider hat es nicht geklappt, aber beim Besuch ihrer Website www.ultra-running-insights.com war ich beeindruckt davon, wie engagiert (und erfolgreich: u.a. hat sie den Swiss Jura Marathon 2009 als zweite Frau gefinisht!) sie das Ultralaufen betreibt und wie intensiv sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-3671 imgleft" title="Die Schweizer Ultraläuferin Anna Hughes" src="http://www.startblog-f.de/wp-content/uploads/2010/10/blog-autumn-tree.jpg" alt="Anna Hughes" width="240" height="360" />Vor kurzem hätte sich fast zufällig ein gemeinsamer Lauf mit der Schweizer Ultraläuferin <em>Anna Hughes</em> ergeben.</p>
<p>Leider hat es nicht geklappt, aber beim Besuch ihrer Website <a title="Website der Ultraläuferin Anna Hughes" href="http://www.ultra-running-insights.com">www.ultra-running-insights.com</a> war ich beeindruckt davon, wie engagiert (und erfolgreich: u.a. hat sie den <em>Swiss Jura Marathon 2009</em> als zweite Frau gefinisht!) sie das Ultralaufen betreibt und wie intensiv sie sich mit allen Aspekten des Ultralaufs beschäftigt.</p>
<p>Ich habe sie daher nachträglich zum spannenden Thema <strong>Ultralauf</strong> befragt&#8230;<br />
<span id="more-3666"></span></p>
<h3 class="break">An welchen Ultralauf erinnerst du dich am liebsten?</h3>
<blockquote><p>Jeder Ultralauf, den ich gelaufen bin, hat etwas Besonderes. Ein Meilenstein jedoch war sicher der <a title="Wikipedia-Artikel zum Marathon des Sables" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marathon_des_Sables"><em>Marathon des Sables</em></a> im April 2008. Dies war mein erster Ultra und gleich ein Etappen-Rennen. Dort habe ich meine Leidenschaft für die ganz langen Läufe entdeckt, vor allem auch, wie wichtig eine gute mentale Vorbereitung ist. Erst auf der langen 75-km-Etappe habe ich gemerkt, dass mentale Stärke ein entscheidender Aspekt ist, um jeden Ultra ins Ziel zu bringen bzw. zu finishen.</p>
<p>Ich kann jedem Ultramarathon, den ich bewusst entscheide zu laufen, etwas Besonderes und Schönes abgewinnen. Daher lege ich mich nie speziell nur auf beispielsweise 12/24-Stunden Läufe fest, sondern probiere verschiedene Ultras aus.</p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3672" title="Marathon des Sables: 230 km in 6 Etappen durch die marokkanische Sahara" src="http://www.startblog-f.de/wp-content/uploads/2010/10/marathon-des-sables-sahara.jpg" alt="Ultraläufer in der Sahara" width="500" height="336" /></p>
<h3>Wie sieht eine typische Trainingswoche bei dir aus?</h3>
<blockquote><p>Dieses Jahr war ich lange verletzt und konnte nur bedingt trainieren, von daher nehme ich als Beispiel, wie eine typische Trainingswoche aussieht, mal das letzte Jahr: in den Monaten vor einem Ultra (im Juli 2009 lief ich den <em>Swiss Jura Marathon</em>, 350 km in 7 Etappen von Genf nach Basel) laufe ich unter der Woche nur einmal lang, d.h. 90-120 Minuten, am Wochenende dann samstags und sonntags lange und bergig. Lange Läufe heisst an einem Tag 2,5-3 Stunden und am darauffolgenden nochmal 2 Stunden oder länger. Diese &#8216;back-to-back&#8217;-Einheiten simulieren die körperliche und geistige Ermüdung, wie sie bei einem Ultralauf nach mehreren Stunden auch eintritt. Je mehr man dies trainiert, desto schneller kann man diese Tiefs überwinden, da die Muskeln sich durch diese Einheiten optimal an die Belastung anpassen. Gern mache ich auch Kombitraining aus Rennrad/Laufen und trainiere mit Mentaltraining bis zwischen 25-30 Stunden, dies aber nur 3-4 mal vor einem grossen Lauf.</p>
