34 km in der Marathonvorbereitung

Veröffentlicht am 09.09.2013 | 4 Kommentare

Läufer auf dem Weg nach Genshagen

Vergangenen Sonntag sind Jeanette, Hartmut, Andreas V. und ich im Zuge unserer Marathonvorbereitung eine Strecke von 34 Kilometern gelaufen. Eine Distanz, nach der ich ziemlich fertig wieder zuhause ankam…

Schloss Genshagen

Wie bereits vor einigen Wochen führte uns unser langer Lauf wieder über Schloss Diedersdorf nach Schloss Genshagen.

Läufer in der Genshagener Heide

Von dort ging es wieder in die Genshagener Heide auf schmalen Pfaden durch den Wald. Allerdings ersparten wir uns dieses Mal den Umweg, den wir beim ersten Mal aus mangelnder Ortskenntnis genommen hatten, und liefen zielstrebig auf Großbeeren zu.

Läufer auf dem Weg nach Großbeeren

Jeanette hielt sich sehr tapfer. Zwar bemühten wir Männer uns, etwas langsamer als sonst zu laufen, aber das war eigentlich immer noch für sie – zumal für einen langen Lauf – zu schnell. Wenn ich das richtig recherchiert habe, durchliefen wir die 21-km-Marke schneller, als sie es am Sonntag zuvor beim Tegel-Halbmarathon getan hatte!

Denkmalpfad Großbeeren

Da wir einen leicht anderen Weg genommen hatten als zuvor, bekamen wir auch etwas Neues zu sehen…

Schild zum Denkmalpfad Großbeeren

… nämlich den Denkmalpfad „Rieselfeld Großbeeren“, auf den wir kurz vor Erreichen der Ortschaft stießen. In der Broschüre heißt es:

James Hobrecht entwickelte 1873 gemeinsam mit Rudolf Virchow das erste Kanalisationssystem für Berlin und ließ in den Folgejahren auf den durch die Stadt erworbenen Stadtgütern zahlreiche Rieselfelder anlegen.

Da entdecken wir so etwas am Wegesrand und ausgerechnet Klaus ist nicht dabei…!

Festlich gedeckte Tische an der Dorfaue Marienfelde

Ab Großbeeren liefen wir dann im „10 kleine Negerlein“-Prinzip (politisch nicht ganz korrekt, aber wie soll ich dieses Lied sonst zitieren?) weiter: Zuerst setzte sich der schnelle Hartmut nach vorne hin ab, und kurz vor der Berliner Stadtgrenze schickte Jeanette uns anderen beiden voraus, da sie Probleme mit ihrem Fuß hatte und deutlich langsamer werden musste.

So waren Andreas V. und ich dann nach etwas über 32 Kilometern kurz vor dem Ziel, als ich entschied, ich müsste jetzt aber noch die 34 Kilometer voll machen. Eine Entscheidung, die ich bereits kurz nach unserer Trennung bereute, denn ich spürte plötzlich überdeutlich, wie sehr ich am Ende meiner Kräfte war. So brachte ich diese letzten Kilometer mit so einigen Gehpausen mehr schlecht als recht über die Runden, und kann zwar nun sagen, dass ich die vollen 34 km gelaufen bin, aber dass Andreas V., der es bei den 32,5 km belassen hatte, doch etwas klüger gewesen war…

Ironischerweise hatte mich auf meinem letzten Stück noch ein festlich gedeckter Tisch am Wegesrand mit einer Flasche Wasser im Eiskübel versucht, zu einer Pause zu überreden. Und was mache ich? Bleibe stehen, mache ein Foto und laufe mit hängender Zunge weiter ;-)

Kategorien

F-Klasse-Laufen, Lauferfahrungen

Kommentare

  1. Marcus

    Bei was für einer Laufleistung bis du in den Wochen vor dem Marathon?

  2. webmaster@startblog-f.de

    @Marcus
    Hi Marcus! Die letzten 3 Wochen vor dem Marathon ist die Tapering-Phase, da wird das Training deutlich reduziert, aber in den Wochen davor bin ich bei etwa 80 km (max. 86 km) pro Woche, aufgeteilt auf 5 Läufe, wobei der lange Lauf am Wochenende etwa 32-34 km lang ist.

  3. Marcus

    Welche Uhr verwendest du zum laufen welche kannst du empfehlen?

  4. webmaster@startblog-f.de

    @Marcus
    Momentan laufe ich mit einer Garmin 310XT, die ich sehr gut finde. Da GPS-Laufuhren meist recht teuer sind, sollte man sich vorher überlegen, welche Features man braucht.

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