Laufen zwischen Bodden und Ostsee

Veröffentlicht am 12.04.2017 | 2 Kommentare

Läuferin im Nebel

Am Wochenende hatte ich Gelegenheit, auf dem Darß zu laufen. Leider war es sehr nebelig, als Doro und ich in Ahrenshoop Richtung Bodden starteten…

Nebel in Ahrenshoop

Man konnte nicht allzu weit sehen…

Blühender Baum im Nebel am Bodden

… so dass wir vom Bodden nichts mitbekamen, obwohl wir auf einem schönen Parkweg ziemlich direkt an ihm entlang liefen. Das einzige Wasser, das wir sahen, waren die Kanäle auf der Landseite.

Hafen von Althagen

Am Hafen von Althagen gab es immerhin im Vorbeilaufen einen Hauch von maritimer Atmosphäre.

Pferde an der Landstraße

Nach dieser kleinen Boddenrunde lief ich alleine weiter, denn ich wollte noch die Ostsee-Seite sehen. An der Landstraße staunten Pferde über den einsamen Läufer im Nebel.

Bushaltestelle Niehagen

Der Bus fährt hier nicht allzu häufig, so dass ich laufend auf jeden Fall schneller vorankam.

Schild Zur Seebrücke Wustrow

Von der Landstraße bog ich rechts ab auf einen Parkplatz, von dem es zum Hochufer gehen sollte. Mehr hatte ich eigentlich gar nicht vorgehabt, aber das Schild war dann doch zu verlockend: Bis zur Seebrücke Wustrow waren es nur noch 2,1 km. Tja, aber wäre ich dann rechtzeitig zurück zum Frühstück? Die Abenteuerlust siegte. Dann musste ich halt auf dem Rückweg etwas schneller laufen…

Plattenweg zur Steilküste bei Wustrow

Über einen alten Plattenweg – exakt wie zuhause im Berliner Umland – lief ich durch die neblige Landschaft.

Warnung vor der Steilküste

Nach kurzer Zeit kam ich am Hochufer an. Jemand hatte sich den Witz auf dem Warnschild nicht verkneifen können.

Läufer-Blick in den Nebel über der Ostsee

Das Meer war nur zu erahnen.

Landschaft im Nebel

Nach ein paar Fotos lief ich weiter in Richtung Wustrow.

Weg entlang der Steilküste bei Wustrow

Der Hochuferweg schlängelte sich durch den Nebel, kein Mensch weit und breit zu sehen.

Bewitterungsanlage an der Ostseeküste

Dann plötzlich der enorme Kontrast: Auf einem kleinen Grundstück am Weg standen bunte Farbtafeln! Zuerst war ich ratlos, aber ein Schild am Zaun klärte mich auf: Ich stand vor einer Bewitterungsanlage, hier wurde die Haltbarkeit und Qualität von Farben und Material geprüft.

Blick auf die neblige Ostsee

Irgendwann kam ich auch am ersten Strandzugang vorbei. Ein kleiner Hauch von Urlaubsstimmung, zumal es ein wenig heller geworden war.

Skulptur an der Seebrücke Wustrow

Vorbei an einer Holzstatue lief ich kurz darauf auf die Seebrücke des Ostseebades Wustrow.

Strandkörbe am Strand von Wustrow

Die Strandkörbe standen verwaist vor der in Nebel getauchten Ostsee.

Seebrücke Wustrow

Bis auf einen Angler und einen Spaziergänger hatte ich die Seebrücke für mich alleine und genoss es, immer geradeaus über die federnden Holzplanken auf den diffusen Horizont zuzulaufen.

Brückenkopf der Seebrücke Wustrow

Immerhin 240 Meter bis zum Brückenkopf, wo ich eine kurze Fotopause einlegte. Und dann begann der anstrengende Teil des Laufausflugs: Ich war reichlich knapp in der Zeit und musste jetzt auf dem Rückweg wirklich Tempo machen, um nicht allzu spät zum Frühstück zu erscheinen!

Schild Durchhalten noch 1 km bis zur Robbe (Restaurant)

Mein in letzter Zeit öfter mal „zickendes“ Knie war glücklicherweise mal still, und es machte sogar Spaß, ein wenig auf die Tube zu drücken. Die fünf Kilometer zurück lief ich im Schnitt mit 4:50 min/km. Ein Schild am Wegesrand motivierte sogar zum Durchhalten und Weiterrobben ;-)

Gerade noch rechtzeitig kam ich zum Frühstück an – aufregend so ein ungeplanter Sightseeing-Laufausflug!

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

Kommentare

  1. Claudi

    Tolle Bilder, trotz fehlendem Sonnenschein! Die motivierende Robbe ist ja nett und jetzt weiß ich auch, was eine Bewitterungsanlage ist. Das wäre eine Frage für die Show „Genial daneben“. ;-)
    Frohe Ostern für Dich!
    Claudi

    http://claudigivesitatri.de

  2. Andreas

    @Claudi
    Danke, ja, was eine Bewitterungsanlage ist, wusste ich vorher auch nicht ;-)

    Dir auch ein schönes Osterfest!
    Andreas

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