<p>In solchen Phasen komme ich auf 150-180 km, dies würde ich aber nie zu oft machen, sondern immer nur bis zu 75% der Zielzeit trainieren. Ausserdem laufe ich ca. 80% abseits von Asphaltstrassen. Wenn das Terrain variiert, ist man auch etwas belastbarer, da andere Muskelgruppen angesprochen werden. Dies heisst: beim Etappenlauf wollte ich ca. 40 Stunden Gesamtzeit brauchen, also habe ich bis zu 30 Stunden trainiert, die einzelnen Etappen wollte ich in ca. 5-7 Stunden laufen, heisst also, dass mein längster Lauf pro Einheit 3,5-5 Stunden war. Diese Läufe mache ich in gutem Tempo, nie joggend, sondern variiere das Tempo, am Berg zügig, dafür bergab gedrosseltes Tempo oder umgekehrt. Die langen Läufe verteile ich manchmal auf zwei Einheiten am Tag. Also den ersten Lauf ca. 2 Stunden, dann 4 Stunden Recovery und dann nochmal 90 Minuten. Dies trainiert auch wieder die Muskeladaption.</p>
<p>Unter der Woche mache ich 1-2 Key Sessions, also Einheiten mit speziellem Akzent auf Intensität und Geschwindigkeit: Berganläufe/Intervalle, Treppentraining, Pyramiden oder 30-45 Minuten Tempolauf. Ich laufe nie mit Herzfrequenzmesser, nur in einer Erholungswoche, sondern trainiere nach Gefühl, was sich total bewährt hat. Ich schaue auch nicht penibel auf zurückgelegte Kilometer. Ob ich nun 90 oder 95 km in einer Woche gelaufen bin, macht mich nicht unbedingt langsamer oder schneller. Ausschlaggebend ist die Qualität der einzelnen Einheiten. Ich mache ausserdem immer 4-Wochen-Blöcke: 3 Wochen Intensität, dann eine Woche wirkliche Erholung mit nur einer schnelleren Einheit. Erst in Erholungswochen wird man schneller, dies wird häufig unterschätzt.</p></blockquote>
<h3>Wie schaffst du es, die Zeit für dein Training in den normalen Alltag zu integrieren?</h3>
<blockquote><p>Indem ich einen straff organisierten Tag habe, zumindest die Vormittage. Meine Töchter (6 und 8) sind vormittags in Schule und Kindergarten, so dass ich dann gut trainieren kann und am Wochenende plane ich meine langen Einheiten. Stabilisations-und Kraftübungen mache ich zu Hause, besuche nicht extra ein Fitness-Studio, sondern habe das wichtigste Equipment für die Übungen zu Hause. Dies erfordert Disziplin, funktioniert jedoch gut.</p></blockquote>
<h3>Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen dem Marathon- und dem Ultramarathon-Training?</h3>
<blockquote><p>Das mentale Training ist enorm wichtig, natürlich auch beim Marathon, aber in einem Ultra zeigt sich am Ende, wer mental stärker ist und somit noch Reserven freimachen kann, um nicht aufgeben zu müssen. Daher empfehle ich, unbedingt in mentale Techniken wie beispielsweise Visualisieren und Meditation zu investieren, ca. 3-5 mal pro Woche für 15-20 Minuten. 50% wird in einem Ultrarennen mit dem Kopf gelaufen. Derjenige, der mental besser vorbereitet ist und durchaus weniger Kilometerumfänge gelaufen ist, wird gewinnen vor demjenigen, der nur Kilometer geschrubbt hat und mental nicht vorbereitet ist.</p></blockquote>
<h3>Was gehört neben dem Training zur guten Vorbereitung auf einen Ultramarathon?</h3>
<blockquote><p>Im Training sollte die individuelle Ernährung ausreichend getestet werden. Manche schwören auf Kalorienaufnahme in Gelform, andere können nur Riegel vertragen. Es gibt also verschiedene Lösungen und jeder sollte immer wieder im Training bei langen Läufe die Wettkampfbedingungen simulieren und die Ernährung testen, um dann im Rennen vorbereitet zu sein.</p></blockquote>
<h3>Was hat ein Ultraläufer beim Rennen eigentlich so alles dabei?</h3>
<blockquote><p>Wenn ein Ultraläufer auf abgeschiedenen Wegen unterwegs ist, hat er sicher einen Trinkrucksack mit Wasser und Essen  sowie Wechselkleidung dabei. Die ultimative Windjacke, die sich auf Tennisballgrösse zusammenfalten lässt, ist von Montane (Slipstream-Jacket). Diese Jacke gehört in die Tasche eines jeden Ultraläufers.</p></blockquote>
<h3>Was hilft dir in der schwierigsten Phase eines Rennens?</h3>
<blockquote><p>Siehe weiter oben: ansonsten ist es wirklich so, dass ich mir die Bilder, die ich mir schon viele Wochen vor einem Ultralauf vorstelle und an eine Visionstafel hänge, abrufe, wenn ich in ein mentales Tief komme. Dies können Fotos, Poster, Sprüche sein, die dann so lange abgespeichert werden, bis sie voll um Unterbewusstsein manifestiert sind.</p></blockquote>
<h3>Hast du auch mal ein Rennen abbrechen müssen?</h3>
<blockquote><p>Nein, noch nie. Ein Rennen müsste ich vielleicht erst abbrechen, wenn ich unvorbereitet wäre und einfach just for fun mitmachen würde. Dies ist das Fatalste, was man machen kann: einen Ultramarathon einfach mal so zu laufen. Selbst ein 50 km-Lauf, eben &#8216;nur&#8217; 8 km länger als ein Marathon, ist nicht mit einem Strassenmarathon zu vergleichen. Es ist eine ganz andere Kategorie von Lauf, der man mit Respekt und auch Vernunft begegen sollte, so wie allen anderen Ultradistanzen auch.</p></blockquote>
<h3>Was sind Deine Tipps für Marathon-Läufer, die sich an einen Ultralauf heranwagen wollen? Kannst du ein „Einsteiger“-Rennen empfehlen?</h3>
<blockquote><p>Ein Einsteiger-Rennen als solches kann ich nicht empfehlen. Jeder kann aus freien Stücken entscheiden, bei welchem Ultralauf etwas &#8216;antickt&#8217;, eine Leidenschaft. Die langen Kombiläufe sind jedoch ein Must für jeden, der sich an die Strecken heranwagen möchte.</p></blockquote>
<p>Danke, Anna, für die wirklich ausführlichen und interessanten Antworten. Vielleicht sehen wir dich ja im nächsten Jahr bei den <a title="Website zu den 100 Meilen von Berlin, einem Ultralauf auf dem Berliner Mauerweg" href="http://www.mauerweglauftreff.de/Website/100MeilenBerlin.html">100 Meilen von Berlin</a>&#8230;</p>
<p><em>PS: Wer sich nach diesem Interview einmal etwas näher mit dem Ultralauf beschäftigen möchte, dem sei – neben dem Wikipedia-Artikel <a title="Wikipedia-Artikel über Ultramarathon-Wettkämpfe" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ultramarathon">„Ultramarathon“</a> – die Website von Anna Hughes <a title="Website mit vielen Informationen über den Ultralauf: Training, Wettkämpfe, Ernährung, Ausrüstung" href="http://www.ultra-running-insights.com">www.ultra-running-insights.com</a> wärmstens empfohlen. Dort findet man (auf Englisch) wirklich alles von Training über Ernährung bis hin zur Ausrüstung.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Streak Running – Das zweite Interview mit einem Streak Runner</title>
		<link>http://www.startblog-f.de/2010/07/16/streak-running-das-zweite-interview-mit-einem-streak-runner/</link>
		<comments>http://www.startblog-f.de/2010/07/16/streak-running-das-zweite-interview-mit-einem-streak-runner/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 17:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminsbf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich bereits Anfang des Jahres in meinem Artikel über das Streak Running einen Streak Runner habe zu Wort kommen lassen, war es nun – nach einem halben Jahr – Zeit für ein Zwischenfazit. Denn Andreas V. hatte sich ja vorgenommen, ein Jahr lang täglich zu laufen. Im folgenden Interview erfahrt ihr, wie es ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-3179" title="Streak Running: Täglich laufen, ob mit Lauf-Freunden oder alleine" src="http://www.startblog-f.de/wp-content/uploads/2010/07/streak-runner-taeglich-laufen-5827.jpg" alt="Streak Runner" width="500" height="355" /></p>
<p>Nachdem ich bereits Anfang des Jahres in meinem <a title="Artikel über das Streak Running mit einem Interview mit einem Streak Runner" href="http://www.startblog-f.de/2010/02/13/streak-running-taeglich-laufen-so-lange-es-geht/">Artikel über das Streak Running</a> einen <em>Streak Runner</em> habe zu Wort kommen lassen, war es nun – nach einem halben Jahr – Zeit für ein Zwischenfazit. Denn Andreas V. hatte sich ja vorgenommen, <em>ein Jahr lang täglich zu laufen</em>. Im folgenden Interview erfahrt ihr, wie es ihm bisher so ergangen ist&#8230;<br />
<span id="more-3178"></span><br />
Andreas, Gratulation zum ersten halben Jahr <em>Streak Running</em>! Wie fühlst du dich nach den ersten 6 Monaten Täglich-Laufen?</p>
<blockquote><p>Vielen Dank für die Glückwünsche.<br />
Ich fühle mich wirklich gut, zumal ich seit dem Beginn des Streaks gut 12 kg abgenommen habe.</p></blockquote>
<p>Gab es in der Zeit besondere Erlebnisse?</p>
<blockquote><p>Es gab viele Erlebnisse, aber herausragend war der Rennsteig Halbmarathon. Obwohl er im Mai stattfand, hatten wir dort fast winterähnliche Bodenverhältnisse und Temperaturen in den Morgenstunden. Trotz alledem war es ein toller Lauf und meine erste Reise mit der Laufgruppe.</p></blockquote>
<p>Hast du auch Krisen überwunden? Gab es Momente, an denen du das <em>Streak Running</em> in Frage gestellt hast?</p>
<blockquote><p>Natürlich gibt es immer wieder einmal Krisen, vor allen Dingen dann, wenn man alles unter einen Hut bekommen will und muss. Ein Wochenende allein mit 4 Kindern, Action von morgens 06:30 Uhr bis abends 21:00 Uhr und dann noch die Laufschuhe anziehen und eine Runde laufen, das ist schon eine Herausforderung. Zur Zeit macht mir natürlich auch die große Hitze Probleme.</p></blockquote>
<p>Gab es auch mal einen Tag, an dem du deinen Lauf fast in allerletzter Minute noch absolviert hast?</p>
<blockquote><p>Mein härtester Lauf war der am 03.05.2010 nach einem beruflichen Einsatz, der von morgens 06:30 bis abends 19:30 Uhr andauerte. Danach fuhr ich nach Hause, um dann noch um kurz vor 21 Uhr eine Runde zu drehen, verrückt oder?</p></blockquote>
<p>Wie viele Kilometer hast du denn bisher zurückgelegt?</p>
<blockquote><p>Also, am 29.06. waren es 183 Tage, die ich gelaufen bin. Dabei habe ich 1118,22 km zurückgelegt, das sind im Durchschnitt pro Tag 6,11 km.</p></blockquote>
<p>Hat sich dein Laufpensum seit unserem ersten Interview verändert?</p>
<blockquote><p>Mein Laufpensum hat sich nicht merklich erhöht, allerdings achte ich darauf, dass ich mindestens 42 km in der Woche laufe. Mein Wochenhöchstwert lag bei etwas über 55 km.</p></blockquote>
<p>Wie steht deine Familie inzwischen zu deinem Projekt?</p>
<blockquote><p>Meine Frau beneidet mich um mein „Hobby“. Manchmal läuft sie auch eine kleine Runde mit.<br />
<em>&#8212;-So, so?!&#8212; (Anmerkung Manuela)</em></p></blockquote>
<p>Gab es Lauf-Verletzungen, womöglich gar wegen Überlastung?</p>
<blockquote><p>Eigentlich habe ich keine muskulären Probleme. Nur bei Tempoläufen muss ich etwas vorsichtig sein. Auch die Rampen-(Berg-)Läufe sind nicht so optimal für den Rücken, aber es geht.</p></blockquote>
<p>Wir sind gemeinsam den Halbmarathon in Berlin und am Rennsteig gelaufen. Leidet die Wettkampf-Vorbereitung unter dem Täglich-Laufen oder fühlst du dich vielleicht sogar besser als sonst vor einem Laufevent?</p>
<blockquote><p>Ich kann es noch nicht genau beurteilen. Bestzeiten bin ich in diesem Jahr nur auf kürzeren Strecken gelaufen. Die Halbmarathon-Zeiten waren o.k., zumal ich mich nicht gezielt darauf vorbereitet habe.</p></blockquote>
<p>Nach einem halben Jahr Erfahrung: Gibt es Tipps, die du Läufern mit auf den Weg geben möchtest, die es auch einmal mit dem <em>Streak Running</em> versuchen wollen?</p>
<blockquote><p>Als Motivation beim Laufen einmal etwas Neues auszuprobieren, dafür ist Streaken geeignet. Die Frage ist dann nicht mehr, ob man läuft, sondern nur noch, wann. Das erleichtert vieles und der innere Schweinhund hat keine Chance mehr. Aber wenn man krank ist, sich wirklich schlecht fühlt, dann sollte man nichts erzwingen. Auch wenn es doppelt weh tut, abzubrechen.</p></blockquote>
<p>Andreas, vielen Dank für das Interview. Ich drücke dir die Daumen, dass du dein Jahr weiterhin glücklich und zufrieden durchläufst!</p>
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		<title>Streak Running – täglich laufen so lange es geht</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 16:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adminsbf</dc:creator>
				<category><![CDATA[F-Klasse-Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Lauftypen]]></category>
		<category><![CDATA[Läufer]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Streak]]></category>
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		<category><![CDATA[täglich laufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Streak Running ist das englische Wort für das tägliche Laufen, benannt nach dem „Streak“, dem Streifen, den man läuft, indem man Tag für Tag seine Laufleistung um ein Stück verlängert. Die Benutzerliste von streakrunner.de, dem deutschen Portal für Täglich-Läufer, listet derzeit über 300 Streak Runner und nicht zuletzt seit dem Artikel in der Laufzeit 3/09 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Mal wieder hat es der Streak Runner geschafft: mindestens 1,61 km sind gelaufen" src="http://www.startblog-f.de/wp-content/uploads/2010/02/streak-running-uhr-kilometer-0057.jpg" alt="Läufer-Uhr mit Anzeige 1,61 km" width="500" height="335" /></p>
<p><strong>Streak Running</strong> ist das englische Wort für das tägliche Laufen, benannt nach dem „Streak“, dem Streifen, den man läuft, indem man Tag für Tag seine Laufleistung um ein Stück verlängert. Die Benutzerliste von streakrunner.de, dem deutschen Portal für Täglich-Läufer, listet derzeit über 300 Streak Runner und nicht zuletzt seit dem Artikel in der <em>Laufzeit 3/09</em> ist das Thema Streak Running in der deutschen Läufer-Gemeinde so richtig bekannt geworden.</p>
<p>Ich habe euch in diesem Artikel die wichtigsten Informationen zusammengestellt, von den <strong>Regeln des Streak Running</strong>, den <strong>erfolgreichsten Streak Runnern</strong>, den <strong>Gefahren und den Vorteilen des täglichen Laufens</strong> bis hin zu einem <strong>Interview mit einem Streak Runner</strong>&#8230;<br />
<span id="more-2671"></span></p>
<h2>Die Regeln des Streak Running</h2>
<p>Die Bewegung der Streak Runner wurde in Amerika groß, wo sich im Jahr 2000 die <a title="Website der amerikanischen Streak-Running-Vereinigung USRSA" href="http://www.runeveryday.com/">USRSA (United States Running Streak Association)</a> gründete, die dann auch gleich die inzwischen weltweit anerkannten Regeln für das Täglich-Laufen aufstellte.</p>
<p>Ein Streak, also eine Serie täglicher Läufe, wird nach bestimmten Grundregeln gelaufen, häufig offiziell bekannt gegeben und entsprechend dokumentiert. Es muss täglich zwischen 0 und 24 Uhr <em>mindestens eine zusammenhängende Meile (ca. 1,61 km)</em> gelaufen werden, und zwar ohne technische Hilfsmittel (Ausnahme: Prothesen) oder die Unterstützung fremder Personen.</p>
<p>Aber der Tag ist nur die kleinste, grundlegende Zeiteinheit dieses Sports. In die Liste der <abbr title="United States Running Streak Association">USRSA</abbr> – in der übrigens nur Amerikaner aufgeführt werden – wird man erst aufgenommen, wenn man mindestens ein Jahr lang täglich nach den genannten Regeln gelaufen ist. Und auch dann ist man noch ein Greenhorn, denn die <a title="Active List der USRSA: Liste der amerikanischen Streak Runner" href="http://runeveryday.com/lists/RunningStreakList.htm"><em>Active List</em></a> ist in verschiedene Läufer-Kategorien unterteilt, deren niedrigste Stufe man erst mit einem <em>Streak von über 5 Jahren</em> überwunden hat:</p>
<ol>
<li><strong>The Legends </strong><br />
Die Legenden, Streak von mehr als 40 Jahren</li>
<li><strong>The Grand Masters </strong><br />
Die Großmeister, Streak von mehr als 35 Jahren</li>
<li><strong>The Masters</strong><br />
Die Meister, Streak von mehr als 30 Jahren</li>
<li><strong>The Dominators</strong><br />
Die Beherrscher, Streak von mehr als 25 Jahren</li>
<li><strong>The Highly Skilled</strong><br />
Die Hochbegabten, Streak von mehr als 20 Jahren</li>
<li><strong>The Well Versed</strong><br />
Die sehr Erfahrenen, Streak von mehr als 15 Jahren</li>
<li><strong>The Experienced</strong><br />
Die Erfahrenen, Streak von mehr als 10 Jahren</li>
<li><strong>The Proficient</strong><br />
Die Geübten, Streak von mehr als 5 Jahren</li>
<li><strong>The Neophytes</strong><br />
Die Neulinge, Streak von weniger als 5 Jahren</li>
</ol>
<h2>Die erfolgreichsten Streak Runner</h2>
<p>Den bisher längsten Streak weist der Brite <em>Ron Hill</em> auf. Seinen bis zum heutigen Tage währenden Streak startete der Langstrecken-Profi (1969 Marathon-Europameister) am 21. Dezember 1964 und ist seitdem täglich gelaufen – inklusive 115 Marathons und diverser anderer Wettkämpfe. Bis 1991 lief er sogar zweimal täglich (außer sonntags, da reichte ihm ein Lauf). Von vielen Streak Runnern wird er als „König der Streaker“ verehrt, einige Puristen werten seinen Streak allerdings etwas ab, da er zwischenzeitlich nach einer Operation mit Krücke und auf einem Bein jeweils eine halbe Meile absolviert hatte.</p>
<p>Die offizielle Liste der <abbr title="United States Running Streak Association">USRSA</abbr> führt derzeit <em>Robert C. Ray</em> aus Baltimore, USA an, der vom  4. April 1967 bis zum 7. April 2005 insgesamt 13.844 Tage hintereinander gelaufen war. Der derzeit Führende mit noch aktivem Streak ist <em>Mark Covert</em>, der das tägliche Laufen am 23. Juli 1968 begann.</p>
<p>Für deutsche Läufer gibt es keine offizielle Liste, in der <em>Laufzeit 03/09</em> wird allerdings der ehemalige Laufprofi <em>Dietmar Knies</em> genannt, der zwölf Jahre und 6 Monate täglich gelaufen war. Im Webportal Streakrunner.de liegt der längste Streak derzeit bei 2233 Tagen (über 6 Jahre).</p>
<h2>Die Gefahren des Streak Running</h2>
<p>Tägliches Laufen, besonders wenn es in hoher Intensität betrieben wird, kann zum Übertraining führen, mit Folgen wie Erschöpfung oder Verletzungen. Es besteht auch die Gefahr, dass vor lauter Ehrgeiz, den Streak nicht abbrechen zu lassen, trotz ernsthafter Verletzungsanzeichen gelaufen wird und der Körper so keine Zeit bekommt, sich von Krankheiten, Verletzungen oder Erschöpfungszuständen zu erholen.</p>
<p>Abgesehen davon muss der Streaker natürlich seine Läufe in den Alltag integrieren, was schon mal zu Konflikten in Familie oder Beruf führen kann.</p>
<h2>Die Vorteile des Streak Running</h2>
<p>Bei vielen Täglich-Läufern hat sich eine Philosophie durchgesetzt, die sich deutlich von der Einstellung mancher „ambitionierter Freizeitläufer“ unterscheidet und diesen Sport für viele Streaker so reizvoll macht. Während die Leistung bei klassischen Läufern danach bewertet wird, wie schnell eine gegebene Strecke gelaufen wird, besteht die Leistung des Streak Runners darin, täglich entspannt ein bisschen zu laufen und das möglichst über Jahre – „Das Laufen leben“ im Gegensatz zum „Um’s Leben laufen“. Der begeisterte Streak Runner Robert Bock hat in einem lesenswerten Artikel <a title="Artikel auf der Website www.triathlon-szene.de" href="http://www.triathlon-szene.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=908&amp;Itemid=7">„Zehn gute Gründe Streak Runner zu werden“</a> aufgeführt, die sich zwar zum Teil mit Argumenten für das Laufen im Allgemeinen decken, zum Teil aber auch darüber hinaus gehen.</p>
<h2>Interview mit einem Streak Runner</h2>
<p>Andreas, du hast gerade mit deinem ersten Streak angefangen. Erzähle mal, was dich bewogen hat, täglich zu laufen&#8230;</p>
<blockquote><p>Nach einem eher durchwachsenen Laufjahr 2009, habe ich mir überlegt, dass ich neue Anreize brauche, mich dem Laufen zu widmen. Seit dem ich  in der Laufzeit (3/09) den Artikel über Streak Running gelesen habe, war ich doch stark beeindruckt und fasziniert von diesem Ansatz täglich zu laufen.</p></blockquote>
<p>Du hast dir mit dem Winter ja eine besonders schwere Zeit für den Start eines solchen Projekts ausgesucht. Was findest du zur Zeit am unangenehmsten beim Laufen?</p>
<blockquote><p>Ich habe ehrlich gesagt keine Probleme mit der Kälte, eher mit großer Hitze. Am unangenehmsten sind für mich die schlechten, vereisten Laufwege, wo an ein normales Laufen nicht zu denken ist.</p></blockquote>
<p>Die Temperaturen sind in den letzten Tagen sogar teilweise deutlich in den zweistelligen Minusbereich gesunken, so dass viele Läufer eine Laufpause einlegen. Bei welchen Kältegraden würdest du nicht mehr laufen?</p>
<blockquote><p>Ich habe da ja eigentlich keine Schmerzgrenze, da ich für den Streak auch mal nur 2 Kilometer laufe. Aber es war schon beim Laufen so kalt, dass es schmerzte.</p></blockquote>
<p>Hattest du bereits eine Phase, wo du gedacht hast: Nee, heute habe ich wirklich keine Lust?</p>
<blockquote><p>Das ist der ewige Kampf gegen den inneren Schweinehund: läufst du oder nicht? Ich habe mir jetzt folgenden Leitsatz auferlegt: Die Frage ist nicht mehr ob, sondern nur noch wann ich laufe. Nach diesem Motto habe ich bisher Erfolg.</p></blockquote>
<p>Wie schaffst du es täglich, das Laufen mit Beruf und Familie zu vereinbaren?</p>
<blockquote><p>Ich versuche so viel wie möglich Wege zu nutzen, die man eh absolviert. Also von und zur  Arbeit,  Kindergarten,  Schule, einkaufen usw. Ab und zu kann ich auch während der Arbeitszeit trainieren. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass meine Familie eher mitzieht, wenn ich eher kürzer weg bin als sonst üblich, wie etwa bei den ganz langen Läufen.</p></blockquote>
<p>Wie viele Kilometer pro Tag läufst du momentan pro Woche?</p>
<blockquote><p>Also die Distanzen im zurückliegenden 1. Streakmonat sind schon den Temperaturen und Bodenbedingungen geschuldet kürzer als normal. Ein Tageslimit habe ich nicht, es hängt eher von der zur Verfügung stehenden Zeit (wo ich entbehrlich bin) ab. In der Woche sind es über 30 Kilometer, aber es wird sicherlich wieder mehr. Bis jetzt liegt der Durchschnitt aller absolvierten Läufe bei über 5 Kilometer täglich.</p></blockquote>
<p>Was war deine bisher kürzeste Tagesstrecke und welche Distanz die längste?</p>
<blockquote><p>Die kürzeste Distanz die ich bisher gelaufen bin, waren 2,1 Kilometer nach einem kleinen chirugischen Eingriff an der  linken Hand (Nagelbettentzündung).</p></blockquote>
<p>Wie schätzt du das Verletzungsrisiko des täglichen Laufens ein?</p>
<blockquote><p>Ich denke das Verletzungsrisiko ändert sich nicht, man muss schon behutsam auf seinen Körper hören und Warnzeichen oder Schmerzen nicht ignorieren. Der Streak ist nicht alles.</p></blockquote>
<p>Danke, Andreas, für die Beantwortung der Fragen – und das Foto mit der magischen täglichen Mindestmarke von 1,61 km – und viel Glück weiterhin beim täglichen Laufen!</p>
<blockquote><p>Danke für das Interview, das ich gerne zur Halbzeit meines geplanten Streaks, im Juli, wiederholen würde.</p></blockquote>
<h2>Weiterführende Links zum Thema Streak Running</h2>
<h3>Grundlegende Informationen über das Streak Running</h3>
<p><a title="Wikipedia-Artikel über Streaker und Streak Running" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Streaker">Wikipedia-Artikel über Streaker</a><br />
<a title="Artikel: Was bedeutet Streak Running" href="http://www.streakrunner.de/showthread.php?t=1771">„Was bedeutet Streak Running?“ – Artikel mit vielen Informationen auf streakrunner.de</a></p>
<h3>Vor- und Nachteile des Streak Running</h3>
<p><a title="Artikel: 10 gute Gründe Streak Runner zu werden" href="http://www.triathlon-szene.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=908&amp;Itemid=7">„10 gute Gründe Streak Runner zu werden“ von Robert Bock</a><br />
<a title="Artikel: Streak Running" href="http://www.robert-bock.de/lauf_0/lauf_8/lauf_8.html">„Streak Running – sind Streaker wie ich Bekloppte?“ von Robert Bock</a><br />
<a title="Artikel: The Dangers of Streak Running" href="http://www.runeveryday.com/news/TheDangersofStreakRunning.htm">„The Dangers of Streak Running“ – Artikel auf der Website der USRSA (englisch)</a></p>
<h3>Streak Runner Portale</h3>
<p><a title="Website der USRSA" href="http://www.runeveryday.com/">www.runeveryday.com – Website der amerikanischen Streaker-Vereinigung <abbr title="United States Running Streak Association">USRSA</abbr></a><br />
<a title="Deutsches Portal für Täglich-Läufer" href="http://www.streakrunner.de">www.streakrunner.de – Das Portal für Täglich-Läufer</a></p>
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